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Türkei stärkt Luftwaffe mit Eurofighter Typhoon – Details zu den neuen und gebrauchten Jets

Türkei stärkt Luftwaffe mit Eurofighter Typhoon – Details zu den neuen und gebrauchten Jets

26. Januar 2026 von Anna Schröder

Die Türkei hat im Oktober 2025 einen umfassenden Beschaffungsplan für Eurofighter Typhoon-Flugzeuge unterzeichnet, der sowohl neue als auch gebrauchte Jets umfasst. Ziel ist es, die alternde F-16-Flotte zu ersetzen, die NATO-interne Luftverteidigung zu stärken und eine Brückenlösung bis zur vollen Einsatzfähigkeit des einheimischen Kampfflugzeugs KAAN zu schaffen.

Hintergrund: Warum die Türkei neue Kampfflugzeuge braucht

  • Die F-16-Flotte der türkischen Luftwaffe ist veraltet und deckt nicht mehr die steigenden Anforderungen ab.
  • Regionale Spannungen mit Griechenland, Israel und die Gefahr einer Ausweitung von Konflikten in der Ukraine und Syrien erhöhen den Druck auf die Luftverteidigung.
  • Der geplante Kauf des US-Kampfjets F-35 wurde 2019 wegen des Kaufs des russischen S-400-Luftabwehrsystems von den USA gestrichen.
  • Das nationale KAAN-Programm wird frühestens 2028 voll einsatzfähig sein; bis dahin muss eine NATO-kompatible Flugzeugflotte bereitstehen.

In diesem Kontext dient der Eurofighter Typhoon als schnelle und bewährte Lösung, um die Lücken zu schließen.

Der Eurofighter-Deal: 20 neue Jets aus Großbritannien

Im Oktober 2025 haben Präsident Erdoğan und Premierminister Starmer in Ankara einen Vertrag über 20 neue Eurofighter Typhoon aus britischer Produktion bei BAE Systems unterzeichnet. Der Deal hat ein Volumen von 8 Milliarden Pfund (etwa 9 Milliarden Euro) und wurde nach einer deutschen Exportfreigabe ermöglicht.

Erste Auslieferungen sind für das Jahr 2030 geplant, wobei eine optionale Erweiterung des Vertrags möglich ist. Die neuen Jets ergänzen die sofort verfügbaren gebrauchten Flugzeuge und sichern die europäische Rüstungsindustrie vor Produktionslücken.

Finanzielle Bewertung und Kritik

Analysten kritisieren den Preis als „unverschämt hoch“. Ein Marktbeobachter erklärte: „Der Preis von acht Milliarden Pfund für 20 Jets ist unverschämt hoch, selbst wenn Munition und Training inkludiert sind“ ( Marketscreener 2025 ).

Gebrauchte Eurofighter aus Katar und Oman – Schnelllieferungen

Parallel zum Neubeschaffungsprogramm plant die Türkei den Kauf von insgesamt 24 gebrauchten Eurofighter Typhoon:

  • 12 Flugzeuge aus Katar, die sofort lieferbar sind.
  • 12 Flugzeuge aus Oman, die nach einer Modernisierung in die türkische Flotte integriert werden sollen.

Die erste Übergabe der katarischen Jets könnte bereits im Februar 2026 erfolgen. Die omanischen Flugzeuge folgen gestaffelt, sobald die Modernisierungsarbeiten abgeschlossen sind.

Pilotenausbildung und erste Übergaben

Die Ausbildung türkischer Piloten für die Eurofighter hat bereits begonnen. Wie Aerobuzz berichtete, „die Ausbildung der Piloten läuft bereits“ ( Aerobuzz 2026 ), und die ersten Übergaben werden voraussichtlich im Februar 2026 stattfinden.

Strategische Bedeutung für die NATO und die europäische Rüstungsindustrie

Der Eurofighter-Plan dient als Brückenlösung bis zur Einsatzbereitschaft des KAAN im Jahr 2028. Durch die Kombination aus neuen und gebrauchten Jets kann die Türkei ihre NATO-kompatible Luftverteidigung aufrechterhalten und gleichzeitig die europäische Produktionskapazität stärken, indem Aufträge an BAE Systems und andere Lieferanten gesichert werden.

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Risiken und offene Fragen

  • Politische Risiken: Die deutsche Exportblockade, die bis Juli 2025 wegen Menschenrechtsbedenken bestand, wurde aufgehoben ( Deutschlandfunk 2025 ), doch anhaltende NATO-Spannungen um das S-400-System könnten zukünftige Lieferungen beeinflussen.
  • Modernisierungsrisiken: Die omanischen Jets benötigen eine Aufrüstung; Verzögerungen könnten die vollständige Flottengröße von 44 Flugzeugen beeinträchtigen.
  • Finanzielle Belastung: Das Gesamtvolumen von 9,14 Milliarden Euro für 44 Jets wird von einigen Analysten als hoch bewertet, wobei ein direkter Kostenvergleich zu anderen Deals fehlt.

Fazit

Mit dem Kauf von 20 neuen und 24 gebrauchten Eurofighter Typhoon schafft die Türkei eine robuste Übergangsflotte, die bis zur vollen Einsatzfähigkeit des heimischen KAAN-Jets im Jahr 2028 die Luftverteidigung gewährleistet. Der Deal stärkt die NATO-Verteidigung, unterstützt die europäische Rüstungsindustrie und schließt die Lücken der alternden F-16-Flotte. Gleichzeitig bleiben politische und technische Risiken bestehen, insbesondere im Hinblick auf die Modernisierung der omanischen Jets und die anhaltenden Spannungen rund um das S-400-System.

Quellen

  • Deutschlandfunk – Türkei unterschreibt Eurofighter-Vertrag (28.10.2025)
  • Euronews – Eurofighter-Deal mit Großbritannien (28.10.2025)
  • Marketscreener – Preis-Kritik an Eurofighter-Deal (2025)
  • Aerobuzz – Pilotenausbildung für Eurofighter (2026)
  • MilitärAktuell – Gesamtbeschaffung von 44 Eurofighter (2025)

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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