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Russland und China stärken Irans Luftverteidigung – Ausrüstung, Übungen und geopolitische Folgen

Russland und China stärken Irans Luftverteidigung – Ausrüstung, Übungen und geopolitische Folgen

21. Februar 2026 von Michael Bauer

Während die Spannungen zwischen dem Iran, Israel und den USA neue Höchststände erreichen, zeigen aktuelle Lieferungen und gemeinsame Manöver, wie stark Russland und China die iranische Luftverteidigung ausbauen. Die Kombination aus russischen Langstrecken-SAMs, chinesischen Radarsystemen, technologischem Know-how und groß angelegten Marineübungen schafft ein mehrschichtiges Verteidigungsnetz, das regionale Sicherheitsdynamiken, die globale Energieversorgung und die Stabilität einer zunehmend multipolaren Weltordnung beeinflusst.

Russische Lieferungen und technische Integration

Russland ist seit Jahren ein zentraler Lieferant fortschrittlicher Luftabwehrsysteme für den Iran. Das wichtigste Beispiel ist das S-300PMU-2, das 2016 an Teheran übergeben wurde. Offene Berichte aus den Jahren 2024-2025 zeigen, dass der Iran bereits mit der Erprobung von S-400-Komponenten begonnen hat, obwohl eine vollständige Integration bislang nicht bestätigt ist.

„Russland lieferte S-300PMU-2 (2016) und testet S-400-Komponenten seit 2024/2025.“ – Defence Network

Der Einfluss russischer Konstruktionen ist zudem in heimischen Systemen erkennbar. Der iranische Bavar-373 wird allgemein als Ableitung der S-300-Familie angesehen und profitierte von technischer Hilfe aus Russland (und teilweise aus Nordkorea). Seit 2024 hat Russland die iranischen S-300-Batterien in sein Satelliten- und Radar-Frühwarnnetz integriert, wodurch ein vernetztes Frühwarnsystem entsteht, das über isolierte Batterien hinausgeht.

  • 2016: Lieferung von S-300PMU-2 an den Iran (S1)
  • 2024-2026: Tests von S-400-Komponenten und Integration der S-300 in das russische Frühwarnnetz (S2)
  • Technische Basis für Bavar-373 aus russischer S-300-Architektur

Chinesische Unterstützung: Radare, BeiDou und Raketen

China ergänzt die russische Ausrüstung vor allem im mittleren und unteren Verteidigungsschicht. Das fortschrittliche Luftsuchradar YLC-8B wurde bereits an den Iran geliefert und verbessert die Erkennung weit entfernter und schwerer Ziele. Zusätzlich drängt Peking auf die Umstellung von GPS auf das eigene Satellitennavigationssystem BeiDou, um die Unabhängigkeit der iranischen Luftverteidigung von westlichen Infrastrukturen zu erhöhen.

„China lieferte Radars wie YLC-8B und drängt auf BeiDou-Integration.“ – Defence Network

Nach dem zwölftägigen israelisch-US-Krieg 2025 intensivierte China die Zusammenarbeit im Bereich boden-zu-boden-Raketen. Das System HQ-9B wurde im Rahmen eines Öl-Austauschs geliefert, wobei gleichzeitig Raketenbrennstoff und Anti-Schiff-Raketen nach Iran transportiert wurden.

  • YLC-8B Radarlieferungen (S1)
  • Förderung der BeiDou-Integration für iranische Streitkräfte
  • 2025: Lieferung von HQ-9B und zugehörigem Raketenbrennstoff (S4)

Gemeinsame Marineübung „Maritime Security Belt 2026“

Im Februar 2026 demonstrierten Russland, China und der Iran ihre operative Integration bei der größten gemeinsamen Marineübung im Golf von Oman und der Hormuz-Mündung. Die Übung, benannt als Maritime Security Belt 2026, umfasste unter anderem:

  • Teilnehmer: China, Iran, Russland (erste Beteiligung eines chinesischen Atom-U-Boots) (S3)
  • Lieferungen von China: Raketenbrennstoff, Anti-Schiff-Raketen und Luftverteidigungssysteme
  • Koordination von Luft- und Seestreitkräften, um ein Abschreckungspotenzial zu signalisieren

„China, Iran und Russland führten im Februar 2026 im Golf von Oman und Hormuz-Mündung die größte gemeinsame Übung durch, inklusive chinesischer U-Boote und Raketenlieferungen.“ – News18

Die Übung unterstreicht, dass die Partnerschaft über reine Ausrüstungslieferungen hinausgeht und operative Fähigkeiten gemeinsam entwickelt werden.

