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Kooperationsvereinbarung zwischen TKMS und Seaspan Shipyards – Stärkung der souveränen Instandhaltung im kanadischen U-Boot-Programm (CPSP)

Kooperationsvereinbarung zwischen TKMS und Seaspan Shipyards – Stärkung der souveränen Instandhaltung im kanadischen U-Boot-Programm (CPSP)

31. Januar 2026 von Anna Schröder

Am 29. Januar 2026 haben die deutsche Werft TKMS AG & Co. KGaA und das kanadische Unternehmen Seaspan Shipyards eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die kanadische Regierung bei der Schaffung eigenständiger Instandhaltungskapazitäten für das Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) unterstützen soll. Die Partnerschaft verbindet die langjährige Expertise von TKMS im konventionellen U-Boot-Bau mit den etablierten Wartungs- und Nachhaltigkeitskompetenzen von Seaspan und eröffnet gleichzeitig Exportpotenzial im Rahmen internationaler TKMS-Programme.

Hintergrund zum Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) und Wettbewerbsumfeld

Das CPSP ist das Kernstück der Modernisierung der kanadischen Marineflotte. Ziel ist die Beschaffung von bis zu 12 neuen konventionellen U-Booten bis zum Jahr 2026, um die alternde Flotte zu ersetzen und die Einsatzbereitschaft an der West- und Ostküste zu sichern. Der geschätzte Auftragswert liegt bei über 10 Milliarden Euro (Handelsblatt, 2026) [S4]. Der kanadische Staat fordert dabei eine weitgehende lokale Fertigung und Instandhaltung, um nationale Souveränität und industrielle Wertschöpfung zu gewährleisten.

Im Wettbewerb um den Auftrag stehen TKMS und das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean als letzte Bieterparter. Beide Unternehmen müssen neben den technischen Kriterien auch die Vorgaben zur lokalen Fertigung erfüllen.

TKMS – Weltgrößter U-Boot-Baupartner

TKMS ist die weltweit größte Werft für konventionelle U-Boote und verfügt über eine globale Präsenz. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 9.100 Mitarbeitende (Stand 2026) [S3] und hat ein Auftragsvolumen von rund 18 Milliarden Euro, das Einnahmen bis in die 2040er-Jahre sichert [S3]. Diese Größe und langfristige Stabilität machen TKMS zu einem attraktiven Partner für die kanadische Marine.

Seaspan Shipyards – Kanadas größtes Schiffbau- und Reparaturunternehmen

Seaspan ist das größte kanadische Unternehmen für Schiffbau, -konstruktion und -reparatur und das einzige Unternehmen im Land mit ausgewiesener Fachkompetenz im Bereich U-Boot-Wartung. Laut TKMS-Pressemitteilung ist Seaspan „einziges Unternehmen in Kanada mit entsprechender Fachkompetenz“ für die Instandhaltung der neuen U-Boot-Flotte [S1].

Inhalte der Kooperationsvereinbarung

Die Vereinbarung sieht den Aufbau eines von Kanada geführten integrierten Nachhaltigkeitsteams vor, das gemeinsam mit der Royal Canadian Navy und dem kanadischen Verteidigungsministerium arbeitet. Kernpunkte sind:

  • Entwicklung und Bereitstellung von Fähigkeiten für die lebenslange Instandhaltung von U-Boot-Plattformen an West- und Ostküste.
  • Einbindung der bestehenden kanadischen Lieferkette und Arbeitskräfte von Seaspan.
  • Nutzen von TKMS-Know-how als integriertes Systemhaus im konventionellen U-Boot-Bau.
  • Erweiterung von Exportmöglichkeiten durch den internationalen Kundenstamm von TKMS.

Thomas Keupp, Chief Sales Officer bei TKMS, betont: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Seaspan, einem Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Schiffswartung und einer starken Präsenz in der kanadischen Industrie. Diese Kooperationsvereinbarung spiegelt unser gemeinsames Engagement für langfristige Support-Exzellenz wider und steht im Einklang mit den Zielen des kanadischen U-Boot-Programms.“ [S2]

John McCarthy, CEO von Seaspan Shipyards, ergänzt: „Das CPSP ist eine der höchsten Prioritäten für die langfristige Verteidigung und Sicherheit der Souveränität Kanadas. Als einzige Werft in Kanada mit Fachkompetenz im Bereich der U-Boot-Wartung ist Seaspan gut positioniert, um die jahrzehntelange Instandhaltung dieser neuen Flotte zu gewährleisten und einen bedeutenden Beitrag zur maritimen Verteidigungsindustrie des Landes zu leisten.“ [S1]

Ziele und erwartete Vorteile

  • Aufbau souveräner Instandhaltungskapazitäten an beiden Küsten Kanadas.
  • Steigerung der Beschäftigung und Qualifizierung in der kanadischen Marineindustrie.
  • Verbesserte Einsatzbereitschaft der Royal Canadian Navy durch zuverlässige Lebenszyklusunterstützung.
  • Erweiterung von TKMS-Exportchancen durch Nutzung des kanadischen Netzwerks.
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Chancen und Risiken der Partnerschaft

Die Kooperation erhöht die Chancen von TKMS, den milliardenschweren CPSP-Auftrag zu erhalten, birgt jedoch Risiken:

  • Hoher Wettbewerb: Hanwha Ocean aus Südkorea ist ebenfalls im Rennen, sodass keine Garantie für den Auftrag besteht.
  • Abhängigkeit von kanadischer Vergabe: Das CPSP befindet sich noch in der Planungsphase; Verzögerungen oder Änderungen könnten das Exportpotenzial beeinträchtigen.

Diese Punkte zeigen, dass die Partnerschaft zwar strategisch sinnvoll ist, aber der endgültige Erfolg vom Vergabeentscheid der kanadischen Regierung abhängt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist das CPSP?Das Canadian Patrol Submarine Project plant bis zu 12 neue konventionelle U-Boote zur Flottenmodernisierung, mit Fokus auf nationale Instandhaltung an Ost- und Westküste (Handelsblatt, 2026). [S4] Wer sind die Hauptkonkurrenten für den Auftrag?TKMS und Hanwha Ocean aus Südkorea stehen als finale Bieterpaare im Rennen um einen Auftrag von über 10 Milliarden Euro (Handelsblatt, 2026). [S4] Wie positioniert sich Seaspan?Seaspan ist Kanadas größtes Werftunternehmen und das einzige mit ausgewiesener Fachkompetenz für U-Boot-Wartung (TKMS-Pressemitteilung, 2026). [S1]

Fazit

Die Kooperationsvereinbarung zwischen TKMS und Seaspan Shipyards markiert einen wichtigen Schritt zur Realisierung einer souveränen Instandhaltungsfähigkeit für Kanadas zukünftige U-Boot-Flotte. Durch die Kombination von TKMS-Technologie und Seaspan-Lokalkompetenz wird nicht nur die Einsatzbereitschaft der Royal Canadian Navy gestärkt, sondern auch die kanadische Marineindustrie langfristig gefördert. Gleichzeitig bleibt das Projekt von Unsicherheiten geprägt – insbesondere durch den intensiven Wettbewerb mit Hanwha Ocean und die noch offene Vergabeentscheidung. Sollte TKMS den Zuschlag erhalten, würde die Partnerschaft die Position des Unternehmens im nordamerikanischen Markt erheblich festigen und gleichzeitig einen bedeutenden Beitrag zur maritimen Souveränität Kanadas leisten.

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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