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Bedeutsamkeit von Cyber-Bedrohungen für die Einsatzbereitschaft des XVIII Airborne Corps

Bedeutsamkeit von Cyber-Bedrohungen für die Einsatzbereitschaft des XVIII Airborne Corps

22. Mai 2026 von Michael Bauer

Der XVIII Airborne Corps muss in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit auf Bedrohungen zu reagieren. Angesichts koordinierter Angriffe auf Fort Bragg – von Cyberangriffen über Drohnen bis hin zu physischen Störungen der Kommunikationsinfrastruktur – wird deutlich, dass die militärische Einsatzbereitschaft stark von der Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur abhängt.

Herausforderungen für die schnelle Einsatzbereitschaft des XVIII Airborne Corps

Am 31. März 2026 simulierte das XVIII Airborne Corps in einer Table-Top-Übung am Fort Bragg ein komplexes Szenario:

  • Cyberangriffe auf Supervisory Control and Data Acquisition (SCADA)-Systeme, die eine E-Coli-Ausbruchs-Krise auslösten.
  • Drohnen mit Sprengladungen, die elektrische Versorgungsstationen auf dem Gelände angriffen.
  • Ein versehentlicher Treffer einer Glasfaserleitung, der die Befehls- und Kontrollfähigkeit beeinträchtigte.

Vierzehn externe Partner – von Bundesbehörden über lokale Führungskräfte bis hin zu Versorgungsunternehmen – nahmen an der ersten Defense Critical Infrastructure (DCI)-Summit teil, um gemeinsam Reaktionsstrategien zu erarbeiten. Die Übung zielte darauf ab, die Fähigkeit der Truppen zu prüfen, gleichzeitig physische und digitale Angriffe zu bewältigen.

„My biggest priority … is making sure that in a time of conflict or need our forces and our equipment can get to where they need to go as rapidly as possible without disruption“, betonte Brandon Pugh, principal cyber advisor to the secretary of the Army.

Der Army Secretary Daniel Driscoll ergänzte: „We went after the physical threats from drones, cyber impacts, force projection, dependencies and information sharing lag, and we work with these partners to start conversations that we think will have a deep impact on our nation’s security.“

Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur – Fakten und Zahlen

Laut einer Analyse der Cybersecurity & Infrastructure Security Agency (CISA) stiegen die Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur zwischen 2020 und 2021 um 400 %. Diese massive Zunahme verdeutlicht die Dringlichkeit, militärische Reaktionsstrategien zu stärken.

  • Metric: Zunahme der Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur
  • Wert: 400 %
  • Jahr: 2021
  • Quelle: S1

Abhängigkeit von privater Infrastruktur

Ein weiterer kritischer Faktor ist die Besitzstruktur der Infrastruktur. Im Jahr 2022 betrieben private Unternehmen etwa 85 % der kritischen nationalen Infrastruktur in den USA. Diese Abhängigkeit erschwert militärische Reaktionsfähigkeit, weil Ressourcen außerhalb der direkten Kontrolle des Militärs liegen.

  • Metric: Anteil privater Unternehmen an kritischer nationaler Infrastruktur
  • Wert: 85 %
  • Jahr: 2022
  • Quelle: S2

Die DCI-Übung – Ziel und Erkenntnisse

Die DCI-Übung war ein rein theoretisches Szenario (Table-Top-Übung) ohne Einsatz physischer Assets. Ziel war es, drei zentrale Handlungsfelder zu prüfen:

  1. Welche Maßnahmen würden die Teilnehmenden basierend auf ihren Befugnissen und Fähigkeiten ergreifen?
  2. Welche Abhängigkeiten von anderen Organisationen oder Behörden bestehen?
  3. Welche Barrieren behindern eine proaktive, schnellere und integrierte Reaktion?

Teilnehmer hatten lediglich drei Minuten, um ihre Reaktionen zu formulieren – ein bewusst kurzer Zeitraum, um die Effektivität bestehender Beziehungen und Strukturen zu testen.

Brandon Pugh betonte die Notwendigkeit eines wiederholbaren Playbooks: „How can we take best practices and lessons learned to put this into a playbook that a local garrison commander, who likely is not a cyber or physical protection expert, can apply…?“

Die Übung identifizierte 19 zentrale Lernpunkte, die an interagency-Partner weitergegeben werden sollen, um künftig schneller und koordinierter reagieren zu können.

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Risiken und Gegenargumente

Ein kritischer Hinweis lautet, dass die Übung möglicherweise nicht alle realen Bedrohungen adäquat abbilden kann. Realistische Szenarien seien notwendig, um die Effektivität des Reaktionstrainings zu erhöhen.

Schnellüberblick:

Warum ist der Schutz kritischer Infrastrukturen wichtig für die militärische Einsatzbereitschaft?

Schutz kritischer Infrastrukturen sichert die Funktionsfähigkeit notwendiger Systeme, die für den Einsatz der Streitkräfte entscheidend sind.

Welche Risiken birgt die Übung, wenn sie nicht alle realen Bedrohungen abbildet?

Fehlende Realitätsnähe kann zu einer Unterschätzung von Schwachstellen führen und die Fähigkeit der Truppen, in echten Krisen schnell zu reagieren, beeinträchtigen.

Quellen

  • https://www.cisa.gov/cyber-threats
  • https://www.fema.gov/private-sector

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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