Kongsberg stellt Aegir SSA vor – KI-Sonar für Unterwasser
Kongsberg erweitert seine maritime Überwachung mit dem neuen Sonarsystem Aegir Subsea Situational Awareness (SSA). Das KI-gestützte System kombiniert akustische Technologie mit einem virtuellen Sonar-Operator, um Unterwasserbedrohungen zu erkennen, zu klassifizieren und zu verfolgen – und das mit minimalem menschlichen Eingriff.
Aegir SSA im Überblick
Der offizielle Launch von Aegir SSA fand auf der ONS 2026 in Stavanger statt. Dort präsentierte Kongsberg das System, das speziell für den Einsatz in stark frequentierten und sicherheitsrelevanten Gewässern entwickelt wurde. Der virtuelle Sonar-Operator nutzt künstliche Intelligenz, um kontinuierlich Daten zu analysieren und dem Bediener sofortige Lagebilder zu liefern.
KI-basierter virtueller Sonar-Operator
Der Kern von Aegir SSA ist ein KI-basierter Operator, der die personelle Überwachung reduziert. Das System kann für spezifische Missionen konfiguriert und mit dem Fachwissen von Experten trainiert werden, sodass das erworbene Wissen während des Einsatzes erhalten bleibt. „Das Unterwasser-Domäne ist ein kritischer operativer Raum für kommerzielle und staatliche Akteure“, erklärte Helge André Sundt, Vice President Subsea Awareness bei Kongsberg. „Mit Aegir SSA bringen wir unsere Sonartechnologie in ein produktfamilienorientiertes System, das Sicherheit, Sicherheit und operative Übersicht in anspruchsvollen maritimen Umgebungen verbessert.“
Vielseitige Einsatzplattformen
Aegir SSA ist für die flexible Integration auf vier verschiedenen Plattformtypen konzipiert:
- Unbemannte Seenfahrzeuge (USVs)
- Stationäre Plattformen
- Bojen (z. B. Fugro SEAWATCH)
- Größere maritime Infrastrukturen
Im Jahr 2026 wurde das System im Oslofjord auf einer SEAWATCH-Boje von Fugro live demonstriert. Diese Erprobung bestätigt die Einsatzfähigkeit sowohl auf mobilen als auch auf festen Installationen.
KI-Trainingszeit und Zielklassifikation
Das Aegir-System kann mit spezifischen Ziel- und Bedrohungskatalogen trainiert werden. Damit lassen sich Taucher, unbemannte Unterwasserfahrzeuge (UUVs) und weitere relevante Objekte autonom identifizieren. Die Trainingszeit pro Zieltyp beträgt bis zu zehn Minuten, abhängig von der Diversität der Zielklassen und der Verfügbarkeit geeigneter Trainingsdatensätze.
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Reichweite und Frequenz des Aegir57
Ein zentrales Modell, Aegir57, bietet eine Erfassungsreichweite von 2 000 Meter bei einer Betriebsfrequenz von 57 kHz. Diese Parameter ermöglichen eine zuverlässige Detektion auch in flachen Gewässern, wo herkömmliche Sonarsysteme häufig an ihre Grenzen stoßen.
Risiken und Schwächen des KI-Systems
Trotz seiner Fortschrittlichkeit weist das System zwei wesentliche Risikofaktoren auf:
- Komplexe akustische Umgebungen: Unterwasserschall ist stark vom Medium abhängig. In wechselnden Szenarien mit hohem Störgeräusch kann die Genauigkeit der KI-Gestützten Erkennung sinken.
- Abhängigkeit von qualitativ hochwertigen Trainingsdaten: Hohe Klassifikationsansprüche erfordern gut annotierte Datensätze. Unvollständige oder fehlerhaft kodierte Daten können den Nutzen der KI verringern.
Schnellüberblick:
Wie viele Plattformtypen wurden für Aegir SSA getestet?
Im Jahr 2026 wurden vier unterschiedliche Plattformtypen – USVs, stationäre Anlagen, Bojen und größere maritime Systeme – erprobt.
Wie lange dauert das KI-Training pro Zieltyp?
Das Training kann bis zu zehn Minuten pro Zieltyp in Anspruch nehmen, abhängig von Zielvielfalt und Datenqualität.
Welche Reichweite und Frequenz bietet das Aegir57-Modell?
Das Modell erreicht eine Erfassungsreichweite von 2 000 Meter bei einer Betriebsfrequenz von 57 kHz.
Kann Aegir SSA autark arbeiten?
Ja, das System kann dank KI-basierter Zielverfolgung und -klassifikation autonom oder mit minimalem menschlichen Eingreifen betrieben werden.
Welche Plattformen unterstützt das Aegir SSA System?
Es wird auf USVs, stationierten Anlagen, Bojen und größeren maritimen Infrastrukturen eingesetzt, was eine breite Einsatzvielfalt ermöglicht.
