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Strategische Kooperation zwischen Diehl Defence und der Universität der Bundeswehr München: Forschung, Innovation und technologische Souveränität

Strategische Kooperation zwischen Diehl Defence und der Universität der Bundeswehr München: Forschung, Innovation und technologische Souveränität

30. Januar 2026 von Dr. Lena Hoffmann

Am 30. Januar 2026 haben Diehl Defence und die Universität der Bundeswehr München eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die Forschung, Entwicklung und technologische Souveränität Deutschlands nachhaltig stärken soll. Die Partnerschaft bündelt akademische Expertise und industrielle Ressourcen, um Schlüsseltechnologien der Verteidigung weiterzuentwickeln und innovative Lösungen für die Streitkräfte bereitzustellen.

Strategische Kooperationsvereinbarung – Ziele und Rahmenbedingungen

Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen eines Besuchs von Diehl Defence am Standort Überlingen. Präsidentin Eva-Maria Kern und CEO Helmut Rauch besiegelten die Absicht, die Verteidigungsfähigkeit sowie die technologische Souveränität der Bundesrepublik zu stärken. Die Vereinbarung sieht vor, Gespräche über eine vertiefte, interdisziplinäre Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung aufzunehmen und diese in konkrete Arbeitsthemen zu überführen.

Der thematische Schwerpunkt erstreckt sich über technische Disziplinen wie Luft- und Raumfahrt, Informations- und Produktionstechnologien bis hin zu nicht-technischen Fragestellungen, insbesondere in den Wirtschaftswissenschaften. Durch den strukturierten Austausch von Wissen und Ressourcen sollen neue Lösungsansätze für nationale und internationale sicherheitspolitische Herausforderungen geschaffen werden.

Zitat Helmut Rauch (CEO Diehl Defence): „Wir schätzen diese Partnerschaft mit der Universität der Bundeswehr München sehr. Durch den kombinierten Einsatz von akademischer Exzellenz und industriellem Know-how können wir wegweisende Entwicklungen vorantreiben, die unsere Streitkräfte, das Land und Europa in Zeiten globaler Herausforderungen stärken.“

Zitat Eva-Maria Kern (Präsidentin der Universität der Bundeswehr München): „Wir sind überzeugt, dass wir mit Diehl Defence als starkem Industriepartner durch gemeinsame Forschung und gezielten Wissenstransfer einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität und Verteidigungsfähigkeit leisten können. Gerade in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage ist es unerlässlich, Kompetenzen zu bündeln.“

Quelle: Diehl Defence – Offizielle Pressemitteilung (30.01.2026)

Schlüsseltechnologien und Forschungsfelder der Kooperation

Die Kooperation konzentriert sich auf drei zentrale Technologiebereiche:

  • Luft- und Raumfahrt: Entwicklung von Systemen für bemannte und unbemannte Flugplattformen, Integration von Sensorik und Kommunikationslösungen.
  • Informations- und Produktionstechnologien: Digitale Zwillinge, Software-Defined-Defence, Quantensensorik und automatisierte Fertigungsprozesse.
  • Wirtschaftswissenschaften: Analyse von Beschaffungsstrategien, Lebenszykluskosten und Innovationsökonomie im Verteidigungssektor.

Diese Themenfelder spiegeln die strategischen Prioritäten der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik wider und ergänzen die bestehenden Forschungsaktivitäten der Universität.

Rolle des dtec.bw Zentrums und laufende Projekte

Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist das Zentrum für digitale Technologien der Bundeswehr (dtec.bw) an der Universität der Bundeswehr München. Das dtec.bw fördert interdisziplinäre Forschung zu Digitalisierung und Missionstechnologien bis Ende 2026 und wird im Rahmen des DARP (Deutsches Forschungsprogramm) finanziell unterstützt.

Wichtige Projekte, die bereits jetzt die Schnittstelle zu Diehl Defence bilden, sind:

  • MissionLab: Integration von bemannten und unbemannten Systemen für komplexe Einsatzszenarien.
  • RISK.t twin: Entwicklung digitaler Zwillinge zum Schutz kritischer Infrastrukturen.

