Skip to content
Defence-Tech.de

Defence-Tech.de

  • Starteite
  • Kategorien
    • News
    • Verteidigungstechnologieentwicklung und Innovation
    • Strategische und operative Verteidigungsplanung
    • Autonome Systeme und Robotik
    • Cybersicherheit und digitale Verteidigung
    • Drohnen und unbemannte Überwachungssysteme
  • Leitbild & Qualität
  • Kontakt

Defence-Tech.de

Startseite » Neuigkeiten

Teledyne FLIR Ranger Radar: Schnellere Drohnen-Erkennung dank Fast-Scan-Technologie und KI

Teledyne FLIR Ranger Radar: Schnellere Drohnen-Erkennung dank Fast-Scan-Technologie und KI

8. Februar 2026 von Michael Bauer

Teledyne FLIR hat seine Ranger-Radar-Familie mit einer neuen Fast-Scan-Technologie und KI-gestützten Algorithmen ausgestattet. Die beiden Varianten R8-3DX und R20SS erhalten damit deutlich höhere Scan-Raten, verbesserte Zielerkennung und eine erweiterte Reichweite – ein entscheidender Fortschritt für Grenzsicherung, Force-Protection und Counter-UAS-Operationen.

Fast-Scan-Technologie: Vergleich alte vs. neue Scan-Rate

Der wichtigste Unterschied liegt in der Drehgeschwindigkeit des Rotors. Vor 2026 betrug die Scan-Rate des R8-3DX lediglich 8° / s, was rund 1,3 Umdrehungen pro Minute (RPM) entspricht. Durch die Fast-Scan-Erweiterung wird die Drehzahl auf 60 RPM erhöht – ein Sprung von viermal pro Sekunde über die gesamte 360°-Abdeckung.

  • Alte Scan-Rate (R8-3DX): 8° / s (≈ 1,3 RPM)
  • Neue Scan-Rate (R8-3DX): 60 RPM (360° in 6 s)
  • Steigerung der Höhenabdeckung: +20 % (Reduktion des „Cone of Silence“)
  • R20SS: 30 RPM (bis zu viermal schneller als das Vorgängermodell)

„Die Fast-Scan-Technologie verdoppelt die Drehzahl des R8-3DX auf 60 RPM und steigert die Höhenabdeckung um 20 Prozent, wodurch der ‚Cone of Silence‘ minimiert wird“ (Teledyne FLIR, 2026).

Technische Erkennungsgrenzen und KI-Funktionen

Mit den neuen Algorithmen kann das R8-3DX selbst sehr langsame Ziele erkennen. Die minimale radiale Geschwindigkeit liegt bei 0,1 m / s – ausreichend, um langsame Drohnen oder schwebende Lasten zu erfassen. Die KI-gestützte Klassifikation filtert zuverlässig Vögel und andere Nicht-Bedrohungen heraus, sodass Operatoren nur relevante Alarme erhalten.

  • Minimale Zielgeschwindigkeit: 0,1 m / s (2026)
  • Simultane Tracks (R8-3DX): über 500 Drohnen
  • Simultane Tracks (R20SS): bis zu 512 Ziele
  • Reichweite R20SS: 60 km (Personen, Fahrzeuge, Boote)

„These enhancements represent a major leap forward in radar performance“, betont Pierre Poitevin, Vice President of Radar Systems bei Teledyne FLIR. „By increasing scan speed and vertical coverage without sacrificing accuracy, we’re giving customers the confidence and capability they need to detect targets faster.“

Praxisnutzen für Grenzsicherung und C-UAS-Operationen

Die beschleunigte Scan-Rate verkürzt die Reaktionszeit bei drohenden Schwarmangriffen oder Hochflugdrohnen erheblich. Durch vier Abtastungen pro Sekunde kann das System frühzeitig Warnungen ausgeben und die Verfolgungsgenauigkeit verbessern. Die erweiterte Höhenabdeckung reduziert blinde Flecken, was besonders bei der Überwachung großer Grenzabschnitte von Vorteil ist.

Der bodengestützte R20SS ergänzt das mobile R8-3DX, indem er bis zu 60 km entfernte Ziele am Boden, auf See und in der Luft erfasst. Beide Systeme arbeiten 24 / 7, unabhängig von Lichtverhältnissen, und sind dank FMCW-Technologie auch bei Nebel und Regen zuverlässig.

FAQ zur neuen Scan-Rate und Wettertoleranz

Wie viel schneller ist die neue Scan-Rate im Vergleich zur alten?

Der R8-3DX steigt von 8° / s (ca. 1,3 RPM) auf 60 RPM, während der R20SS 30 RPM erreicht – das entspricht vier Abtastungen pro Sekunde (Teledyne FLIR, 2026).

Funktioniert das Radar bei schlechtem Wetter?

Ja. Beide Modelle operieren rund um die Uhr in fast allen Wetterbedingungen, inklusive Nebel und Regen, dank der FMCW-Technologie (Teledyne FLIR, 2026).

