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Schmiede Schmidberger liefert 80 Rüstungen für die Schweizergarde

Schmiede Schmidberger liefert 80 Rüstungen für die Schweizergarde

15. Juli 2026 von Anna Schröder

Die Schmiede Schmidberger in Molln, Oberösterreich, hat im Jahr 2006 für die Päpstliche Schweizergarde 80 handgefertigte Rüstungen produziert – ein eindrucksvoller Beleg für die Bedeutung traditioneller Schmiedekunst in einem modernen Kontext.

Tradition und Geschichte der Schmiede Schmidberger

Seit rund 200 Jahren befindet sich die Schmiede im Familienbesitz und pflegt ein Handwerk, das über Generationen weitergegeben wurde. Maximilian Müller berichtet in der Oberösterreichischen Nachrichten, dass die lange Tradition der Schmiede ein zentrales Element ihrer Identität sei (Quelle S1).

Herstellung von Rüstungen für die Schweizergarde

Im Zuge einer Großbestellung von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006 wurden 80 Rüstungen für die Schweizergarde gefertigt. Der Auftrag stellte einen Meilenstein dar und verdeutlichte die hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, handgefertigten Schutzkleidungen.

  • Ausgangsmaterial: Schwarzblech, bis zu 3 mm dick (Quelle S3).
  • Materialstärken: Brustteil 3 mm, Rücken 1,5 mm, bewegliche Teile ca. 1 mm.
  • Arbeitsaufwand: 100 Stunden für die Mannschaftsversion, 350-400 Stunden für die Offiziersversion (Quelle S2).

„Wir sind eher nur auf der traditionellen Seite“, erklärt Johann Schmidberger, während er die Verwendung von Steinkohle und die manuelle Bearbeitung betont.

Technische Anforderungen – Schmiedetemperatur und Qualität

Die Schmiedetemperatur liegt zwischen 900 °C und 1 300 °C. Bei Temperaturen unter 900 °C wird das Metall zu hart und lässt sich nicht mehr verformen. „Ist man runter auf die 900 Grad, dann muss man es wieder erhitzen, weil sonst wird das Material zu fest“, erläutert Schmidberger (Quelle S3).

Die präzise Temperaturkontrolle ist entscheidend für die Bearbeitbarkeit und Langlebigkeit der Waffen und Rüstungen.

Wirtschaftliche Aspekte und Risiken

Die Finanzierung der Rüstungen erfolgt über ein Netzwerk von Sponsoren, von Arbeitern bis zu Großindustriellen. Trotz stabiler Auftragslage warnt ein Analyst, dass der Markt für handgefertigte Rüstungen schwinden könnte, da zunehmende Automatisierung und Massenproduktion in anderen Branchen die handwerkliche Schmiedekunst unter Druck setzen.

„Für uns passt es“, meint Johann Schmidberger, wenn er die nachhaltige Nachfrage nach maßgeschneiderten Rüstungen beschreibt.

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Schnellüberblick:

Wie lange dauert die Herstellung eines Harnischs für die Mannschaft?

Etwa 100 Stunden Arbeitszeit.

Wie viele Rüstungen wurden 2006 für die Schweizergarde gefertigt?

Insgesamt 80 Stück.

Welche Temperaturbereiche sind für das Schmieden optimal?

Zwischen 900 °C und 1 300 °C.

Wie dick ist das Stahlblech des Brustteils?

Bis zu 3 mm Dicke.

Welche Risiken bestehen für die Zukunft der handgefertigten Rüstungen?

Der steigende Trend zur Automatisierung könnte die Nachfrage nach traditionellen, handgefertigten Rüstungen reduzieren.

Quellen

  • https://www.nachrichten.at/geschichte/schmiede-schmidberger/2023/
  • https://www.kathpress.at/ruestungen-schweizergarde/2023/
  • https://www.schmiede-fachmagazin.at/materialkunde/2023/

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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