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Bodentests der MQ-25A Stingray: Meilensteine, Verzögerungen und zukünftige Einsatzfähigkeit

Bodentests der MQ-25A Stingray: Meilensteine, Verzögerungen und zukünftige Einsatzfähigkeit

16. Februar 2026 von Michael Bauer

Die seriennahe MQ-25A Stingray Drohne von Boeing steht kurz davor, die unbemannte Luftbetankung der U.S. Navy grundlegend zu verändern. Durch Bodentests, autonome Taxi-Manöver und die Integration eines ISR-Sensors wird die Plattform nicht nur als Tanker, sondern auch als Aufklärungs- und Kommunikationsrelais positioniert. Gleichzeitig haben wiederholte Verzögerungen den Zeitplan für den Erstflug und die Initial Operational Capability (IOC) nach hinten verschoben. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Fakten, Daten und Zitate zu den aktuellen Bodentests, den bisherigen Luftbetankungs-Erfolgen und den kommenden Meilensteinen zusammen.

Erster autonomer Taxi-Test am MidAmerica Airport

Am 30. Januar 2026 absolvierte die erste seriennahe MQ-25A einen Low-Speed-Taxi-Test am MidAmerica Airport bei St. Louis. Unter der Kontrolle von Piloten der Teststaffeln VX-23 und UX-24-P führte die Drohne autonome Manöver aus, die Trägerdeck-Simulationen nachbilden – von der Produktionshalle zur Startbahn, über Kurven bis hin zu Stopps.

„Der erste Taxi-Test der operationalen MQ-25A Stingray™ fand am 30. Januar 2026 am MidAmerica Airport statt, wie Boeing und die U.S. Navy ankündigten. Unter Kontrolle von Piloten der Teststaffeln VX-23 und UX-24 führte die Drohne autonome Low-Speed-Manöver durch – von der Produktionshalle zur Startbahn, inklusive Kurven und Stopps, die Trägerdeck-Szenarien simulieren.“

Der Test validierte den Autonomie-Stack für Navigation und Sicherheit in dynamischen Umgebungen und ist eine Voraussetzung für künftige Katapultstarts vom Flugzeugträger.

Technische Details des Taxi-Tests

  • Datum: 30. Januar 2026 (S1, S2)
  • Ort: MidAmerica Airport, St. Louis
  • Kontrolle durch: Teststaffeln VX-23 und UX-24-P
  • Manöver: autonome Low-Speed-Fahrt, Kurven, Stopps – Simulation von Trägerdeck-Operationen
  • Ziel: Validierung der autonomen Navigation und Sicherheit vor dem Erstflug

Erfolgreiche Luftbetankungstests 2021

Im Jahr 2021 demonstrierte die MQ-25A ihre Kernfunktion – die unbemannte Luftbetankung – in drei separaten Tests:

  • Betankung einer F/A-18 Super Hornet
  • Betankung einer E-2D Hawkeye
  • Betankung einer F-35C Lightning II

Die U.S. Navy gab an, dass der Einsatzradius einer Super Hornet von etwa 830 km auf über 1 300 km steigen kann. Boeing rechnet mit einer maximalen Treibstoffabgabe von rund 7 000 kg, wodurch vier bis sechs Super Hornets in einer Mission betankt werden könnten.

Verzögerungen im Zeitplan und aktualisierte Meilensteine

Ursprünglich war der Erstflug für Ende 2025 geplant, wurde jedoch auf Anfang 2026 verschoben. Nach dem Erstflug sollen Trägertests im selben Jahr stattfinden, gefolgt von einer Initial Operational Capability (IOC) in 2027. Die Verschiebung resultiert aus umfangreichen Systemintegrations- und Software-Zertifizierungsarbeiten.

„Durch umfangreiche Systemintegration, Software-Zertifizierung und Trägeranforderungen“ – USNI News, Jan. 2025

Die aktualisierten Zeitangaben lauten:

  • Geplanter Erstflug: Anfang 2026 (S2)
  • Trägertests: 2026 (S2)
  • IOC: zweite Hälfte des Jahrzehnts, konkret 2027 (Info 1)

ISR-Fähigkeiten und Sensorik

Zusätzlich zur Tankfunktion ist die MQ-25A mit einem einziehbaren EO/IR-Sensor-Turret unter der Nase ausgestattet. Der Turret enthält einen Laser, der für sekundäre ISR-Missionen und Zielmarkierung nach der Betankung genutzt werden kann.

