Alex Anteen optimiert C-UAS: Software wählt günstige Abwehrmittel
Der West-Point-Kadett Alex Anteen hat am Picatinny Arsenal einen algorithmischen Ansatz entwickelt, der die Drohnenabwehr (C-UAS) durch intelligente Zuweisung von Abwehrmitteln effizienter und kostengünstiger macht. Ziel ist es, das extreme Kosten- und Quantitätsungleichgewicht zwischen preiswerten Angriffsdrohnen und teuren Luftabwehrraketen zu verringern, ohne neue Hardware anschaffen zu müssen.
Hintergrund des Cost-Exchange-Problems
Moderne Konflikte zeigen eine wachsende Diskrepanz zwischen den Anschaffungskosten von kommerziellen Drohnen (einige hundert Dollar) und den Kosten von Abfangraketen (hunderttausende Dollar). Das sogenannte Cost-Exchange-Ratio liegt dabei zwischen 1:100 und 1:1000 (2026). Wird jeder Drohnenangriff mit teuren Lenkwaffen beantwortet, erschöpft das Munitionsdepot rasch seine Kapazitäten.
Algorithmischer Ansatz von Alex Anteen
Multivariate Bedrohungsanalyse
Der entwickelte Algorithmus ersetzt das traditionelle „Greedy-Targeting“, also das reine Bekämpfen des nächstgelegenen Ziels, durch eine mehrdimensionale Analyse. Eingespeist werden Echtzeitdaten zu Geschwindigkeit, Höhe, Schwarmdichte und Nutzlast. Auf Basis dieser Parameter wird das optimale Abwehrmittel ausgewählt.
Differenzierung der Effektoren (Kinetisch vs. EW vs. Laser)
Die Software verknüpft die Lagebewertung direkt mit der Wahl des geeigneten Effektors:
- Kinetische Munition: Einsatz gegen hochwertige, kritische Ziele.
- Elektronische Kampfführung (EW): Störsender (Jamming) und hochleistungs-Mikrowellen für günstige Konsumer-Drohnen.
- Gerichtete Energie: Laser- bzw. Mikrowellenwaffen für präzise, kostenarme Neutralisierung.
Simulationsergebnisse und Effizienzsteigerung
In der Simulationsphase am DEVCOM Armaments Center (Drei-wöchiger Arbeitsaufenthalt, 2026) wurden komplexe Multi-Achsen-Schwarmangriffe getestet. Die wichtigsten Ergebnisse:
- Signifikante Reduktion der Magazin-Erschöpfungsrate.
- Optimierte Nutzung teurer kinetischer Munition nur für hochprioritäre Ziele.
- Erhöhte Durchhaltefähigkeit bestehender Abwehrkomplexe ohne Hardware-Umrüstung.
Praktische Umsetzung und Projektpartner
- Entwickler: West-Point-Kadett Alex Anteen (Klasse 2028).
- Kooperation: US Army Combat Capabilities Development Command (DEVCOM) Armaments Center, geleitet von Team-Lead Cesar Sosa.
- Standort: Picatinny Arsenal, New Jersey.
- Forschungsdauer: 3 Wochen intensiver Arbeit am DEVCOM-Labor (2026).
Anzeige*„Ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass US-Streitkräfte die Luftraum-Situationswahrnehmung und operative Überlegenheit in jedem Einsatzgebiet behalten.“ – US-Armee-Dienstbeschreibung, 2026
Risiken und Gegenmaßnahmen
- Abhängigkeit von fehlerfreier Sensorik: Die Unterscheidung zwischen hochwertigen und minderwertigen Drohnen erfordert millisekundengenaue Klassifizierung durch Radar- und Optroniksensoren.
- Verzögerungen in stark gestörten EW-Gefechtsfeldern: Massive elektronische Störungen können die Netzwerk-Konnektivität dezentraler Abwehrknoten beeinträchtigen und die Entscheidungsfindung verlangsamen.
Schnellüberblick:
Welche Abwehrmittel steuert der Algorithmus konkret an?
Die Software wählt flexibel aus kinetischen Interzeptoren (Geschossen/Raketen), elektronischer Kampfführung (Jamming/Störsender) und gerichteter Energie (Laser-/Mikrowellenwaffen), angepasst an das jeweilige Bedrohungsprofil.
Wer beaufsichtigt das Projekt innerhalb der US Army?
Das Projekt wird von Kadett Alex Anteen in enger Zusammenarbeit mit Ingenieuren des US Army Combat Capabilities Development Command unter der Leitung von Team-Lead Cesar Sosa am Picatinny Arsenal durchgeführt.
