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HENSOLDT erhält Aufträge über 400 Millionen Euro für digitale Optronik in Schakal und Leopard 2 A8

HENSOLDT erhält Aufträge über 400 Millionen Euro für digitale Optronik in Schakal und Leopard 2 A8

6. Februar 2026 von Dr. Lena Hoffmann

Die deutsche Rüstungsindustrie hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: HENSOLDT wurde von der KNDS-Gruppe mit Aufträgen im Gesamtvolumen von mehr als 400 Millionen Euro für digitale Optroniksysteme ausgestattet. Die Aufträge betreffen den Radschützenpanzer BOXER RCT 30 – im Volksmund „Schakal“ – sowie den Kampfpanzer Leopard 2 A8. Beide Programme stehen im Kontext der Modernisierung der Bundeswehr und treiben den Übergang zu softwaredefinierten Verteidigungssystemen voran.

Digitale Optronik für den Radschützenpanzer Schakal (Boxer RCT 30)

Der Schakal basiert auf der bewährten GTK-Boxer-Plattform und ist mit dem Puma-Turmsystem ausgestattet. Er dient als hochmobiler Schützenpanzer für die Infanterieunterstützung. HENSOLDT liefert für rund 288 Fahrzeuge komplette Optronik-Sätze im Wert von etwa 290 Millionen Euro.

Technische Details und Lieferumfang

  • PERI RTWL HD – digitales Kommandantensichtgerät für Rundumaufklärung
  • WAO HD – digitales Richtschützensichtgerät mit erweiterter Reichweite
  • MUSS – Multifunctional Self-Protection System
  • Monitore zur Darstellung der Videostreams

Alle Komponenten sind softwarefähig, austauschbar und können über zentrale Schnittstellen in das Puma-Turmsystem integriert werden. Die Auslieferung startet im vierten Quartal 2027, nachdem Prototypen bereits 2025 an den PUMA-Turm geliefert wurden.

Digitale Sichtsysteme für den Kampfpanzer Leopard 2 A8

Leopard 2 A8 ist die Weiterentwicklung des Leopard 2 A7V und verfügt über verbesserte Elektronik sowie Sensorik. HENSOLDT liefert 178 Sätze für die deutsche Flotte – ein Teil der flächendeckenden Digitalisierung von insgesamt 301 digitalen Sichtsystemen.

Flottenweite Digitalisierung

  • PERI RTWL HD – digitales Periskop für präzise Zielerfassung
  • FERO Z18 – Zusatzvisier für Richtschützen
  • Spectus II – Sensorkopf für Bildfusion
  • ATTICA GL – Wärmebildgerät
  • EMES OPO – Entfernungsmess- und Einschießsystem

Durch die einheitliche Software-Architektur können die Systeme plattformübergreifend eingesetzt und im Feld schnell aktualisiert werden. Das Gesamtvolumen des Leopard-Auftrags beträgt mehr als 110 Millionen Euro.

Bedeutung für Software-Defined Defence

Beide Programme illustrieren die zentrale Rolle digitaler Optronik in der Modernisierung der Bundeswehr-Fahrzeuge. Die softwarefähigen Sensoren ermöglichen Bilddatenfusion, Videotracking und die Vernetzung mit Führungs- und Wirksystemen – entscheidende Bausteine einer vernetzten, zukunftsfähigen Gefechtsplattform.

„Die parallelen Aufträge für Schakal und LEOPARD 2 A8 zeigen, dass digitale Optronik heute ein zentraler Enabler für Software-Defined Defence ist. Mit unseren plattformübergreifend einsetzbaren, softwarefähigen Sichtsystemen schaffen wir die Grundlage für vernetzte, zukunftsfähige Gefechtsfahrzeuge und stärken nachhaltig die Einsatzbereitschaft moderner Streitkräfte“, sagte Christina Canitz, Head of Optronics Division bei HENSOLDT.

Marktreaktion und Risiken

Trotz der Auftragsvolumina reagierte der Markt nicht ausschließlich positiv. Am 04.02.2026 fiel der HENSOLDT-Aktienkurs leicht um 0,37 % auf 80,15 € (Finanzen.ch). Analysten führen dies auf mögliche Lieferverzögerungen und Margendruck zurück.