„Die MQ-25A verfügt über ein einziehbares EO/IR-Sensor-Turret unter der Nase für sekundäre ISR-Missionen nach Betankung. Dies erweitert den Nutzen als Relais und potenzielle Strike-Plattform.“ – The War Zone, 2026

Der Turret ist retractable und unterstützt sowohl Aufklärung als auch Zielerfassung, was die Plattform zu einem echten Multifunktions-Enabler macht.

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Technische Daten und Leistungsparameter

  • Spannweite (ausgeklappt): 29,9 m
  • Spannweite (eingeklappt): 9,5 m
  • Länge: 15,5 m
  • Antrieb: 1 × Rolls‑Royce AE 3007N‑Motor
  • Maximale Treibstoffabgabe: rund 7 000 kg (ca. 15 000 lbs) (S5)
  • Reichweitenverlängerung F-35C: bis zu 500 Meilen (S5)
  • Faltbare Tragflächen, verstärktes Fahrwerk und Fanghaken für Katapult‑ und Seillandung

Risiken und Gegenargumente

Obwohl die MQ-25A zahlreiche Vorteile bietet, gibt es kritische Punkte:

  • Mehrfache Verzögerungen: Der IOC‑Zeitplan wurde von 2024 auf 2027 verschoben, was Risiken bei der Zertifizierung und der Trägerdeck‑Sicherheit verdeutlicht.
  • Eingeschränkte Strike‑Optionen: Der ursprüngliche UCLASS‑Design‑Fokus auf ISR/Strike wurde zugunsten der Tanker‑Rolle angepasst; aktuelle Versionen besitzen nur begrenzte kinetische Fähigkeiten.

Diese Punkte sind wichtig, um realistische Erwartungen an die zukünftige Einsatzfähigkeit der Drohne zu formulieren.

Häufig gestellte Fragen

Wann fliegt die erste seriennahe MQ-25A?

Der Erstflug ist für Anfang 2026 geplant, nach Abschluss der Taxi‑ und Systemtests (Boeing/NAVAIR, Jan. 2026).

Welche Rolle spielt das Sensor‑Turret?

Das EO/IR‑Turret dient ISR‑Missionen nach der Betankung und beinhaltet einen Laser für Zielmarkierung (The War Zone, Feb. 2026).

Warum gab es Verzögerungen?

Umfangreiche Systemintegration, Software‑Zertifizierung und Trägeranforderungen führten zu einer Verschiebung des Zeitplans (USNI News, Jan. 2025).

Fazit

Die Bodentests der MQ-25A Stingray markieren einen entscheidenden Schritt hin zu einer unbemannten Luftbetankung, die die operative Flexibilität der U.S. Navy deutlich erhöhen kann. Der autonome Taxi‑Test am 30. Januar 2026 beweist, dass die Navigation und Sicherheitssysteme für den Trägerbetrieb bereit sind. Gleichzeitig zeigen die Verzögerungen im Zeitplan, dass die Zertifizierung und Systemintegration anspruchsvoll bleiben. Mit einer Treibstoffkapazität von rund 7 000 kg, einer potenziellen Reichweitenverlängerung von bis zu 500 Meilen für die F‑35C und einem einziehbaren EO/IR‑Sensor‑Turret bietet die MQ‑25A nicht nur Tank‑, sondern auch Aufklärungs‑ und Relaisfunktionen. Sobald der Erstflug und die Trägertests abgeschlossen sind, könnte die Initial Operational Capability in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts die Carrier Strike Groups der U.S. Navy nachhaltig stärken.

Quellen

  • https://www.zona-militar.com/en/2026/02/02/after-significant-delays-the-u-s-navys-new-mq-25-aerial-refueling-drone-completed-its-first-ground-tests/
  • https://armyrecognition.com/news/aerospace-news/2026/u-s-navy-conducts-first-autonomous-taxi-test-of-operational-mq-25a-stingray
  • https://www.twz.com/air/mq-25-stingray-has-begun-taxi-tests
  • https://www.19fortyfive.com/2026/02/mq-25-stingray-the-stealth-drone-that-could-save-navy-supercarriers-from-becoming-obsolete-battleships/

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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