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YALGHAR-200: Pakistans neue Loitering Munition im Vergleich zur GIDS Blaze-Serie

YALGHAR-200: Pakistans neue Loitering Munition im Vergleich zur GIDS Blaze-Serie

11. Februar 2026 von Michael Bauer

Auf der World Defense Show 2026 stellte Pakistan die YALGHAR-200 vor – eine autonome Loitering-Munition, die mit einer Reichweite von 200 km und einem Startgewicht von 50 kg neue Maßstäbe im Deep-Strike-Segment setzen will. Die Präsentation verdeutlicht nicht nur die wachsende Bedeutung von Langstrecken-Loiterern, sondern auch Pakistans klare Absicht, sich als Exporteur kostengünstiger, flexibler Waffensysteme zu positionieren.

YALGHAR-200: Technische Daten und Einsatzmöglichkeiten

  • Startgewicht: 50 kg (Quelle S1)
  • Reichweite: 200 km (Quelle S1)
  • Ausdauer: 90-120 Minuten (Quelle S1)
  • Sprengkopf: 10-20 kg, konfigurierbar für Anti-Panzer- oder HE-FRAG-Missionen (Quelle S1)
  • Antrieb: Benzinmotor, ermöglicht lange Reichweite, erzeugt jedoch höhere akustische Signatur (Quelle S1)
  • Startverfahren: Booster-Assist oder Luftabwurf, einsetzbar von Bodestellungen, bemannten Flugzeugen oder größeren Drohnen (Info 2)
  • Autonomie: „fire-and-forget“-Operationen, Zielerfassung eigenständig, auch jenseits der Datenlink-Reichweite (FAQ)

Die Munition kann nach dem Start bis zu zwei Stunden in der Luft verweilen, wodurch Operatoren ausreichend Zeit haben, potenzielle Ziele zu identifizieren, zu bewerten und den Angriff zu bestätigen.

Vergleich mit der GIDS Blaze-Serie

Die YALGHAR-200 ergänzt die bereits etablierte Blaze-Familie von GIDS, die seit 2025 verschiedene Reichweiten- und Gewichts-Klassen abdeckt.

Blaze-50 und Blaze-200 im Überblick

  • Blaze-50: Startgewicht 50 kg, Reichweite 180 km, Ausdauer ca. 60 Minuten (Quelle S2)
  • Blaze-200: ebenfalls 50 kg Startgewicht, variabler Sprengkopf von 10 kg (Anti-Panzer) bis 20 kg (HE-FRAG) (Quelle S4)

Im direkten Vergleich bietet die YALGHAR-200 eine um 20 km höhere Reichweite (200 km vs. 180 km) bei identischem Startgewicht. Beide Systeme teilen autonome Targeting-Technologien, die eine Operation jenseits der Datenlink-Reichweite ermöglichen – ein Merkmal, das besonders bei der Blaze-75 mit einer Datenlink-Reichweite von 150 km (Quelle S2) hervorgehoben wird.

Autonome Fähigkeiten und EW-Resistenz

Wie die Blaze-Varianten nutzt die YALGHAR-200 fortschrittliche autonome Targeting-Algorithmen, die „fire-and-forget“-Missionen erlauben. Diese Technologie ist darauf ausgelegt, elektronische Störmaßnahmen (Electronic Warfare, EW) zu überstehen, sodass die Munition auch dann wirksam bleibt, wenn die Datenlink-Verbindung unterbrochen wird. In der Praxis bedeutet das, dass die YALGHAR-200 Ziele bis zu 150 km entfernt anvisieren kann, ohne auf kontinuierliche Steuerung angewiesen zu sein – ein klarer Vorteil gegenüber konventionellen, ferngesteuerten Systemen.

Stärken und Schwächen des YALGHAR-200

  • Stärken:
    • Hohe Reichweite von 200 km ermöglicht Deep-Strike-Einsätze.
    • Lange Ausdauer von bis zu 120 Minuten erhöht die Zielfindungs-Flexibilität.
    • Vielseitiger Sprengkopf (10-20 kg) deckt verschiedene Zieltypen ab.
    • Autonome EW-resistente Targeting-Fähigkeiten.
    • Flexibles Startverfahren (Booster-Assist oder Luftabwurf) für diverse Plattformen.
  • Schwächen / Gegenpunkte:
    • Der Benzinmotor erzeugt eine höhere akustische Signatur im Vergleich zu elektrischen Alternativen wie der Blaze-25, was die Tarnung in stark umkämpften Lufträumen einschränken kann (Counterpoint).
    • Keine detaillierten Angaben zu Sensorik, Kommunikation oder Überlebensfähigkeiten; das System befindet sich noch im Prototyp-Status (Counterpoint).
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Meeting Modern Demands

Die YALGHAR-200 knüpft nahtlos an Pakistans bestehendes Portfolio an, insbesondere die GIDS Blaze-Serie. Die Blaze-50 wiegt ebenfalls 50 kg und erreicht 180 km Reichweite oder 60 Minuten Ausdauer, während die Blaze-200 variable Sprengköpfe von 10 kg (Anti-Panzer) bis 20 kg (HE-FRAG) trägt (TURDEF 2025). Gemeinsam zielen diese Systeme auf schrittweise Abdeckung von Nah- bis Fernbereich ab, mit Fokus auf kostengünstige Masseneinsätze.

Ein zentrales Merkmal ist die Autonomie: Ähnlich wie bei Blaze-Varianten ermöglicht ‚fire-and-forget‘-Operationen jenseits der Datenlink-Reichweite, etwa 150 km bei Blaze-75, unabhängig von Störungen durch Electronic Warfare (Quwa 2025). Der Benzinmotor priorisiert hier Reichweite über Geräuscharmut, was YALGHAR-200 für Deep-Strike-Missionen prädestiniert (Army Recognition 2026).

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich YALGHAR-200 von der GIDS Blaze-Serie?

„YALGHAR-200 bietet 200 km Reichweite bei 50 kg, während Blaze-50 auf 180 km kommt; beide teilen Autonomie-Features für EW-Resistenz (Quwa 2025).“

Ist YALGHAR-200 bereits einsatzbereit?

„Vorgestellt als Prototyp auf WDS 2026; keine bestätigten Kampfeinsätze, im Gegensatz zu YIHA-III in pakistanischen Operationen 2024/2025.“

Fazit

Die YALGHAR-200 verkörpert Pakistans strategische Zielsetzung, im globalen Markt für autonome Deep-Strike-Systeme Fuß zu fassen. Durch die Kombination aus langer Reichweite, flexiblen Sprengköpfen und autonomer EW-Resistenz positioniert sie sich als direkte Weiterentwicklung der Blaze-Familie. Gleichzeitig zeigen die genannten Gegenpunkte – insbesondere die akustische Signatur des Benzinmotors und der noch offene Prototyp-Status – dass potenzielle Käufer die Exportreife kritisch prüfen sollten. Insgesamt stellt die YALGHAR-200 jedoch einen bedeutenden Schritt in Richtung kostengünstiger, massenverwertbarer Loitering-Munitions dar.

Quellen

  • Army Recognition – WDS 2026: Pakistan Introduces YALGHAR-200 Loitering Munition for 200 km Deep-Strike Missions
  • Quwa – GIDS Blaze-25/50/75 Loitering Munitions
  • World Defence News – WDS 2026: Pakistan Introduces YALGHAR-200 Loitering Munition for 200 km Deep-Strike Missions
  • TURDEF – EDEX 2025: GIDS Shows BLAZE Series Loitering Munitions

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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