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Patria beauftragt Kongsberg mit Protector RS4-Waffenstationen für CAVS-6×6-Radpanzer – 140 Mio. € Vertrag im Überblick

Patria beauftragt Kongsberg mit Protector RS4-Waffenstationen für CAVS-6×6-Radpanzer – 140 Mio. € Vertrag im Überblick

8. Februar 2026 von Michael Bauer

Der finnische Rüstungskonzern Patria hat den norwegischen Hersteller Kongsberg Defence & Aerospace beauftragt, mehrere hundert Protector RS4-Waffenstationen für die deutschen und schwedischen CAVS-6×6-Radpanzer zu liefern. Der Vertrag hat ein Volumen von rund 140 Millionen Euro und ist ein zentraler Baustein der multinationalen CAVS-Kooperation, die Interoperabilität innerhalb der NATO stärkt und die Lieferkette für moderne Fernwaffenstationen mit Drohnenabwehrpotenzial sichert.

Umfang des CAVS-Programms und deutsche Verträge

Patria und die Bundeswehr haben im Dezember 2025 zwei Serienverträge unterzeichnet, die bis zu 876 CAVS-6×6-Fahrzeuge umfassen. Das feste Auftragsvolumen liegt bei über 2 Milliarden Euro, wobei ein Teil von mehr als 1 Milliarde Euro bereits verbindlich ist. Die wichtigsten Eckdaten:

  • Festbestellung: 349 Fahrzeuge (Lieferstart 2026)
  • Optionen: bis zu 876 Fahrzeuge insgesamt (2026 – )
  • Varianten: APC, Pioniergruppe, Panzeraufklärungsgruppe, schwerer Mörser (NEMO) und Feuerleitfahrzeug
  • RS4-Stationen: vorgesehen für alle Varianten außer dem reinen Mörser-Kampfsystem NEMO

Die Aufteilung der bestellten Fahrzeuge lautet nach Angaben von hartpunkt:

  • 10 APC-Fahrzeuge (Lieferung ab Anfang 2026)
  • 170 Pioniergruppe + Option auf 54 weitere
  • 48 Panzeraufklärungsgruppe + Option auf 14 weitere
  • 69 schwerer Mörser (120 mm-NEMO) + Option für 61 weitere Systeme
  • 52 Feuerleitfahrzeug + Option auf 398 weitere Fahrzeuge

Hintergrund der Protector RS4 und Marktposition

Die Protector-Familie ist weltweit verbreitet: bis 2024 wurden über 20 000 Stationen an 28 Nation geliefert. Die RS4-Variante ist speziell für raue, nordische Einsatzbedingungen optimiert und kombiniert stabilisierte Optik, Laser und ein modulares Sensorpaket. Im CAVS-Kontext wird die RS4-Station für mehr als 300 Fahrzeuge in Schweden, Finnland und Deutschland eingesetzt – ein klares Signal für die NATO-Interoperabilität.

  • Gesamtlieferungen Protector-Stationen: >20 000 Stück (bis 2024)
  • RS4-Stationen für CAVS: >300 Stück (2025 – 2030)
  • Kongsberg hält 49,9 % an Patria seit 2016

Technische Merkmale der RS4-Station

Die von Kongsberg gelieferte RS4 ist eine modernisierte „nordische Konfiguration“ mit folgenden Eigenschaften:

  • Integrierte Sensoren für Zielerfassung und -verfolgung
  • Multi-Waffen-Fähigkeit (bis zu drei verschiedene Munitionstypen)
  • Optionale Counter-UAS-Aufrüstung zur Drohnenabwehr
  • Stabilisierte Optik und Laser-designator für Präzisionsschüsse

Diese Ausstattung macht die RS4 zur bevorzugten Standardlösung für die multinational eingesetzten CAVS-Fahrzeuge.

Lieferplan und Technologietransfer

Die ersten RS4-Stationen sollen ab 2025 ausgeliefert werden, die Integration in die CAVS-Fahrzeuge erfolgt ab 2026. Gleichzeitig wird ein Technologietransfer an deutsche Partner – FFG, JWT und KNDS – durchgeführt, um ab 2027 eine lokale Produktion zu ermöglichen. Dieser Schritt soll die Versorgungssicherheit erhöhen und die industrielle Basis in Deutschland stärken.

