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Inleap Photonics: Laserbasierte, KI-gestützte Drohnenabwehr aus Hannover

Inleap Photonics: Laserbasierte, KI-gestützte Drohnenabwehr aus Hannover

11. Februar 2026 von Michael Bauer

Die Bedrohung durch unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) nimmt in kritischen Infrastrukturen und urbanen Räumen stetig zu. Das junge deutsche Defence-Tech-Startup Inleap Photonics reagiert mit einer marktreifen, augensicheren und kosten-effizienten Lösung: dem Inleap Fastlight Shield. Das System kombiniert industrielle Lasertechnologie, künstliche Intelligenz und mobile Einsatzfähigkeit, um Drohnen in Millisekunden zu neutralisieren – ohne Munition und mit hoher Präzision. Dieser Artikel beleuchtet Herkunft, Technologie, Marktposition, Finanzierung, Chancen und Risiken ausschließlich anhand der bereitgestellten Informationen.

Herkunft und Unternehmensgeschichte

Inleap Photonics entstand als Spin-off des Laser Zentrum Hannover e.V., einer Einrichtung, die langjährige Expertise in Hochpräzisions-Lasertechnologien für Industrie und Sicherheit bündelt. Die Kerntechnologie Fastlight wurde zunächst für additive Fertigung und die Produktion von Batteriezellen validiert. Der Transfer dieser industriellen Lösung in den Defence-Bereich verleiht dem System besondere Robustheit für widrige Umgebungen.

Die offizielle Gründungsstory wird durch mehrere Quellen bestätigt, darunter ein Beitrag von Startbase (2024) und ein Artikel von Defence Network (2024), die die industrielle Validierung und den Technologietransfer hervorheben.

Technologie und Leistungsmerkmale

Das Herzstück des Fastlight Shield ist ein laserbasierter Strahl, der sich bis zu 2.500-mal schneller lenken lässt als konventionelle Systeme – ein Faktor, der in einer Pressemitteilung von IT Boltwise (2024) bestätigt wird. Die Laserstrahlen treffen in Sekundenbruchteilen, genauer in Millisekunden, gezielt identifizierte Schwachstellen von Drohnen. Die Zielerfassung erfolgt über ein KI-gestütztes Analysemodul, das die Flugobjekte in Echtzeit klassifiziert und die optimalen Trefferpunkte berechnet.

  • Geschwindigkeit: 2.500-fach schnellere Strahllenkung im Vergleich zu herkömmlichen Systemen.
  • Reaktionszeit: Neutralisierung innerhalb von Millisekunden.
  • Mobilität: Kompaktes, munitionsfreies System, das sich leicht in urbanen und schwer zugänglichen Gebieten einsetzen lässt.
  • Augensicherheit: Der Laser ist so konzipiert, dass er keine Gefahr für unbeabsichtigte Personen darstellt.

CEO Marius Lammer beschreibt das Ziel klar: “ Unsere Technologie löst zentrale operative Herausforderungen: Der Betrieb ist augensicher, das System aufgrund seiner kompakten Abmessungen mobil einsetzbar und zudem kostengünstig – perfekt geeignet für den Einsatz in urbanen und schwer zugänglichen Gebieten. „

CTO Felix Wellmann ergänzt: “ Unsere Stärke liegt in der extrem schnellen und präzisen Laserstrahlführung, auch wenn die Umgebung anspruchsvoll und widrig ist. Diese Eigenschaften sind entscheidend, um Drohnen kontrolliert, effizient und ohne Risiken für das Umfeld zu neutralisieren. „

Marktpositionierung und Wettbewerb

Der Markt für Drohnenabwehr wächst durch asymmetrische Bedrohungen, die von Spionage bis zu Waffenlieferungen reichen. Inleap Photonics positioniert sich als Challenger gegenüber etablierten Akteuren wie Rheinmetall und MBDA. Während die Konkurrenz stark auf traditionelle Radar- und Mikrowellentechnologien setzt, hebt Inleap die Mobilität und Augensicherheit seiner Laser-Lösung hervor – ein klarer Vorteil für den Schutz urbaner Räume.

