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PERCH 2.0 montiert Switchblade 300 Block 20 auf M1A2 Abrams

PERCH 2.0 montiert Switchblade 300 Block 20 auf M1A2 Abrams

15. Oktober 2026 von Michael Bauer

Das PERCH-2.0-System (Precision Effects & Reconnaissance, Canister-Housed) ermöglicht es den Besatzungen von US-Gefechtsfahrzeugen wie dem M1A2 Abrams und dem Stryker, Switchblade-Loitering-Munitions-Drohnen aus dem geschützten Inneren des Fahrzeugs abzuschießen. Damit wird die Reichweite der Panzerbesatzung über die direkte Sichtlinie (BLOS) hinaus erweitert und erlaubt Aufklärung sowie die Bekämpfung von Zielen, ohne den Schutz der Fahrzeugpanzerung zu verlassen.

Physische Montage und Integration in die Bordelektronik

PERCH 2.0 ersetzt den herkömmlichen Ladeschützen-Staukasten („loader sponson box“) am Turm. Durch die Nutzung bereits vorhandener Haltepunkte entsteht kein Bedarf an Bohrungen oder Schweißnähten – die strukturelle Integrität und die ABC-Versiegelung des Panzers bleiben erhalten ( Metric: Anzahl der benötigten Bohrungen/Schweißnähte, Wert: 0, Jahr: 2025 ). Die Steuerung erfolgt über die bereits installierten Bordrechnsysteme und -displays, sodass die Besatzung keine zusätzlichen Schulungen benötigt.

„PERCH 2.0 ist ein rüstungsfreies Bolt-on-System ohne dauerhafte Rumpfmodifikationen“, heißt es in den technischen Unterlagen von GDLS (2025).

Fokussierung auf Switchblade 300 Block 20

Nach den Rückmeldungen aus den PERCH-1.0-Tests 2025 richtet sich die Weiterentwicklung konsequent auf das leichtere Modell Switchblade 300 Block 20. Das System ist kompakt, kann in schwierigen Geländesituationen eingesetzt werden und unterstützt eine hohe Feuerschluckfrequenz. Technische Eckdaten:

  • Flugdauer: mehr als 20 Minuten ( Metric: Flugdauer, Wert: 20+, Jahr: 2025 )
  • Gewicht: 3,6 kg pro Flugkörper ( Metric: Gewicht, Wert: 3,6, Jahr: 2025 )
  • Maximale Bekämpfungsreichweite: 10-20 km ( Metric: Maximale Bekämpfungsreichweite, Wert: 10-20 km, Jahr: 2025 )

Die Integration des Switchblade-300 in PERCH 2.0 umfasst eine verbesserte Magazinkapazität und eine optimierte Display-Einbindung, die dem Piloten die Steuerung unter Panzerschutz ermöglicht.

Liefer- und Beschaffungszahlen im Überblick

GDLS kündigte Ende 2026 die Lieferung von vier PERCH-2.0-Prototypen an die US-Armee an. Drei dieser Modelle wurden im Rahmen des Abrams System Technical Support-Programms (STS) finanziert, das vierte Gerät wird über ein industrielles Forschungs- und Entwicklungs-Programm (IRAD) bereitgestellt.

  • Finanzierte Prototypen: 3 (Jahr 2026, STS-Programm)
  • Gelieferte Modelle an die 1st BCT: 4 (Jahr 2026, Truppenerprobung)

Damit steht die Truppenerprobung bei der 1. Brigade, 1st Cavalry Division in Fort Hood im Fokus.

Technische Leistungsdaten und Reichweite im Vergleich

Die Switchblade-300 kann Ziele bis zu 20 km entfernt bekämpfen – weit jenseits der Direktfeuerreichweite der 120-mm-Glattrohrkanone M256, die bei 3-4 km liegt ( Metric: Direktfeuerreichweite M256, Wert: 3-4 km, Jahr: 2025 ).

Zusätzlich ermöglicht PERCH 2.0 die Überwachung und Zielerfassung während des Loiter-Flugs, sodass die Besatzung potenzielle Bedrohungen frühzeitig identifizieren kann.

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Risiken und Gegenargumente

  • Kein offizielles „Program of Record“: PERCH 2.0 befindet sich noch im Prototypenstadium und hat keinen gesicherten Beschaffungsstatus.
  • Eingeschränkte Wirkung gegen schwere Panzerung: Der Gefechtskopf entspricht dem Schaden einer 40-mm-Granate und ist für schwere Fahrzeuge ungeeignet; er ist primär für weiche Ziele wie Infanterie, leichte Fahrzeuge und ATGMs geeignet.
  • Nachladen außerhalb des Panzers: Der Abschuss erfolgt unter Schutz, das Nachladen der Munition muss jedoch außerhalb des Fahrzeugs erfolgen, wodurch die Besatzung den Schutz verliert.

„Das MARS-Training 2025 in Texas zeigte, dass das PERCH-System für komplexe Erkundungsaufgaben eingesetzt werden kann und zu einer vereinfachten Nachlademechanik für die zweite Iteration führte“, erläutert die US-Armee (2025).

Schnellüberblick:

Wie wird das PERCH 2.0 an den M1A2 Abrams befestigt?

PERCH 2.0 ersetzt den Ladeschützen-Staukasten und nutzt dabei bestehende Haltepunkte. Dies ermöglicht eine Installation ohne Bohrungen oder Schweißen an der Wanne und Turmpanzerung.

Welche Ziele kann die Switchblade 300 bekämpfen?

Die Loitering-Munition kann Infanterieeinheiten, leichte Fahrzeuge und Panzerabwehr-Raketen (ATGM) von Positionen aus bekämpfen, die nicht in den Sichtbereich der 120-mm-Kanon fallen.

Welche Verbesserung brachte das MARS-Training 2025 in Texas?

Das MARS-Training zeigte, dass das PERCH-System für komplexe Erkundungsaufgaben eingesetzt werden kann und führte zu einer vereinfachten und effizienteren Nachlademechanik für die zweite Iteration.

Quellen

  • https://breakingdefense.com/2026/10/gdls-exec-new-loitering-munitions-platform-to-be-delivered-to-army-by-end-of-month/
  • https://soldat-und-technik.de/2025/12/bewaffnung/40875/m1a2-abrams-switchblade-perch/
  • https://armyrecognition.com/news/army-news/2026/us-army-buys-perch-2-0-launchers-to-give-m1a2-abrams-tanks-drone-strike-capability
  • https://www.gdls.com/perch/

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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