Terrahawk Raptor präsentiert auf DVD 2026 – Drohnenabwehr
Am 16. September 2026 stellte MSI-Defence Systems den Terrahawk Raptor auf der britischen Verteidigungsmesse DVD 2026 im Millbrook Proving Ground vor. Das kompakte Remote-Weapon-Station (RWS) System soll taktische Fahrzeuge und unbemannte Bodenfahrzeuge (UGV) mit leichter, aber effektiver Feuerkraft gegen nahbereichs Drohnen (C-UAS) ausstatten. Durch die Integration einer offenen Generic Vehicle Architecture (GVA) lässt sich der Raptor ohne tiefgreifende Eingriffe in das Fahrzeugnetzwerk an verschiedenste Plattformen anpassen – ein entscheidender Schritt für mobile Luftverteidigung in modernen Konflikten.
Erste Demonstration und technische Integration
Der Messeauftritt markierte den offiziellen Markteintritt des leichtesten Produkts im Terrahawk-Portfolio. MSI-Defence betont, dass die GVA-Kompatibilität NATO-standardisierte, offene Steuerungs- und Sensor-Schnittstellen nutzt, sodass die Installation auf 4×4-Fahrzeugen bis hin zu unbemannten Bodenplattformen innerhalb kurzer Zeit realisierbar ist. Der Raptor kann mit 7,62 mm- oder 12,7 mm-Maschinengewehren bestückt werden; optional steht ein 40 mm-Granatwerfer zur Verfügung, je nach Einsatzprofil.
Sensorik und KI-basiertes Zielmanagement
Im Gegensatz zu traditionellen Fahrzeug-Abwehrsystemen setzt der Raptor auf eine KI-gestützte, multispektrale Sensorsuite. Diese erkennt und priorisiert Drohnen im Nahbereich autonom, wobei optische Clutter-Rauschfilter schnelle, kleine und schwach reflektierende Ziele zuverlässig identifizieren. Die KI-Logik erlaubt eine automatische Priorisierung, sodass das System selbst bei Schwärmen von FPV-Entsorgungsdrohnen schnell reagiert.
Vergleich zu Terrahawk Paladin und Einsatzerfahrung in der Ukraine
Der Vorgänger, Terrahawk Paladin, ist mit einer 30-mm-Mk44 Bushmaster II Kanone ausgestattet und wird im Rahmen eines britischen Hilfspakets von über 100 Mio. GBP seit 2023 in der Ukraine eingesetzt, um Kamikaze-Drohnen wie die Shahed-136 abzuwehren. Der Raptor dagegen fokussiert sich auf leichtere Anbauplattformen und nutzt Maschinengewehre statt einer schweren Kanone, wodurch er sich besonders für die mobile Verteidigung einzelner Gefechtsfahrzeuge eignet. Während Paladin ein radarbasiertes Zielmanagement bietet, nutzt Raptor KI-gestützte optische Sensorik, was ihn flexibler, aber mit geringerer Reichweite macht.
Stärken und Schwächen des Raptor
- Stärken:
- Leichtestes System im Terrahawk-Portfolio – erhöht Mobilität.
- GVA-Kompatibilität ermöglicht schnelle Integration in diverse Fahrzeugtypen.
- KI-basierte multispektrale Sensorik erkennt selbst kleine, schnelle Drohnen.
- Modulare Bewaffnungsoptionen (7,62 mm, 12,7 mm, 40 mm) passen sich dem Einsatzprofil an.
- Schwächen:
- Begrenzte effektive Schussentfernung im Vergleich zu 30-mm-Kanonen.
- Keine Airburst-Munition – erfordert direkte Treffer, was bei schnellen Zielen anspruchsvoll ist.
John Meldrum, Managing Director bei MSI-Defence, betont die Bedeutung des Systems: „TERRAHAWK RAPTOR was designed to meet this need, and transform vehicle platforms into highly effective mobile air defense units capable of rapid response against swarming threats.“
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Schnellüberblick:
Was ist der Vorteil der neuen GVA-Versorgung?
Die Generic Vehicle Architecture (GVA) ermöglicht eine flexible Einbindung in verschiedene Gefechtsfahrzeugtypen mit geringem Umbauaufwand, was den Modularity-Grad und die Einsatzvielfalt des Terrahawk Raptor erhöht.
Welche Drohnen kann der Terrahawk Raptor bekämpfen?
Raptor ist für Nahbereichs-Abwehrdienste konzipiert, insbesondere für kleinformatige, günstige Drohnen wie FPV-Attacken oder Aufklärungsdrohnen mit niedriger Flughöhe.
Wie unterscheidet sich Raptor vom Paladin?
Paladin ist ein schweres System mit einer 30-mm-Feuerkanone und radarbasiertem Zielmanagement. Raptor hingegen ist leichtgewichtig, nutzt Maschinengewehre und KI-gestützte optische Sensorik für die Nahbereichs-Verteidigung.
Statistiken und Nutzerbasis
- Über 40 Staaten nutzen bereits Terrahawk-Systeme (Quelle S1).
- Der Paladin ist mit einer 30-mm-Kanone ausgestattet (Quelle S2).
- Das britische Hilfspaket für die Ukraine umfasst über 100 Mio. GBP (Quelle S3).
Ausblick und Weiterentwicklung
MSI-Defence plant, den Raptor künftig zu einem kompakten modularen Launcher weiterzuentwickeln, der neben Maschinengewehren auch Interceptoren, Raketen und weitere kleine Munitionen abfeuern kann. Damit soll das System nicht nur als reine Drohnenabwehr, sondern als vielseitige Kurzstrecken-Luftverteidigungslösung fungieren.
Quellen
- https://www.adsadvance.co.uk/msi-ds-targets-mobile-c-uas-market-with-terrahawk-raptor.html
- https://www.janes.com/defence-news/news-detail/dvd-2022-msi-unveils-terrahawk-vshorad-system
- https://www.gov.uk/government/news/defence-secretary-announces-major-new-package-of-support-for-ukraine
- https://united24media.com/latest-news/terrahawk-paladin-short-range-air-defense-enters-service-in-ukraine-for-low-altitude-drone-defense-3883