Ein weiterer Risikofaktor ist der Lieferzeitpunkt: Die Serienauslieferung beginnt erst 2027, wobei Prototypen bereits verfügbar sind. Verzögerungen in der Serienproduktion könnten die Einsatzplanung der Bundeswehr beeinflussen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Radschützenpanzer Schakal?

Der Schakal ist ein Radschützenpanzer auf Boxer-Plattform mit Puma-Turm, optimiert für Mobilität und Infanterieunterstützung. HENSOLDT rüstet 288 Einheiten mit digitaler Optronik aus (HENSOLDT-Mitteilung, 04.02.2026).

Welche Systeme liefert HENSOLDT für Leopard 2 A8?

PERI RTWL HD, FERO Z18, Spectus II, ATTICA GL und EMES OPO in 178 Sätzen, ergänzt auf 301 für die gesamte Flotte (Finanznachrichten, 04.02.2026).

Wann starten die Auslieferungen?

Die Serienauslieferung beginnt ab 2027, mit dem Serienstart für den Schakal im vierten Quartal 2027. Prototypen für den Puma-Turm wurden bereits ausgeliefert (HENSOLDT-Mitteilung).

Statistiken und Kennzahlen im Überblick

  • Auftragsvolumen Schakal: 290 Millionen Euro (2026)
  • Auftragsvolumen Leopard 2 A8: >110 Millionen Euro (2026)
  • Gesamtvolumen aller Aufträge: >400 Millionen Euro (2026)
  • Anzahl Optronik-Sätze Schakal: 288 Sätze (2026)
  • Anzahl Optronik-Sätze Leopard 2 A8: 178 Sätze (2026)
  • Gesamtzahl digitaler Sichtsysteme für Leopard 2: 301 Sätze (2026)

Fazit

Die Aufträge von KNDS belegen, dass digitale Optronik ein entscheidender Enabler für die zukünftige, softwaredefinierte Verteidigung der Bundeswehr ist. Durch die Bereitstellung von über 400 Millionen Euro an hochmodernen Sichtsystemen werden sowohl der Radschützenpanzer Schakal als auch der Kampfpanzer Leopard 2 A8 signifikant modernisiert. Die softwarefähige Architektur ermöglicht Interoperabilität, schnelle Updates und eine verbesserte Situationswahrnehmung – zentrale Faktoren für die Kampfkraft und Überlebensfähigkeit moderner Gefechtsfahrzeuge. Gleichzeitig zeigen Marktreaktionen und die geplanten Liefertermine, dass Investoren und Betreiber die Risiken von Lieferverzögerungen und Margendruck nicht außer Acht lassen. Insgesamt markiert der Auftrag einen wichtigen Schritt in Richtung einer vernetzten, digitalisierten Bundeswehr.

Quellen

  • Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ): https://www.hz.de/lokales/nachbarschaft/hensoldt-erhaelt-400-millionen-auftrag-fuer-digitale-panzer-optronik
  • Finanznachrichten.de (Dow Jones): https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-02/67611027-hensoldt-erhaelt-von-knds-auftraege-fuer-digitale-panzer-optronik-015.htm
  • Finanzen.ch: https://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/hensoldt-aktie-dennoch-im-minus-knds-auftraege-erhalten-rheinmetall;-renk-&-co-im-blick-1035783189

Dr. Lena Hoffmann

Dr. Lena Hoffmann ist seit über einem Jahrzehnt spezialisierte Journalistin im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Sie verfügt über einen Doktortitel in Internationalen Sicherheitsstudien und war zuvor Redakteurin für strategische Technologieanalysen in führenden Fachmedien. Dr. Hoffmann berichtet bei Defence-Tech.de über technologische Innovationen, strategische Programme in NATO- und EU-Kontext sowie über ethische Fragestellungen bei der Integration neuer Systeme in moderne Streitkräfte. Ihre Artikel zeichnen sich durch präzise Recherche, faktenbasierte Analyse und globale Perspektiven aus.

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