Ein Bericht von Defence Network (2024) betont, dass die ultraschnelle Lenkung ein Alleinstellungsmerkmal darstellt, das Inleap in der europäischen Defence-Szene besonders relevant macht.

Finanzierung und Wachstumsstrategie

Die aktuelle Pre-Seed-Finanzierungsrunde wurde von High-Tech Gründerfonds (HTGF) angeführt, wobei Ventis Capital und mehrere private Investoren ebenfalls beteiligt waren. Die Runde soll die Skalierung von Prototypen zu operativen Systemen und die internationale Marktexpansion ermöglichen. Koen Geurts, Senior Investment Manager beim HTGF, fasst die Investorenperspektive zusammen: “ Wir sehen in Inleap Photonics ein Unternehmen mit klarer technologischer Differenzierung. Das Team adressiert mit seiner Lösung einen stark wachsenden Markt und verfolgt dabei einen technologisch fundierten und skalierbaren Ansatz. „

Die Finanzierung wird laut Starting Up (2024) dazu verwendet, die industrielle Skalierung und die Integration in operative Einsatzszenarien voranzutreiben.

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Risiken und kritische Bewertung

Trotz vielversprechender Technologie gibt es offene Fragen, die potenzielle Investoren und Kunden berücksichtigen sollten:

  • Fehlende unabhängige Feldtests: Der Prototyp wurde zwar intern getestet, aber bislang gibt es keine öffentlich dokumentierten Zertifizierungen oder unabhängige Feldversuche in echten Defence-Szenarien.
  • Finanzierungsabhängigkeit: Die aktuelle Phase befindet sich noch in der Pre-Seed-Stufe, ohne Umsatzdaten. Eine hohe Abhängigkeit von weiterem Kapital kann die Skalierung verzögern.
  • Regulatorische Hürden: Der Einsatz leistungsstarker Laser in zivilen und militärischen Umgebungen unterliegt strengen Genehmigungsverfahren, deren Dauer und Ergebnis noch unklar sind.

Diese Punkte werden in den bereitgestellten Gegenargumenten (Counterpoints) deutlich gemacht und sollten bei einer Realitätsprüfung vor einem Markteintritt beachtet werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Aus welchem Institut stammt Inleap Photonics?

Inleap ist ein Spin-off des Laser Zentrum Hannover e.V., das Lasertechnologien für Industrie und Sicherheit entwickelt.

Welche Investoren beteiligten sich an der Finanzierung?

Der High-Tech Gründerfonds leitete die Pre-Seed-Runde, gefolgt von Ventis Capital und mehreren privaten Investoren. Das genaue Volumen wurde nicht veröffentlicht.

Ist die Technologie bereits marktreif?

Der Prototyp wurde erfolgreich getestet und die Skalierung läuft laut Unternehmensangaben. Operative Integration ist jedoch noch ausstehend.

Fazit

Inleap Photonics bringt mit dem Fastlight Shield eine innovative, mobile und augensichere Laser-Drohnenabwehr auf den europäischen Markt. Die Kombination aus industrieller Laser-Expertise, KI-gestützter Zielerfassung und einer 2.500-fach schnelleren Strahllenkung verspricht schnelle Neutralisierung von Bedrohungen in urbanen Umgebungen. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen in einer frühen Finanzierungsphase, ohne unabhängige Feldzertifizierungen, und steht vor regulatorischen und skalierungstechnischen Herausforderungen. Für Entscheidungsträger im Verteidigungs- und Sicherheitssektor bietet das Startup jedoch ein vielversprechendes Technologie-Portfolio, das das Potenzial hat, die europäische Drohnenabwehr nachhaltig zu verändern.

Quellen

  • Laserbasierte Drohnenabwehr: INLEAP Photonics setzt neue Maßstäbe – IT Boltwise (2024)
  • INLEAP Photonics sichert sich Millionenfinanzierung für Drohnenabwehr – Starting Up (2024)
  • Inleap Photonics sichert sich Pre-Seed- Finanzierung für laserbasierte Drohnenabwehr – Trending Topics (2024)
  • INLEAP Photonics sichert sich Pre-Seed-Finanzierung für laserbasierte Drohnenabwehr – Startbase (2024)
  • Neuer Start-up Laser für KI-gestützte Drohnenabwehr – Defence Network (2024)

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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