LUNA NG (HUSAR) – Erfolgreiche Erprobung der vernetzten Aufklärungsdrohne der Bundeswehr
Im Gefechtsübungszentrum Heer in Sachsen-Anhalt hat die Bundeswehr gemeinsam mit Rheinmetall die unbemannte Luftfahrzeugplattform LUNA NG – im Projekt unter dem Namen HUSAR (Hocheffizientes Unbemanntes System zur Aufklärung mittlerer Reichweite) – erfolgreich erprobt. Die Testreihe demonstrierte, wie die Drohne im Aufklärungs- und Wirkverbund zusammen mit anderen unbemannten Systemen die Sensor -to-Shooter-Kette verkürzt und damit zentrale Anforderungen moderner, vernetzter Kriegsführung erfüllt.
Technische Daten der LUNA NG – Ein Überblick
Die von Rheinmetall entwickelte Drohne kombiniert Ausdauer, Reichweite und geringe Geräuschentwicklung. Alle Angaben stammen aus den Hersteller- und Fachmedienberichten.
- Flugzeit: mehr als 12 Stunden
- Maximale Flughöhe: bis zu 5.000 m
- Spannweite: 5,34 m
- Startgewicht: 110 kg
- Typische Aufklärungsgeschwindigkeit: 90 km/h
- Maximale Geschwindigkeit: 130 km/h
- Antrieb: schwerer Kraftstoff-Wankel-Drehkolbenmotor mit Einspritzung, Flüssigkeitskühlung und Starter-Generator
- Startverfahren: Katapultstart, autonome Landung
Flugzeit und Reichweite
Mit einer Flugzeit von über 12 Stunden und einer maximalen Flughöhe von 5.000 m ist die LUNA NG für persistente Überwachung großer Einsatzgebiete konzipiert. Die lange Ausdauer ermöglicht es, kontinuierliche Lagebilder zu erzeugen, ohne häufige Wiederauffüllungen.
Antrieb und Startverfahren
Der schwere Kraftstoff-Wankel-Motor sorgt für hohe Ausdauer und Zuverlässigkeit. Wie Army Recognition berichtet, „wird sie von einem schweren Kraftstoff-Wankel-Motor mit Flüssigkeitskühlung angetrieben, was hohe Ausdauer gewährleistet“. Der Katapultstart und die autonome Landung machen das System brigadetaktisch einsetzbar.
Integration in das C2-UMS Bw und Sensor-to-Shooter-Prozess
Das Command & Control Unmanned Management System Bundeswehr (C2-UMS Bw) dient als zentrales Führungs- und Kontrollsystem für unbemannte Systeme.
Rheinmetall betont: „LUNA NG liefert hochauflösende Daten und Lagebilder über große Gebiete“. Durch die Vernetzung konnten Zielerkennung, Markierung und Bekämpfung deutlich schneller durchgeführt werden.
Bedeutung des Aufklärungs- und Wirkverbunds für die Bundeswehr
Im Rahmen des Aufklärungs- und Wirkverbunds wurden ausschließlich unbemannte Systeme von der Zielerkennung bis zur Zielbekämpfung eingesetzt. Die Tests zeigten, dass die Kombination aus Drohnen und Loitering-Munition die Reaktionszeit auf kurzfristige Aufträge signifikant verkürzt.
- Reduzierte Zeit für Zielerkennung, Markierung und Bekämpfung
- Live-Verfügbarkeit von Sensorinformationen für Bodeneinheiten
- Vollständiges Lagebild in Echtzeit für die Truppen am Boden
Die übrigen an das C2-UMS Bw angebundenen Systeme profitierten von den hochauflösenden Zielinformationen, die von LUNA NG bereitgestellt wurden.
Bewertung und Ausblick – Chancen und Grenzen
Die Erprobung bestätigt die Eignung der LUNA NG als taktisches ISR-System (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) auf Brigadenebene. Gleichzeitig weisen die Herstellerangaben darauf hin, dass unabhängige Bestätigungen durch die Bundeswehr noch ausstehen. Der Bericht weist darauf hin, dass Drohnenschwärme weltweit neu und wenig erprobt sind, sodass die Skalierbarkeit in realen Szenarien noch unklar bleibt.
Ein kritischer Hinweis lautet: „Leser sollten die Ergebnisse als Herstellerperspektive einordnen, da operative Einführung weitere Tests erfordert“. Dennoch verdeutlicht die Testreihe die Relevanz vernetzter unbemannter Systeme für zukünftige Operationen.
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Fazit
Die erfolgreiche Erprobung der LUNA NG (HUSAR) im Aufklärungs- und Wirkverbund zeigt, dass die Kombination aus langer Ausdauer, hoher Flughöhe und moderner Vernetzung das Sensor-to-Shooter-Konzept der Bundeswehr entscheidend voranbringt. Durch die Anbindung an das C2-UMS Bw liefert die Drohne Echtzeit-Lagebilder, reduziert die Reaktionszeit und erweitert die taktischen Möglichkeiten auf Brigadenebene. Während weitere unabhängige Tests nötig sind, um die operative Einsatzfähigkeit vollständig zu bestätigen, markiert die LUNA NG einen wichtigen Schritt hin zu einer vernetzten, unbemannten Kampfweise.
