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Rheinmetall übernimmt InterRoC VII – Autonome Konvois

Rheinmetall übernimmt InterRoC VII – Autonome Konvois

16. Juli 2026 von Anna Schröder

Rheinmetall MAN Military Vehicles hat im Auftrag des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) die Projektverantwortung für das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben InterRoC VII übernommen. Das Projekt zielt darauf ab, hochautomatisierte Militärkonvois zu entwickeln, die unterschiedliche Fahrzeugplattformen autonom und sicher im Verbund betreiben können. Die Initiative ist ein zentraler Baustein zur Digitalisierung der militärischen Logistik und verspricht erhebliche Effizienz- und Sicherheitsgewinne.

Projekt InterRoC VII – Ziel und Verantwortung

InterRoC VII steht für „Interoperable Robotic Convoy VII“ und ist Teil einer langjährigen Forschungsreihe, die die Weiterentwicklung autonomer Konvoiführung untersucht. Rheinmetall übernimmt die Gesamtverantwortung für die Konzeption, Integration und Erprobung der Systeme. Ziel ist die Schaffung einer robusten Pfadplanung, die heterogene Fahrzeugverbände – von gepanzerten Transportern bis zu leichten Nutzfahrzeugen – sicher durch anspruchsvolle Einsatzgebiete führt.

Technologische Basis – HX-Fahrzeugfamilie und Sensorik

Die bewährte HX-Fahrzeugfamilie bildet das Kernfahrzeug für InterRoC VII. Jedes Fahrzeug wird mit dem modularen PATH-Sensorik-Kit sowie einem „Drive-by-Wire“-System ausgestattet. Diese offene Systemarchitektur ermöglicht die kontinuierliche Integration zusätzlicher Sensoren, KI-basierter Softwarefunktionen und missionsspezifischer Algorithmen.

  • PATH-Sensorik-Kit: Kamera-, LiDAR- und Radarsensoren für 360°-Umfeldwahrnehmung.
  • Drive-by-Wire: Elektronische Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsen.
  • Modulare KI-Module von Driveblocks GmbH für Objektklassifizierung und Geländeerkennung.

Autonomie auch ohne Satellitennavigation

Ein zentraler technologischer Schwerpunkt liegt auf der Fähigkeit, in GNSS-denied-Umgebungen zu operieren. Selbst bei Ausfall oder Störung satellitengestützter Navigation können die Fahrzeuge ihre Position über Sensorfusion bestimmen und komplexe Konvoifahrten autonom durchführen. Diese Fähigkeit ist besonders in elektronisch umkämpften Einsatzräumen von entscheidender Bedeutung.

Demonstration bei ELROB 2026

Auf der European Land Robot Trial (ELROB) 2026 in Thun, Schweiz, präsentierte Rheinmetall seine autonomen Logistiklösungen in realitätsnahen Konvoi- und Transportszenarien. Die gezeigten Fähigkeiten flossen unmittelbar in die weitere Entwicklung von InterRoC VII ein und lieferten wertvolle Erkenntnisse für die Optimierung von Sensorfusion und Entscheidungsalgorithmen.

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Effizienz- und Reaktionszeitgewinne durch autonome Systeme

Studien aus dem Jahr 2023 belegen, dass autonome Logistiksysteme die Effizienz militärischer Operationen um bis zu 30 % steigern können. Diese Verbesserung resultiert aus der Reduktion menschlicher Fehler und der Optimierung logistischer Abläufe. Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz Künstlicher Intelligenz eine Beschleunigung der Reaktionszeit um bis zu 50 %.

  • Effizienzsteigerung: +30 % (2023, Studie zu autonomen Logistiksystemen).
  • Reaktionszeitverbesserung: -50 % (2023, KI-gestützte Entscheidungsprozesse).
  • Investment in autonome Systeme: 1,5 Mrd. USD (2023, Marktanalyse).
  • Anzahl autonom operierender Systeme weltweit: 6.000 Einheiten (2023, Global Trends).

„Die Automatisierung militärischer Logistiksysteme ist entscheidend für Effizienzsteigerungen und die Sicherheit der Einsatzkräfte,“ betont ein Projektleiter von Rheinmetall. „Der Einsatz von KI ermöglicht eine präzisere Umweltwahrnehmung und schnellere Entscheidungsfindung,“ fügt ein KI-Spezialist der Driveblocks GmbH hinzu.

Zukunft der autonomen Systeme

Studien zeigen, dass der Einsatz autonomer Systeme in militärischen Logistikoperationen die Effizienz um bis zu 30 % steigern kann, indem menschliche Fehler verringert und Abläufe optimiert werden. Solche Technologien, wie sie im InterRoC VII Projekt entwickelt werden, könnten also nicht nur die operative Leistung erhöhen, sondern auch die Sicherheit der Truppen signifikant verbessern (Studie 2023).

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Entwicklung autonomer Technologien ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, der eine schnellere und präzisere Entscheidungsfindung ermöglicht. Die Reaktionszeit könnte durch KI-gestützte Systeme erheblich um bis zu 50 % verbessert werden, was in kritischen Einsatzszenarien einen entscheidenden Vorteil darstellt. Dies hebt die strategische Relevanz der InterRoC VII-Initiative hervor.

Risiken und ethische Bedenken

Bei der Implementierung autonomer Waffen und Logistiksysteme müssen Sicherheitsrisiken und ethische Standards streng überwacht werden. Die Gefahr von Fehlfunktionen und die Notwendigkeit einer klaren Verantwortungszuordnung bleiben zentrale Diskussionspunkte.

Schnellüberblick:

Wie wird sichergestellt, dass autonome Fahrzeuge keine Fehler machen?

Durch umfassende Tests und fortlaufende Entwicklung von KI-Algorithmen, die das Verhalten in realistischen Szenarien simulieren.

Welche Effizienzgewinne erwarten Experten durch autonome Militärkonvois?

Studien aus 2023 prognostizieren eine Steigerung der Gesamteffizienz um bis zu 30 %.

Wie verbessert KI die Reaktionszeit in militärischen Logistiksystemen?

KI-gestützte Entscheidungsprozesse können die Reaktionszeit um bis zu 50 % verkürzen.

Wie groß ist das aktuelle globale Marktvolumen für autonome Systeme?

Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 1,5 Mrd. USD verzeichnet.

Quellen

  • https://defensetechinsights.com/futuremilitaryrobotics
  • https://internationalmilitaryreview.org/globaltrends

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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