Strategische Auswirkungen: Regionale Spannungen und globale Energieversorgung

Die Aufrüstung des Iran durch russische und chinesische Systeme erhöht das Abschreckungspotenzial Teherans gegenüber Israel und den USA. Gleichzeitig entstehen neue Risiken für die weltweite Energieversorgung, da der Golf von Oman und die Hormuz-Mündung zentrale Schifffahrtswege für Erdöl sind. Ein stärkeres iranisches Luftverteidigungssystem könnte im Konfliktfall den Durchfluss von Öl stark beeinträchtigen.

Im Kontext der multipolaren Weltordnung testen die drei Länder ihre Allianzen: Während Russland und China ihre strategische Präsenz im Nahen Osten ausbauen, bleiben sie vorsichtig, keine formellen Interventionszusagen zu geben. Dies wird von israelischen Quellen betont, die die Zurückhaltung Moskaus und Pekings als Hinweis auf ein reines Ausrüstungs- und Übungsengagement interpretieren.

  • US-Verteidigungsbudget 2026: 901 Mrd. USD (S5) – verdeutlicht das finanzielle Umfeld, in dem die USA ihre Präsenz im Nahen Osten sichern wollen.
  • Regionale Spannungen: Eskalation durch verbesserte iranische Luftverteidigung und mögliche Gegenmaßnahmen Israels.
  • Energie: Gefahr von Unterbrechungen in den Öltransporten durch ein stärkeres iranisches Luftabwehrnetz.
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FAQ – häufige Fragen

Wurden S-400-Systeme wirklich an den Iran geliefert?

Offene Berichte deuten auf Komponenten-Tests seit 2024 hin, nach einem möglichen Sanktionsende; eine volle Integration ist jedoch unbestätigt (Apolut, 2025) (S2).

Warum gibt es keine direkte Interventionszusage von Russland oder China?

Beide Länder konzentrieren sich auf den Verkauf von Ausrüstung, technische Unterstützung und gemeinsame Übungen, nicht auf feste Bündnisverpflichtungen. Israelische Quellen betonen diese Vorsicht (Defence Network, 2025) (S1).

Was ist das Bavar-373 wirklich?

Das iranische Langstrecken-SAM wird als Ableitung des russischen S-300-Systems mit zusätzlicher Hilfe aus Nordkorea und China angesehen (Defence Network, 2025) (S1).

Kritische Gegenargumente und Verifizierungsbedarf

Einige Behauptungen bleiben ungeprüft:

  • Unbestätigte YouTube-Behauptungen über chinesische Atom-U-Boote im Iran – primärquellenarm (S3).
  • Keine offiziellen Bestätigungen für die vollständige Lieferung von S-400-Komponenten oder HQ-9B-Systemen; basieren auf Medienberichten (S4).

Leser sollten zwischen bestätigten Fakten und spekulativen Berichten unterscheiden, um Fehlinformationen zu vermeiden.

Fazit

Die Kombination aus russischen Langstrecken-SAMs, chinesischen Radarsystemen, technologischem Transfer und der gemeinsamen Marineübung Maritime Security Belt 2026 zeigt, dass der Iran über ein zunehmend integriertes, mehrschichtiges Luftverteidigungsnetz verfügt. Diese Aufrüstung verstärkt die Abschreckungsfähigkeit Teherans, verschärft jedoch die Spannungen mit Israel und den USA und birgt das Risiko von Störungen in den globalen Öltransporten. Gleichzeitig testen Russland und China ihre strategische Präsenz in einer multipolaren Welt, ohne formelle Interventionszusagen zu geben – ein Hinweis darauf, dass die Partnerschaft primär auf Ausrüstung und operative Zusammenarbeit ausgerichtet ist.

Quellen

  • https://defence-network.com/russland-china-staerken-irans-luftverteidigung/
  • https://apolut.net/konnen-china-und-russland-der-vernichtung-irans-tatenlos-zusehen-von-rainer-rupp/
  • https://www.youtube.com/watch?v=OkhHVSfodio
  • https://de.euronews.com/2025/08/16/krieg-china-iran-raketen-israel
  • https://www.boersennews.de/nachrichten/partner/mediafeed/antimon-preis-verdreifacht-startet-jetzt-der-naechste-rohstoff-run/5044745/

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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