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Finanzielle Aspekte und Vertragsvolumen

Der reine Wert der RS4-Beschaffung beläuft sich auf 140 Millionen Euro (Quelle: Kongsberg-Meldung 2026). Das Gesamtvolumen des CAVS-Programms für Deutschland liegt über 2 Milliarden Euro, wobei ein fester Teil von mehr als 1 Milliarde Euro bereits zugesagt ist. Die Kombination aus festen Aufträgen und umfangreichen Optionen ermöglicht Flexibilität bei zukünftigen Haushaltsfreigaben.

  • Vertragsvolumen RS4: 140 Mio. € (2026)
  • Anzahl RS4-Stationen: >300 Stück (2025 – 2030)
  • CAVS-Bestellung DE fest: 349 Fahrzeuge (2026)
  • Optionen DE: bis zu 876 Fahrzeuge (2026 – )

Risiken und Gegenargumente

Obwohl der Vertrag ein starkes Signal für die Zusammenarbeit sendet, gibt es kritische Punkte:

  • Nicht alle CAVS-Varianten erhalten RS4-Stationen (z. B. die 69 Fahrzeuge mit dem NEMO-Mörsersystem)
  • Frühere Berichte nannten niedrigere Werte von rund 100 Mio. € für vergleichbare Verträge mit Schweden/Finnland – das aktuelle Volumen von 140 Mio. € umfasst nun zusätzlich die deutschen Optionen
  • Die endgültige Umsetzung hängt von künftigen Haushaltsfreigaben ab

Leser sollten diese Unsicherheiten berücksichtigen, um realistische Erwartungen an die Ausrüstungsvielfalt und die finanzielle Planung zu haben.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Länder beteiligen sich am CAVS-Programm?

Finnland, Schweden, Lettland und Deutschland (Beitritt 2023). Die Zusammenarbeit fördert die Standardisierung der Fahrzeuge und Waffenstationen (Patria, 2024).

Wann starten die Lieferungen der RS4-Stationen?

Die ersten Lieferungen erfolgen ab 2025 und erstrecken sich bis in die 2030er Jahre. Die CAVS-Fahrzeuge selbst werden ab 2026 ausgeliefert, begleitet von einem Technologietransfer nach Deutschland (Kongsberg, 2026).

Was macht die RS4 zur Standardkonfiguration?

Die RS4 ist eine modernisierte nordische Version mit integrierter Sensorik, Multi-Waffen-Fähigkeit und optionaler Counter-UAS-Aufrüstung. Sie wurde als effiziente Lösung für die multinationale CAVS-Flotte ausgewählt (Kongsberg, 2026).

Zitat

„Dieser Vertrag positioniert die RS4 als Standardkonfiguration für Waffenstationen in der multinationalen CAVS-Flotte. Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit den schwedischen und deutschen Streitkräften auszuweiten“, erklärt Kjetil Reiten Myhra, Executive Vice President bei Kongsberg Defence & Aerospace.

Fazit

Der 140-Millionen-Euro-Vertrag zwischen Patria und Kongsberg markiert einen wichtigen Meilenstein für das CAVS-Programm. Er verbindet ein umfangreiches deutsches Beschaffungsvolumen von über 2 Milliarden Euro mit einer modernen, drohnenabwehrfähigen Waffenstation, die als Standard für die multinationale Flotte dient. Durch den Technologietransfer nach Deutschland wird zudem die lokale Produktionskapazität gestärkt – ein entscheidender Faktor für langfristige Versorgungssicherheit und NATO-Interoperabilität. Gleichzeitig bleiben offene Fragen zu Varianten-Ausgestattung und Haushaltsfreigaben, die die endgültige Realisierung beeinflussen können.

Quellen

  • Hardthöhenkurier – Patria und Kongsberg vereinbaren Zusammenarbeit bei Waffenstation-Lieferungen nach Schweden und Finnland im Rahmen des CAVS-Programms
  • Patria Group – Patria und Deutschland unterzeichnen zwei Serienverträge im Wert von über 2 Milliarden Euro im Rahmen des CAVS-Programms
  • Kongsberg Defence & Aerospace – Germany and Sweden order KONGSBERG Remote Weapon Stations for CAVS 6×6 programme
  • Defence Network – Protector-Waffenstationen für die CAVS

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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