Rüstung als Wirtschaftsfaktor – Faktenbasierte Plattform der imh GmbH
Steigende Verteidigungsbudgets, wachsende Anforderungen an technologische Souveränität und eine zunehmend emotional geführte Debatte prägen derzeit die sicherheits- und industriepolitische Diskussion in Europa. Die Veranstaltung „Rüstung als Wirtschaftsfaktor“ der imh Institut Manfred Hämmerle GmbH (imh GmbH) schafft eine faktenbasierte Plattform, auf der Industrie, Politik, Bundesheer und Forschung gemeinsam die wirtschaftliche Bedeutung der österreichischen sicherheitsrelevanten Industrie analysieren.
Hintergrund der imh GmbH und Manfred Hämmerle
Die imh GmbH wurde 1992 ursprünglich als IIR gegründet und 2022 als GmbH (FN 582655 x) neu registriert. Seitdem hat das Unternehmen rund 50 Mitarbeitende und organisiert jährlich etwa 100 Fachkonferenzen sowie 300 Seminare für über 20.000 Unternehmen. Diese Zahlen belegen die Position der imh GmbH als führender Anbieter von Premium-Konferenzen in Österreich.
Mag. Manfred Hämmerle, Eigentümer und Geschäftsführer seit 1993, leitet das Unternehmen mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft und langjähriger Erfahrung bei Sparkassenverlag und ORF. Sein Credo lautet: „Aus der Praxis, für die Praxis“.
Unternehmenskennzahlen (Stand 2026)
- Mitarbeiterzahl: ca. 50 Personen (Quelle: S5)
- Jährliche Konferenzen: ca. 100 Veranstaltungen (Quelle: S5)
- Jährliche Seminare: ca. 300 Seminare (eigene Angabe)
- Firmenbuchnummer: FN 582655 x (Quelle: S1)
Warum die Rüstungsindustrie ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor ist
Im Interview erklärt Manfred Hämmerle, dass die österreichische sicherheits- und verteidigungsrelevante Industrie aus einer Vielzahl hochspezialisierter KMU besteht, die international in Fahrzeugtechnik, Sensorik, Schutzsystemen und Dual-Use-Technologien tätig sind. Diese Unternehmen sichern „tausende qualifizierte Arbeitsplätze“ und generieren Exporterlöse, wodurch sie einen bedeutenden Teil der heimischen Wertschöpfungskette ausmachen.
„Wir sprechen hier von einer Vielzahl hochspezialisierter KMUs, international erfolgreichen Anbietern im Bereich Fahrzeugtechnik, Sensorik und Schutzsystemen sowie Technologieunternehmen im Dual-Use-Bereich. Diese Unternehmen sichern tausende qualifizierte Arbeitsplätze – häufig in technologieintensiven Segmenten mit hoher Innovationskraft.“ – Manfred Hämmerle
Gleichzeitig wird die Branche in Österreich oft emotional diskutiert, was eine faktenbasierte Analyse erschwert.
Die aktuelle sicherheitspolitische Lage und die Notwendigkeit einer sachlichen Debatte
„Wir erleben derzeit eine sicherheits- und industriepolitische Zeitenwende in Europa. Verteidigungsbudgets steigen, Beschaffungsprozesse werden beschleunigt und europäische Kooperationen intensiviert.“ Diese Entwicklungen erhöhen den Anspruch an technologische Souveränität und Resilienz. Gleichzeitig belastet die historische Neutralitätspolitik die öffentliche Debatte, da das Thema Rüstung stark emotional aufgeladen ist.
„Weil das Thema in Österreich historisch und kulturell stark emotional aufgeladen ist. Neutralität wird häufig mit einer gewissen Distanz zu Verteidigungs- und Sicherheitsfragen gleichgesetzt – und Rüstung wird rasch moralisch bewertet, statt differenziert diskutiert.“ – Manfred Hämmerle
Eine sachliche Betrachtung könne dazu beitragen, Schwarz-Weiß-Bilder aufzubrechen und eine belastbare Grundlage für verantwortungsvolle Diskussionen schaffen.
„Ja – und ich halte das sogar für einen entscheidenden Schritt. Eine sachliche Perspektive ersetzt keine ethische Debatte, aber sie schafft eine belastbare Grundlage, auf der man verantwortungsvoll diskutieren kann.“ – Manfred Hämmerle
Ziele und Mehrwert der Veranstaltung „Rüstung als Wirtschaftsfaktor“
Das zentrale Ziel der Veranstaltung ist, die Rüstungsindustrie „faktenbasiert einzuordnen und den Dialog zwischen allen relevanten Akteuren zu stärken“. Das Motto lautet: „Echte Menschen, echte Gespräche“.
„Unser zentrales Ziel ist es, Rüstung als strategischen Wirtschaftsfaktor faktenbasiert einzuordnen und den Dialog zwischen allen relevanten Akteuren zu stärken.“ – Manfred Hämmerle
Die Veranstaltung richtet sich bewusst an die heimische Industrie und die öffentliche Verwaltung, um eine möglichst relevante Plattform zu schaffen. Der Erfolg wird daran gemessen, ob Teilnehmer*innen vernetzt werden und der Standort Österreich im sicherheits- und industriepolitischen Kontext gestärkt wird.
Anzeige*
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Veranstaltung und zur österreichischen Rüstungsindustrie
- Wie groß ist die imh GmbH?
Die imh GmbH hat ca. 50 Mitarbeitende und organisiert jährlich 100 Konferenzen plus 300 Seminare für über 20.000 Unternehmen (Quelle: imh.at, 2026). - Was macht Manfred Hämmerle?
Mag. Manfred Hämmerle ist seit 1993 Eigentümer und Geschäftsführer der imh GmbH mit Politikwissenschaft-Abschluss; die Firma spezialisiert sich auf praxisnahe Fachveranstaltungen (Quelle: XING-Profil, imh.at). - Gibt es Zahlen zur österreichischen Rüstungsindustrie?
Öffentliche Primärdaten fehlen; Schätzungen sprechen von Tausenden Jobs in KMU-Sektoren (Dual-Use). Genauere Figuren erfordern Amtsstatistiken wie vom BmfI oder Statistik Austria. - Warum ist die öffentliche Debatte in Österreich oft schwer?
Historisch-kulturelle Emotionalität und die Neutralitätspolitik führen zu schnellen moralischen Bewertungen statt differenzierter Analysen. - Wie wird der Erfolg der Veranstaltung gemessen?
Erfolg bedeutet, dass Teilnehmer*innen vernetzt werden und der Standort Österreich im sicherheits- und industriepolitischen Kontext konstruktiv gestärkt wird. - Ist die Veranstaltung ein einmaliger Impuls?
Sie wird als Auftakt verstanden; das Thema soll in den kommenden Jahren intensiv begleitet werden.
Bonus für Leser von Militär Aktuell
Für die Teilnahme gilt für Leserinnen und Leser von Militär Aktuell ein Rabatt von 20 % auf die aktuelle Anmeldegebühr. Bei der Anmeldung einfach den Code „Militär aktuell“ angeben.
