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Bundeswehr entwickelt erstes Hochenergielaserwaffensystem – Kosten, Technologie und globale Bedeutung

Die Bundeswehr steht kurz davor, ein hochmodernes Hochenergielaserwaffensystem (HLWS) einzusetzen - ein Durchbruch, der sowohl technologische als auch wirtschaftliche Vorteile verspricht. Das System, das seit 2018 entwickelt wird und 2029 einsatzbereit sein soll, richtet sich gegen Luft-, See- und Landziele und adressiert damit die wachsende Bedrohung durch Drohnen und komplexe militärische Szenarien.

3 Min. Lesezeit

Technologischer Durchbruch: Das Hochenergielaserwaffensystem (HLWS)

Das HLWS ist die erste Laserwaffe, die für die Bundeswehr entwickelt wird. Die Präsidentin des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), Annette Lehnigk-Emden, unterschrieb einen Vertrag mit MBDA Deutschland GmbH und Rheinmetall Waffe Munition GmbH, um das System zu realisieren. Sie betont: “Wirklaser haben das Potenzial zu einer wirksamen und effizienten Zielbekämpfung. Wo Drohnen und komplexe Bedrohungsszenarien bewährte Verteidigungssysteme an ihre Grenzen bringen, rücken Laserwaffensysteme zunehmend in den Fokus militärischer Entwicklung und Erprobung.” Das Projekt begann 2018, ein Demonstrator namens HoWiSM wurde 2022 auf der Fregatte “Sachsen” installiert und über ein Jahr in Nordsee, Ostsee und Mittelmeer getestet.

Wirtschaftliche Vorteile von Laserwaffen gegenüber konventionellen Systemen

Laserwaffen bieten eine kosteneffiziente Alternative zu herkömmlichen Raketensystemen. Während ein konventioneller Lenkflugkörper mehrere hunderttausend Euro pro Einsatz kosten kann, belaufen sich die Betriebskosten einer Laserwaffe laut Schätzung auf lediglich 1-2 Euro pro Schuss. Dieser Unterschied macht Laserwaffen besonders attraktiv für den langfristigen Einsatz.

  • Kosten pro Schuss (Laser): 1-2 Euro (2022)
  • Kosten pro Schuss (konventioneller Lenkflugkörper): mehrere hunderttausend Euro

Die Kosten für den Einsatz von Hochenergielaserwaffensystemen sind entscheidend für ihre Attraktivität im Vergleich zu konventionellen Waffen. Während eine herkömmliche Lenkwaffe mehrere hunderttausend Euro pro Einsatz kosten kann, belaufen sich die Betriebskosten einer Laserwaffe auf nur 1-2 Euro pro Schuss. Dieser signifikante Unterschied könnte die Bundeswehr dazu ermutigen, die Technologie weiter auszubauen und in der operativen Praxis zu nutzen.

Globale Entwicklung von Laserwaffen

Die Entwicklung von Laserwaffen nimmt weltweit zu. Mehr als zehn Länder, darunter die USA, China, Israel und weitere, haben bereits Laserwaffensysteme im Einsatz oder in der Entwicklung. Igal Helemski, Experte für Drohnenschutz, betont: “Laserwaffen als zusätzlicher Schutz vor Drohnen.” Diese internationale Dynamik unterstreicht die strategische Relevanz des deutschen HLWS als Teil eines globalen Trends.

  • Anzahl der Länder mit Laserwaffensystemen: 10+ (2023)
  • Wichtige Akteure: USA, China, Israel, weitere Entwicklungsnationen

Auch Start-ups arbeiten an der Technologie: Ground A aus Düsseldorf entwickelt mit dem GA 1000 ein KI-gestütztes mobiles Lasersystem zur Drohnenabwehr.

Testphase und Leistungsdaten des HLWS

Im Rahmen der Erprobungsphase wurden im Jahr 2023 über 28 000 Seemeilen zurückgelegt und mehr als 100 Testschüsse erfolgreich abgegeben. Die Tests erfolgten unter realen Umweltbedingungen und belegen die Funktionsfähigkeit des Systems in maritimen Szenarien.

  • Zurückgelegte Seemeilen: 28 000 (2023)
  • Erfolgreich abgegebene Testschüsse: 100+ (2023)

Herausforderungen und Risiken

Ein zentrales Risiko besteht in der technologischen Abhängigkeit von Energiequellen. Die Effektivität von Laserwaffen hängt stark von der verfügbaren Energie ab, was potenzielle Grenzen in der Einsatzbereitschaft implizieren kann.

  • Technologische Abhängigkeit von Energiequellen
  • Notwendigkeit zuverlässiger Stromversorgung für den Einsatz in Feldbedingungen

Schnellüberblick

Wie präzise sind Laserwaffen?

Laserwaffen bieten durch ihre fokussierte Energie eine hohe Präzision, die es ermöglicht, spezifische Zielbereiche ohne Kollateralschäden zu treffen.

Wann wird das HLWS einsatzbereit sein?

Die Indienststellung des Hochenergielaserwaffensystems ist für das Jahr 2029 geplant.

Quellen · 2

Stand: 18.10.2026
  1. militaertechnik.com laserwaffen
  2. f35.com f35/about/5th-gen-capabilities.html
Dr. Lena Hoffmann

Dr. Lena Hoffmann ist seit über einem Jahrzehnt spezialisierte Journalistin im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Sie verfügt über einen Doktortitel in Internationalen Sicherheitsstudien und war zuvor Redakteurin für strategische Technologieanalysen in führenden Fachmedien. Dr. Hoffmann berichtet bei Defence-Tech.de über technologische Innovationen, strategische Programme in NATO- und EU-Kontext sowie über ethische Fragestellungen bei der Integration neuer Systeme in moderne Streitkräfte. Ihre Artikel zeichnen sich durch präzise Recherche, faktenbasierte Analyse und globale Perspektiven aus.

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