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Rheinmetall RCWS320C-UAS: Das modulare Gegen-Drohnen-System der nächsten Generation

Rheinmetall RCWS320C-UAS: Das modulare Gegen-Drohnen-System der nächsten Generation

25. März 2026 von Dr. Lena Hoffmann

Auf der Enforce Tac 2026 stellte Rheinmetall die RCWS320C-UAS vor – ein ferngesteuertes Waffensystem, das Fahrzeuge und Basen vor Schwärmen unbemannter Luftfahrzeuge (UAVs) schützen soll. Das System kombiniert modernste Sensorfusion, automatisierte Zielerfassung und sowohl Hard- als auch Soft-Kill-Optionen, um eine flexible und skalierbare Verteidigungslösung zu bieten. Durch die NGVA-Konformität lässt sich die RCWS320C-UAS nahtlos in bestehende NATO-Plattformen integrieren, sei es auf Ketten- oder Radfahrzeugen, unbemannten Fahrzeugen (UGV) oder stationär.

Warum Gegen-Drohnen-Systeme heute unverzichtbar sind

Der zunehmende Einsatz von Drohnen in modernen Konflikten stellt eine wachsende Bedrohung dar. Kleine, günstige UAVs können in Schwärmen große Schäden anrichten und herkömmliche Luftabwehrsysteme überlasten. Die RCWS320C-UAS adressiert dieses Risiko, indem sie eine skalierbare Lösung bietet, die sich an verschiedene Plattformen anpassen lässt und damit die Integration in bereits vorhandene Streitkräfte erleichtert.

Kernfunktionen der RCWS320C-UAS

Sensorfusion und KI-gestützte Zielerfassung

„RCWS320C-UAS kombiniert Sensorfusion, automatisierte Zielerfassung und Hard-/Soft-Kill-Optionen.“ Die Einheit arbeitet mit der SEOSS-320 Optronik zusammen, die Tages- und Wärmebilddaten mit KI-basierten Algorithmen fusioniert. Durch die Integration von Laser-Entfernungsmessern können Trajektorien in Millisekunden vorhergesagt werden, was die First-Hit-Wahrscheinlichkeit signifikant erhöht.

Bewaffnung und Reichweite

Die Hauptwaffe ist die elektrisch angetriebene Dillon Aero M134D Minigun, die bis zu 3 000 Schuss pro Minute liefert. Das System erreicht eine Engagement-Reichweite von bis zu 600 m und kann damit agile Drohnen in kritischen Entfernungen neutralisieren. Das leere Gewicht beträgt 430 kg, geladen 530 kg, sodass es auf einer breiten Palette von Fahrzeugen montiert werden kann.

Erweiterte Sensorik und Radarintegration

Ein zentrales Merkmal ist das Echodyne EchoShield Ku-Band- Radar, das UAVs der Gruppe 1 bereits in einer Distanz von 3-5,3 km erkennt. Für noch kleinere Nano-Drohnen liegt die Erkennungsreichweite bei etwa 1,5 km. Die Radarabdeckung erstreckt sich über 230° horizontal und 90° in der Elevation, was ein umfassendes Situationsbewusstsein ermöglicht.

  • Erkennungsreichweite UAV Group 1: 3-5,3 km
  • Erkennungsreichweite Nano-UAVs: 1,5 km
  • Radarabdeckung: 230° horizontal, 90° elevierend

Modulare Architektur und LANCE-Integration

Die modulare Sensor-&-Shooter-Adapter (MSSA) ermöglicht eine „Killer-Killer“-Fähigkeit, ohne zusätzlichen Turmraum zu benötigen. Durch die LANCE-Integration können Hard-Kill-Effektoren (z. B. die M134D Minigun) mit Soft-Kill-Optionen kombiniert werden, um ein „layered defence“-Konzept zu realisieren. Die Stabilisierung arbeitet mit einer Mikroradian-Genauigkeit, die durch fortschrittliche Algorithmen und Aktuatoren erreicht wird.

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Technische Daten im Überblick

  • Gewicht leer: 430 kg
  • Gewicht geladen: 530 kg
  • Feuerrate M134D: 3 000 Schuss/min
  • Engagement-Reichweite: 600 m
  • Radarabdeckung horizontal: 230°
  • Radarabdeckung elevierend: 90°
  • UAV-Erkennungsreichweite (Group 1): bis 5,3 km

Einschränkungen und offene Fragen

Einige kritische Punkte bleiben unklar. Erstens besteht eine Abhängigkeit von externen Sensoren wie dem Echodyne Radar; die autonome Leistungsfähigkeit bei Störungen ist nicht belegt. Zweitens fehlen Angaben zur Munitionskapazität und zur Betriebsdauer, was die Bewertung der Nachhaltigkeit bei langanhaltenden Drohnen-Schwärmen erschwert.

Häufig gestellte Fragen

Welche Radarsysteme unterstützt die RCWS320C-UAS?

Das System integriert den Echodyne EchoShield Ku-Band-Radar für UAV-Erkennung bis 5,3 km und bietet modulare Adapter für 230°/90° Abdeckung.

Ist das System für unbemannte Plattformen geeignet?

Ja, es ist NGVA-konform für Rad- und Kettenfahrzeuge, UGVs sowie stationäre Installationen, inklusive containerisierter Schnellaufstellung.

Welche Effektoren werden unterstützt?

Hard-Kill-Optionen wie die M134D Minigun und Soft-Kill-Optionen via LANCE-Integration für ein layered defence-Konzept.

Fazit

Die RCWS320C-UAS von Rheinmetall stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der Gegen-Drohnen-Technologie dar. Durch die Kombination von fortschrittlicher Sensorfusion, KI-gestützter Zielerfassung und einer modularen Architektur bietet das System hohe Flexibilität und Skalierbarkeit. Die Integration des Echodyne EchoShield Radars erweitert die Erkennungsreichweite deutlich, während die LANCE-Integration sowohl Hard- als auch Soft-Kill-Optionen ermöglicht. Trotz offener Fragen zu Autonomie und Munitionskapazität liefert die RCWS320C-UAS eine robuste Grundlage für den Schutz von Fahrzeugen und Basen gegen drohnenbasierte Bedrohungen.

Quellen

  • https://thedefensepost.com/2026/02/24/rheinmetall-counter-drone-gun/
  • https://www.rheinmetall.com/en/media/news-watch/news/2026/02/2026-02-23-rheinmetall-enforce-tac-rcws320-c-uas-effector

Dr. Lena Hoffmann

Dr. Lena Hoffmann ist seit über einem Jahrzehnt spezialisierte Journalistin im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Sie verfügt über einen Doktortitel in Internationalen Sicherheitsstudien und war zuvor Redakteurin für strategische Technologieanalysen in führenden Fachmedien. Dr. Hoffmann berichtet bei Defence-Tech.de über technologische Innovationen, strategische Programme in NATO- und EU-Kontext sowie über ethische Fragestellungen bei der Integration neuer Systeme in moderne Streitkräfte. Ihre Artikel zeichnen sich durch präzise Recherche, faktenbasierte Analyse und globale Perspektiven aus.

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