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Valhalla Turrets stellt 20 mm Skythunder auf US Oshkosh FMTV vor

Valhalla Turrets präsentiert im Oktober 2026 die neue Skythunder-Variante mit 20 mm-M197-Gatling auf einem Oshkosh FMTV 6×6-Fahrgestell - ein mobil einsetzbares C-UAS-System, das 20 mm-Kanonenkraft und laser-gelenkte 70 mm-Lenkraketen kombiniert, um Drohnenabwehr für US-Streitkräfte und NATO-Partner zu ermöglichen.

3 Min. Lesezeit

FahrgestelltypOshkosh FMTV 6×6 (M1140-Basis)Kadenz M197 Gatling1.500 Schuss/minSystemgewicht M197ca. 60 kgMündungsgeschwindigkeit M1971.030 m/sMax. Abfangreichweite 70-mm-Lenkwaffen6 km

Modulare Architektur des Skythunder-20 mm

Das System ist als modulares Luftverteidigungspaket konzipiert, das sowohl kinetische als auch lenkbare Effekte kombiniert. Die Grundkonfiguration nutzt die bewährte dreiläufige 20 mm-M197-Gatling, die in militärischen Hubschraubern wie dem AH-1Z Viper eingesetzt wird. Ergänzt wird die Kanone durch laser-gelenkte 70 mm-Raketen, die eine Reichweite von bis zu 6 km abdecken und damit die Lücke zwischen der Kurzstrecken-Kanonenkraft (bis 2 km) und mittleren Distanzen schließen.

Trägerplattform und US-Marktorientierung

Der neue Skythunder nutzt das allradgetriebene Oshkosh FMTV-6×6-Fahrgestell (M1140-Basis), das bereits in den US-Militärlogistikflotten verbreitet ist und gleichzeitig die Basis für das Artillerieraketensystem M142 HIMARS bildet. Diese Plattformwahl signalisiert eine klare Ausrichtung auf Ausschreibungen der US-Streitkräfte und der NATO-Partner, da das Fahrzeug hohe Geländegängigkeit und Interoperabilität mit bestehenden Logistik- und Wartungsstrukturen bietet.

Bewaffnung: 20 mm-M197-Gatling und 70 mm-Lenkraketen

  • Die M197-Gatling ist eine drei-Lauf-Kanone (20 mm × 102 mm), mit einer Feuerrate von 1.500 Schuss pro Minute und einem Munitionsgewicht von rund 60 kg pro System.
  • Sie erreicht eine Mündungsgeschwindigkeit von 1.030 m/s, was eine schnelle Zielerfassung und Abstoßung von Kleinstdrohnen ermöglicht.
  • Die ergänzenden 70 mm-Laser-Lenkraketen, basierend auf Systemen wie APKWS oder Arnold Defense LAND-LGR4, können Ziele bis zu 6 km entfernt bekämpfen und eignen sich sowohl gegen Drohnen als auch gegen leicht gepanzerte Luftziele.

Sensorik und 360-Grad-Radarabdeckung

Auf dem Skythunder-300, der auf einem Mercedes-Benz Zetros 8×8-Chassis montiert ist, werden bereits drei AESA-Radare des Typs Hensoldt Spexer 2000 eingesetzt. Diese ermöglichen eine lückenlose 360-Grad-Luftraumüberwachung, simultane Zielverfolgung und Übergabe an das Feuerleitsystem. Die Sekundärbewaffnung für den Nahbereich (bis 1 000 m) besteht aus einer koaxialen Dillon Aero M134D-Minigun im Kaliber 7,62 mm mit einem Munitionsvorrat von 1.000 Patronen.

Risiken und Gegenargumente

  • Fehlende Airburst-FähigkeitDas 20 mm-Kaliber verwendet meist direkte Treffer, während 30 mm-Kanonen programmierbare Airburst-Munition bieten – die Trefferwahrscheinlichkeit gegen hochagile Kleinstdrohnen auf größere Distanz sinkt und der Munitionsverbrauch steigt.
  • Logistischer Versorgungsaufwand und MunitionslimitierungBei einer Kadenz von bis zu 1.500 Schuss/Minute ist der Munitionsvorrat einer mobilen Waffenstation schnell erschöpft, was bei massiven Schwarmangriffen erhebliche Nachschub- und Logistikprobleme verursachen kann.

Schnellüberblick

Worin liegt der Unterschied zwischen dem Basis-Skythunder und dem Skythunder 300?

Der Skythunder 300 ist eine schwere Konfiguration auf einem 8×8-Lkw mit einer 30 mm-MK44S-Kanon, Airburst-Munition und einer separaten 7,62 mm-Minigun. Die neue 20 mm-Variante ist kompakter, nutzt die dreiläufige M197-Gatling auf einem 6×6-Lkw und fokussiert auf niedrigere Beschaffungskosten.

Welche Radartechnologie sorgt für die 360-Grad-Abdeckung?

Im Skythunder 300 sind drei AESA-Radare des Typs Spexer 2000 von Hensoldt integriert, die Luftziele simultan aufklären, klassifizieren und dem Feuerleitsystem übergeben.

Quellen · 2

Stand: 23.10.2026
  1. mil.in.ua en/news/three-barrel-gatling-gun-and-guided-missiles-slovenia-unveils-new-skythunder-air …
  2. cpm-defence-network.de eurosatory-valhalla-turrets-beherrscht-das-turmsegment
Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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