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SRC Inc. erhält 37 Mio. USD OTA für Ghost Mantis Gen 3

SRC Inc. erhält 37 Mio. USD OTA für Ghost Mantis Gen 3

6. Oktober 2026 von Dr. Lena Hoffmann

Die US Air Force richtet ihre Investitionen zunehmend auf fortschrittliche Sensoriktechnologien, um frühzeitig auf Langstreckenraketen reagieren zu können. Im Fokus steht das System Ghost Mantis Gen 3, das von SRC Inc. entwickelt wird und im Rahmen eines 37-Millionen-Dollar-Other-Transactional-Agreement (OTA) in das Large Aircraft Survivability System (LASS) integriert werden soll. Ziel ist es, High-Value-Plattformen der Mobility Air Force – insbesondere KC-135-Tanker und C-17-Transportflugzeuge – bereits in großer Entfernung von Begleitschutz frühzeitig zu schützen.

Ghost Mantis Gen 3 – Multifunktionaler Sensor für Langstreckenraketen

Ghost Mantis Gen 3 nutzt ein multifunktionales Antennensystem (MFA), das mehrere Sensoraufgaben über das gesamte elektromagnetische Spektrum hinweg in einem einzigen Gerät vereint. Durch die breite RF-Abdeckung kann das System flexibel auf neue Bedrohungsprofile reagieren, ohne dass umfangreiche Modifikationen am Flugzeug nötig sind. Die Integration erfolgt im Rahmen des Large Aircraft Survivability System (LASS), das speziell für Großraumflugzeuge konzipiert ist.

„Aircraft survivability increasingly depends on the ability to detect, identify, and respond to threats at extended ranges“, betont Kevin Hair, Präsident und CEO von SRC. „Ghost Mantis Gen 3 was designed to … be integrated across a variety of platforms. We are proud to support the US Air Force’s vision for next-generation airborne survivability and mission effectiveness.“

  • Multifunktionaler Antennenanschluss reduziert Kosten, Gewicht und Platzbedarf.
  • Einzelne Apertur ermöglicht gleichzeitig Radar-, Kommunikations- und Elektronikkampffunktionen.
  • Offene Systemarchitektur nach SOSA erleichtert Skalierbarkeit auf verschiedene Flugzeugtypen.

Agile Condor – Energieeffiziente Bordverarbeitung

Der zu Ghost Mantis Gen 3 gehörende Bordprozessor Agile Condor liefert 15 Gigaflops pro Watt – ein Mittelwert, der 2016 vom Air Force Research Laboratory (AFRL) bestätigt wurde. Die hohe Leistungs-zu-Energie-Relation macht den Prozessor ideal für autonome Entscheidungsfindung, selbst wenn Kommunikationskanäle gestört oder elektronisch unterdrückt werden.

„Die Kombination aus fortschrittlichem Sensor und energieeffizientem Prozessor ermöglicht es, Bedrohungsdaten lokal und in Echtzeit zu verarbeiten“, erklärt ein SRC-Sprecher. Dies ist besonders wichtig für Missionen, bei denen die elektronische Signatur des Flugzeugs stark reduziert oder vollständig abgeschaltet werden muss.

  • Leistung: 15 Gigaflops/Watt (Durchschnittswert, 2016).
  • Energieeffizient und skalierbar für verschiedene Plattformen.
  • Unterstützt autonome Reaktionsmechanismen ohne externe Datenverbindung.

Bedrohung durch Very-Long-Range Air-to-Air-Missiles

Moderne Luft-zu-Luft-Raketen erreichen Reichweiten von 300 bis 400 Kilometern – ein Parameter, der 2024 durch nachweisbare Angriffsreichweiten von Systemen wie PL-17 und R-37M belegt ist. Solche Very-Long-Range (V-LR) AAMs stellen eine erhebliche Gefahr für Flugzeuge der Mobility Air Force dar, die häufig weit entfernt von unterstützenden Luftverteidigungssystemen operieren.

Die Fähigkeit, diese Bedrohungen bereits in großer Entfernung zu erkennen, ist entscheidend, um die Überlebensfähigkeit von Plattformen wie KC-135 und C-17 zu sichern. Ghost Mantis Gen 3 soll diese Lücke schließen, indem es Radar- und EM-Signale über die bekannten Reichweiten hinweg erfasst und klassifiziert.

Vertrag und Entwicklungsrahmen

SRC Inc. erhielt von der US Air Force Life Cycle Management Center (AFLCMC) ein OTA-Vertrag im Wert von 37 Millionen US-Dollar, um Ghost Mantis Gen 3 zu entwickeln und in das LASS-Prototype zu integrieren. OTA-Verträge besitzen einen experimentellen Charakter und garantieren nicht automatisch einen Serienrollout; die endgültige Serienproduktion hängt von erfolgreichen Flugerprobungen und zusätzlichen Fördermitteln ab.

Ein weiteres Risiko liegt in der Integration älterer Flugzeugmodelle. Obwohl das System leicht gebaut ist, können Gewicht, Luftwiderstand und Systemverträglichkeit bei Plattformen wie der KC-135 zu technischen Herausforderungen führen.

  • Vertragswert: 37 Mio. USD (OTA, 2026).
  • Experimenteller Charakter: Serienproduktion erst nach Nachweis in Tests.
  • Integrationsherausforderungen bei älteren Flugzeugen.
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Schnellüberblick:

Welche Arten von Flugzeugen werden mit dem Ghost Mantis Gen 3 ausgestattet?

Primär sind Großraumflugzeuge der Mobility Air Force, wie KC-135 Tanker und C-17 Frachtflugzeuge, geplant, da diese oft weit entfernt operieren und kaum Selbstschutzmaßnahmen haben.

Was macht einen multifunktionalen Antennenanschluss so effektiv?

Der MFA verbindet mehrere Funktionen der Sensorik in einem Gerät und reduziert dadurch Kosten, Gewicht und Platzbedarf, während die Funktionalität erweitert wird.

Warum ist Agile Condor so wichtig?

Weil es ermöglicht, Daten lokal und schnell zu verarbeiten, selbst wenn die Kommunikation mit Basisstationen gestört ist oder fehlt.

Quellen

  • https://www.globenewswire.com/news-release/2026/10/01/2956692/0/en/SRC-s-Ghost-Mantis-Technology-Selected-for-U-S-Air-Force-Large-Aircraft-Survivability-System-LASS-Prototype-Other-Transactional-Agreement-OTA.html
  • https://www.srcinc.com/products/ew-spectrum-operations/agile-condor.html

Dr. Lena Hoffmann

Dr. Lena Hoffmann ist seit über einem Jahrzehnt spezialisierte Journalistin im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Sie verfügt über einen Doktortitel in Internationalen Sicherheitsstudien und war zuvor Redakteurin für strategische Technologieanalysen in führenden Fachmedien. Dr. Hoffmann berichtet bei Defence-Tech.de über technologische Innovationen, strategische Programme in NATO- und EU-Kontext sowie über ethische Fragestellungen bei der Integration neuer Systeme in moderne Streitkräfte. Ihre Artikel zeichnen sich durch präzise Recherche, faktenbasierte Analyse und globale Perspektiven aus.

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