Diese Vorhaben demonstrieren die Expertise des dtec.bw und bilden die Basis für die zukünftige, vertiefte Zusammenarbeit mit Diehl Defence.

Quelle: Hardthöhenkurier – dtec.bw Forschung mit Mehrwert (2025)

Wissensaustausch und gemeinsame Veranstaltungen

Der Wissenstransfer wird nicht nur durch Forschungsprojekte, sondern auch durch gezielte Veranstaltungsformate gefördert. Im Mai 2026 fanden Wehrtechnik-Seminare statt, an denen sowohl Diehl-Mitarbeiter als auch UniBw-Experten referierten. Themen waren unter anderem Quantensensorik, digitale Zwillinge und das Projekt „EloKa“ (elektronische Logistik- und Kommunikationsarchitektur).

Beispiele für die Beteiligung:

  • Dr. Thomas Kuhn (Diehl Defence) – Vortrag zu Quantensensorik.
  • Prof. Bernd Eissfeller (UniBw) – Fachreihe zur digitalen Kommunikation.
  • Software-Defined-Defence (QS 1,49) – Diskussion über zukünftige Verteidigungstechnologien.

Der Seminar-Katalog 2026 der CCG e.V. listet alle relevanten Veranstaltungen auf.

Quelle: CCG e.V. – Seminarkatalog 2026

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Bedeutung für technologische Souveränität und Verteidigungsfähigkeit

Die strategische Partnerschaft adressiert die wachsende Unsicherheit im internationalen Umfeld und stärkt damit die nationale Souveränität. Durch die Bündelung von akademischem Know-how und industrieller Produktionskapazität können kritische Technologien im Inland entwickelt und unabhängig von externen Lieferketten gehalten werden.

Die Kombination aus Forschung zu digitalen Zwillingen, quantenbasierten Sensoren und fortschrittlichen Luft- und Raumfahrtlösungen schafft ein Innovationsökosystem, das nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur stärkt.

Ausblick und weitere Schritte

Die nächsten Monate stehen im Zeichen der Konkretisierung von Arbeitspaketen. Geplante Aktivitäten umfassen:

  • Ausarbeitung gemeinsamer Forschungsanträge für die Förderperiode 2025-2026.
  • Integration von Diehl-Defence-Experten in die Lehrveranstaltungen des Master-Studiengangs Systems Engineering (M.Sc.) der UniBw.
  • Aufbau eines kontinuierlichen Wissensaustausch-Forums, das halbjährlich stattfindet.
  • Erweiterung der Kooperation auf weitere Zukunftsfelder wie „Green Defence“ und „EloKa“.

Die langfristige Finanzierung bleibt jedoch abhängig von Förderprogrammen wie dem DARP, deren begrenzte Mittel eine alternative Finanzierungsperspektive erforderlich machen.

Fazit

Die strategische Kooperationsvereinbarung zwischen Diehl Defence und der Universität der Bundeswehr München markiert einen entscheidenden Schritt hin zu mehr Forschungskapazität, technischer Innovation und nationaler Souveränität. Durch die Kombination von industriellem Know-how, akademischer Exzellenz und gezielten Fördermitteln entsteht ein starkes Netzwerk, das nicht nur aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen adressiert, sondern auch die Basis für zukünftige Verteidigungstechnologien legt. Die bereits laufenden Projekte im dtec.bw, die intensiven Wissensaustauschformate und die klare Ausrichtung auf Schlüsseltechnologien machen die Partnerschaft zu einem Modell für erfolgreiche öffentlich-private Zusammenarbeit im Verteidigungssektor.

Dr. Lena Hoffmann

Dr. Lena Hoffmann ist seit über einem Jahrzehnt spezialisierte Journalistin im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Sie verfügt über einen Doktortitel in Internationalen Sicherheitsstudien und war zuvor Redakteurin für strategische Technologieanalysen in führenden Fachmedien. Dr. Hoffmann berichtet bei Defence-Tech.de über technologische Innovationen, strategische Programme in NATO- und EU-Kontext sowie über ethische Fragestellungen bei der Integration neuer Systeme in moderne Streitkräfte. Ihre Artikel zeichnen sich durch präzise Recherche, faktenbasierte Analyse und globale Perspektiven aus.

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