Skip to content
Defence-Tech.de

Defence-Tech.de

  • Starteite
  • Kategorien
    • News
    • Verteidigungstechnologieentwicklung und Innovation
    • Strategische und operative Verteidigungsplanung
    • Autonome Systeme und Robotik
    • Cybersicherheit und digitale Verteidigung
    • Drohnen und unbemannte Überwachungssysteme
  • Leitbild & Qualität
  • Kontakt

Defence-Tech.de

MSI-Defence stellt TERRAHAWK RAPTOR auf DVD 2026 vor

MSI-Defence stellt TERRAHAWK RAPTOR auf DVD 2026 vor

25. September 2026 von Anna Schröder

Am 16. September 2026 präsentierte MSI-Defence Systems auf der britischen Rüstungsmesse DVD 2026 in Millbrook die kompakte C-UAS-Waffenstation TERRAHAWK RAPTOR. Das System richtet sich an leichte 4×4-Fahrzeuge und unbemannte Bodenfahrzeuge (UGVs) und bietet eine mobile Hard-Kill-Lösung gegen die wachsende Bedrohung durch kostengünstige FPV- und Aufklärungsdrohnen.

Leichtgewichtige C-UAS-Waffenstation für taktische Fahrzeuge

MSI-Defence stuft den RAPTOR als die leichteste Waffenstation im eigenen Portfolio ein. Das System unterstützt 7,62-mm- und 12,7-mm-Maschinengewehre und kann optional mit einem 40-mm-Granatwerfer ausgestattet werden. Durch das geringe Gewicht lässt sich die Station ohne gravierende Belastungs- und Mobilitätsverluste auf leichten Truppentransportern und UGVs nachrüsten.

  • Kaliberoptionen: 7,62 mm, 12,7 mm, optional 40 mm Granatwerfer (2026)
  • Montage: taktische 4×4-Fahrzeuge, unbemannte Landfahrzeuge
  • Einsatzziel: Hard-Kill-Abwehr im Nahbereich (Point Defence)

Kaliberoptionen und Feuerkraft

Die Wahl zwischen 7,62 mm- und 12,7 mm-Maschinengewehren ermöglicht den Einsatz von Standard-Maschinengewehrmunition, die bei direktem Treffer (Hit-to-Kill) kleine Drohnen schnell neutralisieren kann. Der optionale 40-mm-Granatwerfer liefert eine Luftdetonation, die eine Splitterwolke erzeugt und damit auch größere Drohnen effektiv bekämpft.

Offene GVA-Architektur ermöglicht schnelle Integration

Der RAPTOR basiert auf einer offenen Architektur nach dem britischen Generic Vehicle Architecture (GVA) Standard. Diese offene Schnittstelle erlaubt die Integration in bestehende vernetzte Gefechtsführungssysteme (C2) ohne modellspezifische Neuverkabelung. Das System kann sowohl Strom- als auch Datenverbindungen über die Fahrzeugbusse beziehen und lässt sich somit nahtlos in moderne NATO-Fahrzeugplattformen einbinden.

Multispektrale Sensorik und KI-gestützte Zielerfassung

Im Gegensatz zu rein mechanischen Flugabwehr-Maschinengewehren verfügt der RAPTOR über eine multispektrale Tag-/Wärmebild-Optronik, kombiniert mit einem Laser-Entfernungsmesser und einem digitalen Feuerleitrechner. Die integrierte KI-gestützte Feuerleitanlage führt automatisiertes Video-Tracking durch, filtert Störsignale (Clutter) und berechnet die Flugbahn der anfliegenden Drohne in Echtzeit.

„TERRAHAWK RAPTOR was designed to meet this need, and transform vehicle platforms into highly effective mobile air defense units capable of rapid response against swarming threats,“ sagte John Meldrum, Managing Director bei MSI, zitiert von Defence Blog.

Vergleich zu TERRAHAWK PALADIN

Das schwerere Vorgängersystem TERRAHAWK PALADIN ist bereits im Einsatz bei der ukrainischen 156. Flugabwehrraketen-Brigade. PALADIN nutzt eine 30-mm-Maschinenkanone Mk44 Bushmaster II mit programmierbarer Airburst-Munition und ein 3D-AESA-Radar, typischerweise auf MAN HX 8×8-Lkw montiert. Im Gegensatz dazu ist RAPTOR für leichtere Fahrgestelle konzipiert und fokussiert sich auf unmittelbare Nahbereichs-Abwehr mit kleineren Kalibern.

