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FFG erweitert Produktion: Das neue Werk 3 in Handewitt und seine Bedeutung für die europäische Verteidigungsindustrie

FFG erweitert Produktion: Das neue Werk 3 in Handewitt und seine Bedeutung für die europäische Verteidigungsindustrie

7. Februar 2026 von Anna Schröder

Die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) hat mit dem symbolischen ersten Spatenstich in Handewitt ein zentrales Zukunftsprojekt gestartet. Das neue Werk 3 soll die Fertigungskapazitäten für militärische Kettenfahrzeuge deutlich ausbauen, 400 neue Arbeitsplätze schaffen und die Position der europäischen Rüstungsindustrie in einem geopolitisch angespannten Umfeld stärken.

Projektwerk 3 in Handewitt – Überblick

Das Werk 3 wird etwa zehn Kilometer vom Stammwerk in Flensburg entfernt an der dänischen Grenze errichtet. Im ersten Bauabschnitt entstehen ein fünfgeschossiges Verwaltungsgebäude, zwei Fertigungshallen und eine Logistikhalle mit automatisiertem Hochregallager. Die Anlage ist auf Flexibilität, Wachstum und langfristige Nutzung ausgelegt.

  • Geplanter Produktionsstart: erstes Quartal 2027 (vgl. Hartpunkt, 2026)
  • Neue Stellen: rund 400 Arbeitsplätze (Quelle S1)
  • Finanzierung: vollständig aus Eigenmitteln, keine staatliche Förderung
  • Verantwortliche: Geschäftsführer Norbert Erichsen, Ministerpräsident Daniel Günther, Generalinspekteur Carsten Breuer, Bürgermeister Thomas Rasmussen

Erichsen betonte in seiner Rede das langfristige Bekenntnis zum Standort:

„Mit dem neuen Werk entwickeln wir uns als FFG auf allen Ebenen weiter. Es ist eine sehr langfristige Investition – in unsere Fähigkeiten, in hochwertige Arbeitsplätze und in den Standort Schleswig-Holstein. Diese Investition tragen wir bewusst aus unternehmerischer Verantwortung heraus.“

Technische Schwerpunkte: ACSV und WiSENT 2

Werk 3 wird die Fertigung von zwei aktuellen Fahrzeugprogrammen übernehmen und perspektivisch das Common Armoured Vehicle System (CAVS) ergänzen.

Armoured Combat Support Vehicle (ACSV)

Das ACSV ist ein modulares Mehrzweckpanzerfahrzeug für Kampfunterstützungsaufgaben. Es wird gemeinsam von FFG und Rheinmetall entwickelt (2024) und soll als flexible Plattform für verschiedene Einsatzszenarien dienen.

WiSENT 2 – Unterstützungspanzer

Der WiSENT 2 ist ein Unterstützungspanzer mit breitem Einsatzspektrum. Die Bundeswehr hat bereits 116 Einheiten bestellt (2023), ein Liefervertrag, der die Produktionsplanung des neuen Werks maßgeblich beeinflusst.

  • Entwicklungspartner ACSV: Rheinmetall und FFG (2024)
  • Bestellungen WiSENT 2: 116 Einheiten (2023)

Die Produktion beider Systeme in Werk 3 unterstreicht die strategische Rolle der FFG in der Modernisierung der Bundeswehr.

Unternehmensprofil und internationale Präsenz der FFG

Seit ihrer Gründung im Jahr 1963 ist die FFG ein fester Partner der Bundeswehr und hat sich auf Kettenfahrzeuge spezialisiert. Vor der Erweiterung beschäftigte das Stammwerk etwa 800 Mitarbeitende (2025).

  • Gründungsjahr: 1963
  • Mitarbeiter im Stammwerk (vor Ausbau): ca. 800 (2025)
  • Internationale Niederlassungen: Israel (IMI Systems), Ukraine, Kanada

Die internationalen Standorte zeigen die globale Ausrichtung des Unternehmens und ermöglichen Kooperationen, beispielsweise mit dem israelischen Unternehmen Elta.

Wirtschaftliche Bedeutung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Das neue Werk 3 ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Schleswig-Holstein. Neben den 400 direkt geschaffenen Stellen entstehen indirekt weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in Zulieferer- und Dienstleistungssektoren.

  • Neue Arbeitsplätze: 400 Stellen (geplant ab 2027)
  • Gesamtzahl der Bundeswehr-Soldatenziel: 460.000 (geplant, Quelle S1)

Ministerpräsident Daniel Günther würdigte das Projekt als

„starkes Zeichen für den Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit“

und betonte die Innovationskraft der FFG.

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Risiken und kritische Betrachtungen

Obwohl das Projekt klare Chancen bietet, gibt es auch Risiken, die die Bewertung beeinflussen:

  • Abhängigkeit von geopolitischen Entwicklungen und Exportgenehmigungen, insbesondere durch Kooperationen mit Israel.
  • Keine offiziellen Angaben zum Investitionsvolumen; Eigenfinanzierung könnte die finanzielle Belastung erhöhen.

Generalinspekteur Carsten Breuer wies darauf hin, dass die Sicherheitspolitik in den letzten 40 Jahren noch nie so gefährlich gewesen sei und betonte die Notwendigkeit einer starken Abschreckung:

„Russland könnte im Jahr 2029 großflächig NATO-Territorium angreifen. Abschreckung ist erforderlich.“

Häufig gestellte Fragen

Was ist das ACSV?

Das Armoured Combat Support Vehicle (ACSV) ist ein modulares Kettenfahrzeug für Unterstützungsaufgaben, entwickelt von FFG und Rheinmetall (esut.de, 2026).

Wann startet die Produktion in Werk 3?

Die Produktion ist für das erste Quartal 2027 geplant, wie Geschäftsführer Norbert Erichsen bestätigte (hartpunkt.de, 2026).

Wie viele Mitarbeiter hat FFG derzeit?

Vor der Erweiterung beschäftigt FFG etwa 800 Mitarbeitende im Stammwerk; das neue Werk schafft zusätzlich 400 Stellen (FFG Angaben via esut.de, 2026).

Fazit

Das neue Werk 3 der FFG in Handewitt stellt einen bedeutenden Meilenstein für die deutsche Rüstungsindustrie dar. Mit der Fertigung von ACSV, WiSENT 2 und künftig CAVS wird die Produktionskapazität erweitert, 400 hochwertige Arbeitsplätze entstehen und die strategische Position der FFG im europäischen Verteidigungsmarkt gestärkt. Die Eigenfinanzierung unterstreicht das unternehmerische Bekenntnis zum Standort, während geopolitische Risiken und die finanzielle Belastung durch die Eigenmittelfinanzierung kritisch zu beobachten bleiben.

Quellen

  • ESUT.de – Die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft baut mit Werk 3 die Kapazitäten aus. https://esut.de/2026/02/meldungen/67631/die-ffg-flensburger-fahrzeugbau-gesellschaft-baut-mit-werk-3-die-kapitaeten-aus/
  • Hartpunkt.de – FFG baut Produktion massiv aus: Spatenstich für Werk 3 in Handewitt. https://www.hartpunkt.de/ffg-baut-produktion-massiv-aus-spatenstich-fuer-werk-3-in-handewitt/
  • Bundeswehr.de – Bundeswehr bestellt 116 WiSENT 2. https://www.bmvg.de/de/aktuelles/bundeswehr-bestellt-116-wisent-2-562944
  • FFG Website – Unternehmensprofil. https://www.ffg-wt.de/unternehmen/

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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