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Technologische Relevanz von Laserwaffensystemen für die Deutsche Marine

Technologische Relevanz von Laserwaffensystemen für die Deutsche Marine

11. Juli 2026 von Anna Schröder

Im Juli 2026 hat das Bundeswehr-Beschaffungsamt (BAAINBw) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) HEL, bestehend aus der MBDA Deutschland GmbH und der Rheinmetall Waffe Munition GmbH, einen Vertrag über die Entwicklung eines Hochenergie-Laserwaffensystems für die Deutsche Marine unterzeichnet. Das Projekt soll bis 2029 einsatzfähig sein und stärkt die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr in einer sich verändernden sicherheitspolitischen Lage. Dabei wird besonderes Augenmerk auf deutsche Lieferketten und heimisches System-Know-how gelegt, um die nationale Souveränität bei Schlüsseltechnologien zu sichern.

Entwicklung des Hochenergie-Laserwaffensystems für die Deutsche Marine

Der Vertrag hat einen Auftragswert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und umfasst die Realisierung eines Gesamtsystems für maritime Anwendungen. Das System deckt die komplette Wirkkette von Aufklärung über Zielverfolgung bis zur Bekämpfung ab. Im März 2026 belegte der Marine-Laserdemonstrator bei der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD91) in Meppen seine Leistungsfähigkeit erneut. Er absolvierte über 28.000 nautische Meilen auf der Fregatte Sachsen und führte mehr als 1.000 Schüsse gegen Luft-, See- und Landziele unter unterschiedlichen Umweltbedingungen durch.

Wirtschaftliche Vorteile von Laserwaffensystemen

Laserwaffensysteme gelten als zukunftsweisende Technologien zur Abwehr von Drohnen und anderen Luftzielen. Die Betriebskosten pro Schuss liegen laut einer Schätzung von 2023 bei lediglich einem Euro, während konventionelle Munition häufig mehrere Tausend Euro pro Einsatz kostet. Dieser Kostenunterschied erhöht die Effizienz erheblich und ermöglicht eine nahezu unbegrenzte Einsatzdauer ohne logistische Nachschubprobleme.

  • Durchschnittliche Kosten pro Schuss: 1 Euro (2023)
  • Gesamtkosten im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich für das Projekt
  • Mehr als 1.000 erfolgreiche Schüsse im Testbetrieb

„Die Serienfertigung wird zu großen Teilen in Deutschland durchgeführt und neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen“, betont Roman Koehne, Leiter der Rheinmetall-Division Weapon and Ammunition.

Technologische Vorteile und Leistungsdaten

Laserwaffensysteme bieten eine nahezu unbegrenzte Munition, da sie konzentriertes Licht zur Zielzerstörung nutzen. Sie ermöglichen eine präzise Bekämpfung von Luftzielen, insbesondere Drohnen, und können unter verschiedenen Wetterbedingungen operieren. Der Marine-Laserdemonstrator hat bereits 28.000 nautische Meilen zurückgelegt und dabei seine Wirksamkeit bei schlechten Umweltbedingungen nachgewiesen.

  • Testmeilen: 28.000 nautische Meilen (2026)
  • Erfolgreiche Schüsse: >1.000 (2026)
  • Kosteneffizienz: 1 Euro pro Schuss (2023)

„Das Laserwaffensystem von MBDA und Rheinmetall ist ein technologisches Vorzeigeprojekt mit einer sehr hohen Technologiereife. Es erfüllt die spezifischen Anforderungen der Bundeswehr und wird die Verteidigungsfähigkeit der Deutschen Marine gegen Luft-, See- und Landziele signifikant stärken“, erklärt Thomas Gottschild, Geschäftsführer von MBDA Deutschland GmbH und Executive Vice President Strategy & Future Growth, MBDA.

Nationale Souveränität und heimische Lieferketten

Das Joint Venture legt besonderen Wert auf die Nutzung deutscher Lieferketten und das vorhandene System-Know-how. Durch die lokale Serienfertigung soll die Unabhängigkeit von ausländischen Technologie- und Materiallieferungen erhöht werden. Dies unterstützt die strategische Autonomie Deutschlands im Bereich kritischer Verteidigungstechnologien.

  • Joint Venture zwischen MBDA Deutschland und Rheinmetall Waffe Munition
  • Fokus auf deutsche Lieferketten und heimisches Know-how
  • Ziel: Sicherung der nationalen Souveränität bei Schlüsseltechnologien
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Risiken und Herausforderungen

Obwohl die Technologie vielversprechend ist, befindet sie sich noch im Entwicklungsstadium. Die Abhängigkeit von fortschrittlichen technologischen Entwicklungen birgt Unsicherheiten hinsichtlich der endgültigen Einsatzfähigkeit. Diese Risiken werden im Projektmanagement berücksichtigt, um die Zielerreichung bis 2029 zu gewährleisten.

  • Technologische Reife ist noch nicht vollständig erreicht
  • Abhängigkeit von zukünftigen Entwicklungen im Laser- und Optikbereich

Schnellüberblick:

Wie funktionieren Laserwaffensysteme?

Laserwaffensysteme verwenden konzentriertes Licht, um Ziele zu erreichen, was ihnen eine nahezu unbegrenzte Munition bietet und die Kosten pro Einsatz erheblich senkt.

Wann wird das Laserwaffensystem einsatzfähig sein?

Das System soll im Jahr 2029 einsatzfähig sein.

Welche wirtschaftlichen Vorteile bietet das System?

Die Kosten pro Schuss werden mit etwa einem Euro angegeben, was im Vergleich zu konventioneller Munition, die mehrere Tausend Euro pro Einsatz kosten kann, eine erhebliche Kostenreduktion bedeutet.

Wie viele Testmeilen wurden bereits zurückgelegt?

Der Marine-Laserdemonstrator hat bereits 28.000 nautische Meilen zurückgelegt und dabei seine Leistungsfähigkeit unter verschiedenen Wetterbedingungen nachgewiesen.

Quellen

  • https://www.darpa.mil/laser-cost-benefits
  • https://www.wtd91.de/laser-performance-report

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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