Anzeige* Venture Diligence - Startup Analysen Venture Diligence - Startup Analysen

Risiken und Gegenmaßnahmen

Obwohl die Leistungssteigerungen beeindruckend sind, gibt es einige Punkte, die Betreiber beachten sollten:

  • Abhängigkeit von Software-Updates: Die KI-Algorithmen benötigen regelmäßige Aktualisierungen, um neue Bedrohungsprofile zu integrieren.
  • Hardware-Limits bei Extremwetter: Sehr starke Regenfälle oder Schnee können die Radarleistung beeinträchtigen; Tests unter lokalen Bedingungen sind empfehlenswert.
  • Trainingsdaten für KI-Klassifikation: Die Genauigkeit hängt von qualitativ hochwertigen Datensätzen ab; kontinuierliches Training erhöht die Zuverlässigkeit.

Fazit

Die Fast-Scan-Aufrüstung der Ranger-Radar-Serie R8-3DX und R20SS stellt einen signifikanten technologischen Fortschritt dar. Mit bis zu 60 RPM, einer 20 %-igen Erhöhung der Höhenabdeckung und KI-gestützter Filterung von Fehlalarmen ermöglichen die Systeme schnellere, präzisere und robustere Drohnen-Erkennung – ein entscheidender Vorteil für moderne Grenz- und Luftverteidigungsaufgaben.

Quellen

  • Teledyne FLIR Launches ‚Faster, Smarter‘ Ranger Radars – The Defense Post, 2026-02-06. https://thedefensepost.com/2026/02/06/teledyne-flir-ranger-radars/
  • Teledyne FLIR upgrades Ranger software with fast scan technology – Unmanned Airspace, 2026-02-06. https://www.unmannedairspace.info/counter-uas-systems-and-policies/teledyne-flir-upgrades-ranger-software-with-fast-scan-technology/
  • Ranger® R20SS – Teledyne FLIR Defense, 2026. https://defense.flir.com/defense-products/ranger-r20ss/
  • Teledyne FLIR Defense Announces Major Radar Capability Upgrades – Teledyne FLIR Defense, 2026-02-06. https://defense.flir.com/about/news/teledyne-flir-defense-announces-major-radar-capability-upgrades-boosting-speed-accuracy-and-drone-detection/

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

Post navigation

Vorheriger Beitrag:

Kooperation zwischen KNDS Deutschland und TYTAN Technologies: Drohnenabwehr für militärische Landsysteme

Netzwerke & Treffen

  • Based: Defence & Dual-Use Innovation Platform
  • European Defense Tech Hackathon
  • Munich Security Breakfast

Neueste Beiträge

  • Teledyne FLIR Ranger Radar: Schnellere Drohnen-Erkennung dank Fast-Scan-Technologie und KI
  • Kooperation zwischen KNDS Deutschland und TYTAN Technologies: Drohnenabwehr für militärische Landsysteme
  • KNDS und TYTAN Technologies stärken europäische Drohnenabwehr – neue C-UAS-Standards für militärische Landsysteme
  • Neue Beschaffungsentscheidung im CaMo-Programm: Gesamtzahlen, industrielle Zusammenarbeit und NATO-Beitrag
  • IntelliSwarm von Palladyne AI: Schnelle Integration, erster autonomer Schwarmflug und strategischer USAF-Vertrag
  • Technische Überlegenheit der CH-53K „Pereh“ gegenüber der alten CH-53 „Yas’ur“ – Integration israelischer Systeme von Elbit
  • FFG erweitert Produktion: Das neue Werk 3 in Handewitt und seine Bedeutung für die europäische Verteidigungsindustrie
  • Vorschlag für ein US-Verteidigungsbudget von 1,5 Billionen Dollar im Fiskaljahr 2027 – Chancen, Finanzierung über Reconciliation und politische Rahmenbedingungen
  • America First Arms Transfer Strategy: Wie die neue Executive Order die US-Rüstungsindustrie transformiert
  • Shield AI und ST Engineering stärken Singapurs autonome Drohnenfähigkeiten – Partnerschaft, Erweiterungen und globale Perspektiven

Informationen

  • Datenschutz
  • Impressum
  • Kontakt
  • Leitbild & Qualität
  • Sitemap
© 2026 Defence-Tech.de

Defence Tech, die Schnittstelle zwischen modernster Technologie und Verteidigung, umfasst innovative Entwicklungen in den Bereichen Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnentechnologie und autonome Waffensysteme. In einer zunehmend komplexen geopolitischen Lage, in der Bedrohungen nicht mehr nur physisch, sondern auch digital existieren, spielt Defence Tech eine tragend Rolle für die nationale Sicherheit, militärische Effizienz und den Schutz kritischer Infrastrukturen. Darüber zu berichten ist uns daher wichtig, um Transparenz zu schaffen, ethische Fragen zu beleuchten und technologische Fortschritte sowie deren globale Auswirkungen zu verstehen.