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Attalon führt skalierbare Valaris-Laserplattform für Defense ein

Attalon führt skalierbare Valaris-Laserplattform für Defense ein

16. August 2026 von Michael Bauer

Attalon hat im August 2026 die neue Valaris-Hochenergielaser-Plattform vorgestellt – ein skalierbares System, das von 10 kW bis über 300 kW reichen kann und speziell für die Feldwartbarkeit von Directed-Energy-Verteidigungssystemen konzipiert ist. Die Plattform bündelt kohärente, spektrale und dichroitische Strahlkombinationstechnologien auf einer einheitlichen Architektur und markiert damit den Übergang von Laborprototypen zu serienreifen, wartbaren Waffensystemen.

Einführung der Valaris-Plattform

Die Valaris-Familie besteht aus drei Modellen: Valaris X (Basis 50 kW, skalierbar >300 kW), Valaris S (30 kW, skalierbar bis 50 kW) und Valaris D (10 kW). CEO John Bergeron betont: „Directed energy is no longer defined solely by what is possible in the lab – it is defined by what can be built, delivered, and sustained in the field.“ Damit positioniert Attalon die Plattform als Brücke zwischen Forschung und operativer Einsatzbereitschaft.

Technische Eckdaten der Valaris-Familie

  • Valaris X: 50 kW Grundleistung, skalierbar auf über 300 kW (Quelle S1)
  • Valaris S: 30 kW Grundleistung, erweiterbar auf 50 kW (Quelle S1)
  • Valaris D: 10 kW Grundleistung für leichtere Missionen (Quelle S1)
  • Alle Modelle nutzen adaptive Optik, um Strahlqualität und Reichweite zu sichern.

Skalierbare Fertigungsstrategie und Lieferkette

Attalon setzt auf industrielle Skalierbarkeit: Standardisierte Baugruppen, modulare Architekturen und etablierte Lieferketten in den USA ermöglichen eine schnelle Serienfertigung. Im Jahr 2026 wurden bereits mehr als 20.000 Standardbaugruppen in den USA produziert und über 75 zertifizierte Lieferanten für kritische Bauteile wie Strahlleitungen und Faserkupplungen eingebunden (Quelle S4).

Fertigungsschlüsselzahlen 2026

  • Gefertigte Standardbaugruppen: 20.000 Stück+
  • Etablierte Lieferanten: 75 Stück+
  • Industrialisierungsfokus: Serienfertigung statt reiner Laborerprobung

Wartungsfreundlichkeit durch das kWIC-Disconnect-System

Ein zentrales Merkmal der Valaris-Plattform ist das kWIC-Disconnect-Subsystem, das den Austausch defekter Verstärker in unter 15 Minuten ermöglicht. Interne Benchmarks zeigen, dass der durchschnittliche Wartungsaufwand von 20,5 Personentagen pro Jahr auf 8,2 Personentage pro Jahr gesenkt wurde – eine Reduktion um 60 %. Zudem spart ein Austausch 80 % der zuvor benötigten Arbeitszeit im Vergleich zu herkömmlichem Faserspleißen (Quelle S5).

Wartungskennzahlen mit kWIC Disconnect

  • Durchschnittlicher Wartungsaufwand: 8,2 Personentage/Jahr (2026)
  • Zeitersparnis beim Austausch: 80 % gegenüber konventionellen Methoden
  • Reduktion der Gesamtkosten über den Lebenszyklus signifikant

Risiken und Herausforderungen beim Hochenergielaser

Während die Skalierbarkeit beeindruckend ist, gibt es technische Hürden. Bei Leistungen über 300 kW steigen die Anforderungen an adaptive Optiken, weil atmosphärische Dämpfung, Staub, Regen und das Phänomen des „Thermal Blooming“ die Reichweite und Energiedichte am Ziel verringern können. Zusätzlich erfordern 30-300 kW-Systeme enorme elektrische Eingangsleistungen und umfangreiche Kühlkapazitäten, was die Integration auf leichten Fahrzeugen oder Schiffen einschränken kann. Konkurrenzprodukte wie Lockheed Martins monolithisches HEL-System stellen weitere Kosten- und Leistungsfragen.

Hauptkritikpunkte

  • Atmosphärische Dämpfung und thermische Linsenwirkung bei >300 kW
  • Hoher Energiebedarf und Thermomanagement für mobile Plattformen
  • Kosteneffizienz im Vergleich zu monolithischen Systemen anderer Hersteller
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Modularer Aufbau als Erfolgsfaktor

Matt Straup, Vice President und General Manager für Directed Energy bei Attalon, erklärt: „Customers aren’t looking for a single Laser architecture – they’re looking for the right laser architecture for their mission.“ Der modulare Ansatz erlaubt es, je nach Bedrohungsszenario zwischen den drei Valaris-Varianten zu wählen und gleichzeitig Skalierung, Wartbarkeit und Kosten im Blick zu behalten.

Schnellüberblick:

Was unterscheidet kohärente, spektrale und dichroitische Strahlkombination?

Dichroitische Kopplung kombiniert wenige diskrete Wellenlängen kostengünstig für niedrigere Leistungen (Valaris D). Spektrale Strahlkombination (SBC) überlagert viele unterschiedliche Wellenlängen zu einem robusten Hochleistungsstrahl (Valaris S). Kohärente Strahlkombination (CBC) führt phasengleiche Einzellaser zusammen und ermöglicht höchste Strahlqualität bei extremer Skalierbarkeit über 300 kW (Valaris X).

Wer ist der Hersteller Attalon?

Attalon entstand Anfang 2026 aus der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungssparte von Coherent Corp., nachdem Advent International das Unternehmen für rund 400 Millionen US-Dollar übernommen hatte. Das Unternehmen fokussiert sich auf Optiken, Hochleistungslaser und optische Beschichtungen für militärische Anwendungen (Quelle S2).

Warum ist modularer Aufbau wichtig bei Directed-Energy-Systemen?

Ein modularer Aufbau ermöglicht kostengünstige Skalierung, Flexibilität bei Zielanforderungen und Feldwartbarkeit. Er erlaubt die Anpassung an verschiedene Plattformen – von leichten Drohnen bis zu schwereren Schiffs- oder Bodenanlagen – und reduziert gleichzeitig Wartungsaufwand und Lebenszykluskosten.

Quellen

  • https://www.businesswire.com/news/home/20260812319791/en/
  • https://www.businesswire.com/news/home/20260723120000/en/

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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