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Babasky testet All-in-One C-UAS mit 8 km Reichweite

Babasky testet All-in-One C-UAS mit 8 km Reichweite

19. August 2026 von Dr. Lena Hoffmann

Das nigerianische Unternehmen Babasky Technologies hat ein integriertes, indigenes C-UAS-System demonstriert, das Drohnen von bis zu acht Kilometern Entfernung erkennt, deren Piloten am Boden lokalisiert und die feindlichen Fluggeräte mit gerichteten HF-Störmaßnahmen neutralisiert. Die Vorführung erfolgte vor Militär- und Geheimdienstvertretern und verdeutlicht Nigerias Bestreben, teure Importlösungen zu ersetzen und die technologische Souveränität im Westafrika-Raum zu stärken.

Struktur und Hintergrund von Babasky Technologies und UNICCON

Babasky Technologies ist der spezialisierte Rüstungs- und Drohnentechnologie-Zweig der nigerianischen UNICCON Group. Das Unternehmen arbeitet eng mit staatlichen Initiativen wie der Defence Industries Corporation of Nigeria (DICON) zusammen, um die Abhängigkeit von ausländischer Militärtechnologie zu verringern. Durch diese Partnerschaft soll die lokale Produktion von Anti-Drone-Systemen gefördert und an die klimatischen Bedingungen Westafrikas angepasst werden.

Akute Bedrohungslage: Drohneneinsatz nicht-staatlicher Gruppen im Sahel

Analysen des Africa Defense Forum zeigen, dass sich die Drohnenangriffe nicht-staatlicher Akteure in Afrika bis 2025 auf knapp 60 Vorfälle verdreifacht haben. Der Anteil bewaffneter Drohneneinsätze stieg auf 41 % – ein deutlicher Anstieg gegenüber reinen Aufklärungsmissionen (22 %). Gruppen wie ISWAP im Nordost-Nigeria und JNIM im Sahel setzen zunehmend kommerzielle Multirotor-Drohnen für Granatenabwürfe und koordinierte Kamikaze-Angriffe ein.

Technische Leistungsdaten des Babasky C-UAS

  • Erfassungs- und Abwehrradius: 8 km (2026)
  • Erkennung von kleinen bis mittleren Multirotor-UAVs
  • Lokalisierung des Piloten am Boden in Echtzeit
  • Kombination aus Frequenzüberwachung, dynamischen No-Fly-Zonen und gerichteter HF-Jamming-Kette

Die Demonstration zeigte, dass das System nicht nur die Drohne selbst, sondern auch die exakten Koordinaten des Operators liefert, wodurch sofortige Gegenmaßnahmen am Boden möglich werden.

Vorteile gegenüber herkömmlichen Drohnen-Störsendern

Typische HF-Jammer unterbrechen lediglich die Funkverbindung und lassen die Drohne häufig wieder auf andere Steuerwege ausweichen. Das Babasky-System geht einen Schritt weiter:

  • Frühwarnung durch permanente Frequenzüberwachung
  • Digitale Geofencing-Funktion, die geschützte Lufträume automatisch definiert
  • Direkte Ortung des Operators, um die Quelle der Bedrohung zu eliminieren
  • Integrierte Kill-Chain, die von Erkennung bis zur Neutralisation alles abdeckt

Ein Unternehmenssprecher betont: “ While standalone jammers are common, true battlefield superiority requires an end-to‑to‑end, integrated kill chain.“

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Einsatzbedingungen und Tests in Nigeria

Die Tests fanden unter den extremen klimatischen Bedingungen im Norden Nigerias statt – hohe Temperaturen, Staub und Sandstürme. Diese Belastungen stellten hohe Anforderungen an Kühlung, Sensorkalibrierung und Wartung der elektronischen Komponenten. Trotz dieser Herausforderungen bestätigte das System seine Funktionsfähigkeit und zeigte, dass lokale Lösungen besser an die regionalen Gegebenheiten angepasst sind als importierte Systeme.

Ein weiterer Kommentar des Unternehmens lautet: “ As a full‑throttled defense technology company, we remain relentless in our mission: proving that world‑class, sovereign EW technology can be engineered, built, and deployed right here in Africa.“

Schnellüberblick:

Was unterscheidet das Babasky-System von herkömmlichen Drohnen-Störsendern?

Klasse‑Störsender unterbrechen lediglich die Funkverbindung zur Drohne, wodurch die Bedrohung oft nur temporär gestoppt wird. Das integrierte Babasky-System kombiniert Frühwarnung, Luftraum‑Geofencing und die Geopositionierung des Piloten, sodass Angriffe direkt an der Quelle unterbunden werden können.

Warum drängt Nigeria auf eine eigenständige C-UAS-Produktion?

Importierte Systeme sind kapitalintensiv, logistisch schwer nachzuhalten und selten an das Wüsten‑ und Savannenklima Westafrikas angepasst. Durch lokale Fertigung über DICON werden Anschaffungskosten gesenkt und die technologische Souveränität gestärkt.

Quellen

  • https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQFjW5WoAZQCSkqWFaVRNIb3492R-uLoOhY1WIsnel2ijJW9d2Pi3jRy25keDCH3LGDSQi4D4FrJaj0IgPIGw8nyQYEvRWngYrBy3aL77JxV3oWi1fsk7fhQfgXGBZhw9E88tSPDpqcrNoTZrca4ZximpO7N91PG79ptZM0G3esaGJ5j8sHr42EktK-Hy2tv2t-Vm0AQcprS-4PiOo2xOeYqb6cHJh25PVgUk
  • https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQHhaaTyUM8z41SRlX4z-9blVy8MI5Zs4kcmdxL2PSCCBV9uVH9m974V6zVncBmS-2rOpQZTE2b6DJsOsjsrHCMK82A992jGpSYyFzQsFPOfNbWGUvRYScgGwPHbBA0BCCL2OZgtCJjt-Fp5JvLrKuIpQqf4KC3nag8o8XRLLWmR

Dr. Lena Hoffmann

Dr. Lena Hoffmann ist seit über einem Jahrzehnt spezialisierte Journalistin im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie. Sie verfügt über einen Doktortitel in Internationalen Sicherheitsstudien und war zuvor Redakteurin für strategische Technologieanalysen in führenden Fachmedien. Dr. Hoffmann berichtet bei Defence-Tech.de über technologische Innovationen, strategische Programme in NATO- und EU-Kontext sowie über ethische Fragestellungen bei der Integration neuer Systeme in moderne Streitkräfte. Ihre Artikel zeichnen sich durch präzise Recherche, faktenbasierte Analyse und globale Perspektiven aus.

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