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Quantum Systems stellt Seavex und Subvex bei NATO-REPMUS 2026 vor

Quantum Systems erweitert sein Portfolio um die unbemannten maritimen Plattformen Seavex (Überwasser) und Subvex (Unterwasser) und stellte beide Systeme am 14. September 2026 in Sesimbra, Portugal, am Rande der Großübung REPMUS vor. Die Vorstellung markiert den Übergang vom Luft- und Landportfolio zu einem domänenübergreifenden Sensorverbund, der angesichts wachsender Bedrohungen gegen kritische Unterwasser-Infrastrukturen für NATO-Streitkräfte strategische Bedeutung hat.

3 Min. Lesezeit

Neue maritime Plattformen von Quantum Systems

Seavex und Subvex ergänzen das bisherige Luft- und Bodensortiment von Quantum Systems und bilden ein integriertes System für langfristige Über- und Unterwasser-Überwachung. Beide Fahrzeuge sind Teil der Multi-Domain-Softwareplattform MOSAIC-UXS, die Sensor- und Missionsdaten über alle Dimensionen hinweg vernetzt.

  • Seavex: USV, bis zu zwei Monate Seeausdauer, dient als Mutterschiff für Drohnen und als Kommunikations-Hub für UUVs.
  • Subvex: UUV, Tauchtiefe bis 6 000 Meter, aktive Bewegung von bis zu vier Tagen, passive Verweildauer von mehreren Wochen am Meeresboden.

“We started in the air… but the real step forward is not adding another domain. It is connecting them”, erklärt Florian Seibel, Co-Chief Executive Officer und Gründer von Quantum Systems.

Technische Daten von Seavex (USV) und Subvex (UUV)

Seavex – USV für Langzeitmissionen

  • Typ: Unmanned Surface Vehicle (USV)
  • Maximale Einsatzdauer: bis zu 2 Monate
  • Funktion: Mutterschiff für unbemannte Luftfahrzeuge, Kommunikations- und Logistik-Hub für Subvex
  • Abmessungen und Nutzlast: 8,5 m Länge, 6,5 m Breite, 1,8 m Tiefgang, 4 500 kg Verdrängung, Nutzlast bis 400 kg (Herstellerangabe)

Subvex – Tiefsee-UUV für Seabed Warfare

  • Typ: Unmanned Underwater Vehicle (UUV)
  • Maximale Tauchtiefe: 6 000 Meter
  • Aktive Einsatzdauer: bis zu 4 Tage
  • Passive Liegedauer: mehrere Wochen am Meeresboden
  • Sensorik: Sonar, akustische Sensoren, Edge-AI-Verarbeitung

Integration über MOSAIC-UXS: Multi-Domain-Software

Die MOSAIC-UXS-Plattform ermöglicht die nahtlose Verknüpfung von Luft-, Land-, Oberflächen- und Unterwasser-Systemen. Daten aus Seavex- und Subvex-Sensoren werden in einer einheitlichen Betriebsumgebung konsolidiert und können laut Naval Technology über die Satellitenkommunikation von Seavex weitergeleitet werden. Damit unterstützt das System maritime Infrastruktur-Schutz, Grenzsicherung, Anti-Submarine-Monitoring und Blue-Water-Aufklärung.

  • Interoperabilität mit bestehenden autonomen Luft- und Bodensystemen
  • Skalierbarkeit für zusätzliche Plattformen und Drittanbietersensoren
  • Echtzeit-Datenfusion über alle Domänen hinweg

NATO-Übung REPMUS 2026: Rahmen und Bedeutung

Die offizielle Vorstellung von Seavex und Subvex fand am Rande der Großübung REPMUS (Robotic Experimentation and Prototyping with Maritime Unmanned Systems) in Sesimbra statt. Die Übung wurde von der portugiesischen Marine, der Ingenieurfakultät der Universität Porto (FEUP), dem NATO CMRE, der NATO Joint Capability Group Maritime Unmanned Systems und der Europäischen Verteidigungsagentur organisiert; die portugiesische Marine bezeichnet sie als weltweit größte Übung dieses Typs. Die 16. Ausgabe lief vom 31. August bis 25. September 2026 in Tróia und Sesimbra; laut Marine beteiligten sich zudem mehr als 60 Unternehmen, 13 Universitäten und 14 Schiffe.

  • Teilnehmende Marinen: 36
  • Eingesetzte unbemannte maritime Systeme: über 300
  • Übungsgebiet: mehr als 1 370 km² Seefläche vor der portugiesischen Küste
  • Teilnehmende insgesamt: über 1 500

Durch die Kombination von Seavex und Subvex können die NATO-Marinen künftig kritische Unterwasser-Infrastrukturen wie Seekabel und Pipelines effizient überwachen. Die Möglichkeit, UUVs wochenlang passiv am Meeresboden zu lagern und akustische Anomalien zu melden, adressiert aktuelle Sabotageakte in der Nord- und Ostsee.

Risiken und offene Fragen

  • Kommunikationsabriss unter WasserHochbitratiger Datenaustausch mit tief getauchten Systemen ist physikalisch eingeschränkt; akustische Übertragung oder physisches Andocken an Seavex sind erforderlich.
  • Reifegrad und SerienfertigungNach Herstellerangaben werden beide Systeme in Seeerprobungen getestet und validiert; Beschaffungsverträge von Streitkräften sind in den herangezogenen Quellen nicht genannt.

Schnellüberblick

Welche Rolle spielt die NATO-Übung REPMUS für die Erprobung?

REPMUS ist die jährliche, von der portugiesischen Marine ausgerichtete Übung für maritime Robotik vor Portugal, an der mehrere NATO-Stellen beteiligt sind. Sie ermöglicht Herstellern, neue unbemannte Über- und Unterwassersysteme direkt in einsatznahen Interoperabilitätsszenarien mit 36 Marinen zu testen.

Wie interagieren Seavex und Subvex miteinander?

Seavex dient als schwimmender Kommunikations- und Logistik-Hub: Das Überwasserfahrzeug kann nach Herstellerangaben Subvex-UUVs andocken, aufladen und deren Missionsdaten abrufen; die Daten lassen sich über MOSAIC UXS mit denen anderer Systeme in einer gemeinsamen Betriebsumgebung zusammenführen.

Welche Einsatzszenarien stehen im Fokus?

Die Plattformen zielen auf den Schutz transatlantischer Seekabel und Pipelines, die Überwachung von U-Boot-Aktivitäten und die langfristige Meeresboden-Aufklärung (Seabed Warfare) ab.

Quellen · 3

Stand: 18.10.2026
  1. quantum-systems.com news/quantum-systems-maritime-seavex-subvex
  2. hartpunkt.de seavex-und-subvex-quantum-systems-erweitert-portfolio-um-unbemannte-systeme-fuer-ueberwa …
  3. defence-network.com quantum-systems-erweitert-multi-domain-portfolio-um-maritime-systeme-seavex-und-subvex
Dr. Lena Hoffmann

Dr. Lena Hoffmann ist seit über einem Jahrzehnt spezialisierte Journalistin im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Sie verfügt über einen Doktortitel in Internationalen Sicherheitsstudien und war zuvor Redakteurin für strategische Technologieanalysen in führenden Fachmedien. Dr. Hoffmann berichtet bei Defence-Tech.de über technologische Innovationen, strategische Programme in NATO- und EU-Kontext sowie über ethische Fragestellungen bei der Integration neuer Systeme in moderne Streitkräfte. Ihre Artikel zeichnen sich durch präzise Recherche, faktenbasierte Analyse und globale Perspektiven aus.

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