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Technische Innovationen des TPG1000Cs – Chinas kompaktes Hochleistungs-Mikrowellen-Waffensystem

Technische Innovationen des TPG1000Cs – Chinas kompaktes Hochleistungs-Mikrowellen-Waffensystem

11. Februar 2026 von Anna Schröder

Wissenschaftler des Northwest Institute of Nuclear Technology haben ein neues Hochleistungs-Mikrowellen-Waffensystem (HPM) namens TPG1000Cs vorgestellt. Das Gerät soll in der Lage sein, Satellitenkonstellationen in niedriger Erdumlaufbahn, etwa das Starlink-Netz, zu stören oder zu beschädigen. Mit einer Leistung von 20 Gigawatt über 60 Sekunden und 3 000 Pulsen pro Einsatz stellt das System einen technologischen Durchbruch in der Directed-Energy-Waffentechnik dar. Seine kompakte Bauweise – 4 Meter Länge, 5 Tonnen Gewicht – ermöglicht den mobilen Einsatz auf Lkw, Schiffen oder potenziell sogar im Weltraum.

Technische Eckdaten des TPG1000Cs

  • Leistung: 20 GW (Quelle S1)
  • Betriebsdauer: 60 Sekunden (Quelle S1)
  • Pulszahl pro Einsatz: 3 000 Pulse (Quelle S4)
  • Gesamtzahl getesteter Pulse: >200 000 (Quelle S1)
  • Länge: 4 Meter – kompakt genug für Lkw, Schiffe oder Satelliten (Jahr 2026)
  • Gewicht: 5 Tonnen – durch Aluminiumlegierung um ein Drittel leichter als vergleichbare Systeme (Jahr 2026)

Innovative Konstruktionsmerkmale

Der TPG1000Cs unterscheidet sich durch mehrere technische Neuerungen von herkömmlichen HPM-Systemen:

  • Aluminiumlegierung statt Stahl reduziert das Gewicht erheblich.
  • Gewellte Rillen in den Isolierplatten verhindern elektrische Entladungen (Wang Gang et al., 2025).
  • Duale U-förmige Pulsformungsstruktur halbiert den Platzbedarf gegenüber geraden Rohren.
  • Isolieröl Midel 7131 erhöht die Energiedichte und ermöglicht längere Betriebszeiten.

„Die TPG1000Cs-Innovationen ermöglichen eine kompakte, aber extrem leistungsstarke Energiespeicherung, die bisher in keinem anderen System erreicht wurde“, erklärt Lead-Forscher Wang Gang.

Vergleich mit internationalen HPM-Systemen

Im internationalen Kontext wird das TPG1000Cs häufig mit Russlands Sinus-7 und diversen US-Entwicklungen verglichen.

  • Sinus-7: 1 Sekunde Laufzeit, 10 Tonnen, 100 Pulse pro Burst (unspezifizierte Leistung).
  • US-Systeme (allgemein): schwerer, kürzere Betriebsdauer, weniger kompakte Energiespeicherung.
  • TPG1000Cs: 60 Sekunden, 5 Tonnen, 3 000 Pulse, 20 GW – deutlich höherer Wirkungsgrad bei halbierter Größe.

Chinesische Experten schätzen, dass bereits 1 GW ausreichen könnte, um LEO-Satelliten zu stören; das TPG1000Cs liefert das 20-fache dieser Schwelle.

Potenzielle Auswirkungen auf Satellitenkonstellationen

Die Möglichkeit, große Satellitenkonstellationen wie Starlink aus der Erde zu beeinträchtigen, verändert die Dynamik der Raumverteidigung. Durch die Mobilität des Systems könnten Streitkräfte es schnell in Konfliktzonen verlegen und dort für gezielte Störungsaktionen einsetzen. Die Veröffentlichung betont, dass das Gerät „Starlink’s worst nightmare“ sei, wobei die tatsächliche Wirksamkeit gegen das stark redundante Starlink-Netz noch nicht verifiziert ist.

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Gegenargumente und Risikoeinschätzungen

  • Unabhängige Verifikation fehlt – die Angaben basieren ausschließlich auf chinesischen Studien (Quelle S1, S2).
  • Effektivität gegen Starlink ist unbewiesen; Satelliten können ihre Umlaufbahnen senken, was die Anfälligkeit nicht zwingend erhöht.

Diese Punkte sollen Leser vor überzogenen Propaganda-Behauptungen schützen und zwischen spekulativen Bedrohungen und nachgewiesenen Fähigkeiten unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann TPG1000Cs wirklich Starlink-Satelliten zerstören?

Das System kann laut chinesischer Studie Elektronik in LEO stören (ab 1 GW geschätzt). Mit getesteten 20 GW liegt die Leistung weit darüber, jedoch ist die reale Wirksamkeit gegen das robuste Starlink-Netz nicht bestätigt (Wang Gang et al., 2026).

Wie mobil ist das System?

Mit 4 m Länge und 5 t Gewicht lässt es sich auf Lkw, Kriegsschiffen oder potenziell in Raumfahrzeugen installieren; eine orbitale Nutzung wurde jedoch nicht getestet (SCMP, 10.02.2026).

Wann wurde die Studie veröffentlicht?

Die Ergebnisse erschienen am 30.12.2025 in „High Power Laser and Particle Beams“ bzw. am 13.01.2026; die Entwicklungen stammen vom Northwest Institute of Nuclear Technology (S3, S4).

Fazit

Der TPG1000Cs stellt eine bemerkenswerte technische Innovation im Bereich der Hochleistungs-Mikrowellen-Waffen dar. Seine Kombination aus hoher Leistung, langer Pulsdauer und kompakter Bauweise übertrifft bislang bekannte Systeme wie das russische Sinus-7. Dennoch bleiben offene Fragen zur unabhängigen Verifikation und zur tatsächlichen Effektivität gegen stark redundante Satellitenkonstellationen. Die Veröffentlichung liefert wertvolle Einblicke in Chinas Ansatz zur Raumverteidigung, unterstreicht aber zugleich die Notwendigkeit kritischer Analyse und internationaler Beobachtung.

Quellen

  • Chinese scientists build world-first 20GW microwave weapon that can fire 60-second bursts – South China Morning Post
  • China develops compact microwave driver that could power a Starlink killer weapon – Euronews
  • ‚Starlink killer‘: China develops compact high-power microwave device that could threaten satellites – Times of India
  • Starlink smasher? China claims world’s best high-powered microwave weapon – New Atlas

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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