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Excalibur Army stellt MEANDER mit 13-tiger Ladekapazität vor

Das tschechische Amphibien-Kettenfahrzeug MEANDER, vorgestellt auf dem Future Forces Forum 2026 in Prag, kann bis zu 13 Tonnen Fracht über Land und Wasser transportieren und bietet damit eine neue taktische Mobilitätslösung.

3 Min. Lesezeit

Zulässiges Gesamtgewicht33 TonnenLeergewicht20 TonnenFahrzeuglänge11,29 MeterSteigfähigkeit100 % (45 Grad)Grabenüberschreitung2,5 MeterTragfähigkeit Heckrampe13 Tonnen

Gesamtgewicht, Abmessungen und Geländegängigkeit

Der MEANDER verfügt über ein Leergewicht von 20 Tonnen und ein maximales zulässiges Gesamtgewicht von 33 Tonnen. Mit einer Gesamtlänge von 11,29 Metern, einer Breite von 3,31 Metern und einer Höhe von 3,22 Metern bietet das Fahrzeug eine robuste Plattform für schwere Lasten. Die Geländegängigkeit ist beeindruckend: Der Kettenantrieb bewältigt Steigungen bis zu 100 % (45 Grad), kann Gräben von 2,5 Metern Breite überqueren und vertikale Hindernisse von bis zu 65 Zentimetern überwinden.

Entwicklungshintergrund und Industrie-Kooperation

Die Zusammenarbeit zwischen Excalibur Army und New Space Technologies (NST) wurde im Juni 2026 auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris offiziell besiegelt. MEANDER ist eine militarisierte Weiterentwicklung des zivilen Ketten-Amphibiefahrzeugs KALAN, das seit 2025 bei tschechischen Rettungs- und Feuerwehreinheiten im Erprobungseinsatz steht. NST übernahm Konstruktion und Prototypenbau, während Excalibur Army die militärische Systemintegration sicherstellte – ein ungewöhnlich schneller Prototypenentwicklungsprozess.

Bedienkonzept, Besatzung und Ladesystem

MEANDER wird von einer zweiköpfigen Kernbesatzung – Fahrer und Systembediener – gesteuert, mit optionalem dritten Sitzplatz für ein weiteres Mannschaftsmitglied. Das Fahrzeug nutzt ein elektronisches Steer-by-Wire-System, das dem Fahrer dieselben Pedale und das gleiche Lenkrad sowohl an Land als auch im Wasser zur Verfügung stellt. Die Heckrampe ist elektrisch betrieben, kann bis zu 13 Tonnen heben und ermöglicht das schnelle Be- und Entladen von Lkw, Containern oder Truppengarnituren.

Risiken und Gegenargumente

  • Nur Prototyp ohne SerienauftragBisher liegt lediglich ein Prototyp vor, es gibt keinen bestätigten Auslieferungszeitplan oder festgelegte Serienproduktion.
  • Ungepanzert und ohne SelbstschutzIn der Grundkonfiguration ist das Fahrzeug ungepanzert und verfügt über keine integrierten Selbstschutz- oder Abwehrsysteme, was es bei wasserbezogenen Einsätzen zu einem potenziellen Ziel für Drohnen und Artillerie macht.

Schnellüberblick

Wie unterscheidet sich die Steuerung im Wasser von der an Land?

MEANDER setzt auf ein durchgängiges elektronisches Steer-by-Wire-System: Der Fahrer nutzt an Land wie im Wasser dieselben Bedienelemente (Lenkrad und Pedale), was die Umschulung und Bedienung erheblich vereinfacht.

Welche militärische Lücke soll MEANDER schließen?

Das Fahrzeug zielt auf den Ersatz veralteter sowjetischer Amphibientransporter (wie die PTS-Serie). Es ermöglicht Truppen- und Materialtransporte über Flusshindernisse hinweg, ohne auf Pionierbrücken oder Pontons warten zu müssen.

Taktische Parameter und industrielle Wurzeln

Hinter der Konstruktion des MEANDER steht eine vertragliche Vereinbarung, die Excalibur Army und der Spezialist New Space Technologies (NST) im Juni auf der Pariser Leitmesse Eurosatory unterzeichneten (CSG, 2026). Die technische Basis bildet das zivile Kettenamphibienfahrzeug KALAN, das zuvor für Feuerwehren und den Katastrophenschutz entwickelt worden war. Für den militärischen Einsatz passten die Ingenieure vor allem das Fahrwerk und den Wasserantrieb an: Statt konventioneller Manövriereinrichtungen steuert der Fahrer das Fahrzeug zu Land und zu Wasser über dasselbe Lenkrad mittels eines modernen Steer-by-Wire-Systems (Army Recognition, 2026).

Mit einem Einsatzgewicht von bis zu 33 Tonnen bei 20 Tonnen Leergewicht schließt der 11,29 Meter lange Koloss eine spürbare logistische Lücke in den NATO-Armeen. Während Pioniereinheiten beim Bau von Pontonbrücken stark exponiert sind, kann MEANDER Gräben bis zu 2,5 Metern sowie vertikale Stufen von 65 Zentimetern eigenständig überwinden (Excalibur Army, 2026). Die rückwärtige, bis zu 13 Tonnen belastbare Rampe erlaubt dabei das rasche Verladen mittlerer taktischer Lkw oder Container direkt am Uferabschnitt, bevor die Weiterfahrt auf dem Wasser mit ca. 12 km/h erfolgt.

Quellen · 2

Stand: 27.10.2026
  1. meander.excaliburarmy.cz
  2. csg.com news/csg-unveils-meander-amphibious-vehicle
Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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