  • PALADIN: 30 mm, Airburst, 3D-AESA-Radar, schwere Lkw-Basis (2023)
  • RAPTOR: 7,62 mm/12,7 mm/40 mm, keine Airburst-Munition, leichte 4×4-Basis (2026)
Anzeige* Venture Diligence - Startup Analysen Venture Diligence - Startup Analysen

Einsatzziel und operative Relevanz

Die zunehmende Verbreitung von günstigen FPV-Kamikazedrohnen stellt konventionelle gepanzerte Fahrzeuge vor erhebliche Herausforderungen. Der RAPTOR bietet eine bezahlbare Hard-Kill-Option, die es Patrouillenfahrzeugen ermöglicht, eigenständig gegen Swarm-Bedrohungen zu agieren, ohne dass schwere, kostenintensive Systeme nötig sind. Während 30-mm-Airburst-Munition Drohnen bis zu 2 km zerstören kann, deckt RAPTOR den unmittelbaren Nahbereich ab, wo schnelle Reaktionszeiten entscheidend sind.

Ein möglicher Kritikpunkt ist die eingeschränkte effektive Reichweite von 7,62-mm- und 12,7-mm-Projektile gegen hochfliegende Aufklärungsdrohnen. Hier ergänzt der optionale 40-mm-Granatwerfer die Wirkung durch Splitter- und Luftdetonation.

Schnellüberblick:

Was unterscheidet den TERRAHAWK RAPTOR vom bereits bekannten TERRAHAWK PALADIN?

Der RAPTOR ist eine ultraleichte Waffenstation für 7,62-mm-/12,7-mm-Maschinengewehre oder 40-mm-Granatwerfer, die auf regulären 4×4-Geländewagen montiert werden kann. Der PALADIN nutzt eine 30-mm-Maschinenkanone samt AESA-Radar und erfordert schwere Lkw-Fahrgestelle wie den MAN 8×8.

Wie trifft ein Maschinengewehr auf dem RAPTOR kleine, schnelle Drohnen?

Die Waffenstation nutzt multispektrale Sensoren und KI-gestützte Zielerfassung, die Flugbahnen von Drohnen in Echtzeit vorausberechnet und Waffenbewegungen automatisch stabilisiert.

Quellen

  • https://www.adsadvance.co.uk/msi-ds-targets-mobile-c-uas-market-with-terrahawk-raptor.html
  • https://www.adsadvance.co.uk/dvd-2026-highlights-drones-robots-and-the-british-army-s-connected-future.html
  • https://www.msi-dsl.com/products/terrahawk-raptor/

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

Post navigation

Vorheriger Beitrag:

Terrahawk Raptor präsentiert auf DVD 2026 – Drohnenabwehr

Netzwerke & Treffen

  • Based: Defence & Dual-Use Innovation Platform
  • European Defense Tech Hackathon
  • Munich Security Breakfast

Neueste Beiträge

  • MSI-Defence stellt TERRAHAWK RAPTOR auf DVD 2026 vor
  • Terrahawk Raptor präsentiert auf DVD 2026 – Drohnenabwehr
  • Legion-Pods vernetzen F-16s via HiveLink-Zielortung ohne Radar
  • Indra präsentiert SQUALL – Marschflugkörper für Sättigungsangriffe
  • SPICE 1000 in F-35I Adir integriert – Stealth bleibt erhalten
  • Lockheed Martin investiert 35 Mio. $ in modularen AGM-158 FLEX
  • Leonardo und Marshall Land Systems starten Falcon Shield-Container
  • GDIT rollt Everest Zero Trust bei US Air Force aus – 120 Mio. USD Auftrag
  • FTS präsentiert TAHR – Leichtes Luftlande-Fahrzeug für KSK
  • Ajax integriert Hector-UGV: Mensch-Maschine-Teamwork bis 2029

Informationen

  • Datenschutz
  • Impressum
  • Kontakt
  • Leitbild & Qualität
  • Sitemap
© 2026 Defence-Tech.de

Defence Tech, die Schnittstelle zwischen modernster Technologie und Verteidigung, umfasst innovative Entwicklungen in den Bereichen Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnentechnologie und autonome Waffensysteme. In einer zunehmend komplexen geopolitischen Lage, in der Bedrohungen nicht mehr nur physisch, sondern auch digital existieren, spielt Defence Tech eine tragend Rolle für die nationale Sicherheit, militärische Effizienz und den Schutz kritischer Infrastrukturen. Darüber zu berichten ist uns daher wichtig, um Transparenz zu schaffen, ethische Fragen zu beleuchten und technologische Fortschritte sowie deren globale Auswirkungen zu verstehen.