Mimic – Das neue taktische EM-Täuschungssystem von Rowden Technologies im Portfolio von JK Defence
JK Defence & Security Products erweitert sein EloKa-Portfolio gezielt um das Mimic-Deceptionsystem des britischen Herstellers Rowden Technologies. Das System soll Landstreitkräfte eine skalierbare, leicht einsetzbare Möglichkeit zur elektromagnetischen Täuschung bieten – ein Feld, in dem bisherige Lösungen häufig zu komplex oder unflexibel waren. Die Einführung von Mimic auf der diesjährigen Enforce-Tac-Messe verdeutlicht das wachsende Interesse an schnellen, modularen Tools, die Unsicherheit im EM-Kampf erzeugen und Truppen gleichzeitig schützen.
Hintergrund zur Magos-Familie und Entwicklung von Mimic
Rowden Technologies, ein schnell wachsendes britisches Ingenieurunternehmen, hat sich auf Netzwerk-, Sensor- und Computersysteme für Verteidigung, Aufklärung und Notfall-Response spezialisiert. Mimic ist das erste Produkt der Magos-Familie – einer Produktlinie günstiger Sensor- und Kommunikationslösungen. Laut dem Army Technology Excellence Awards 2025 schließt Mimic eine Lücke, die bei Bodentruppen bisher bestand, weil Täuschungstechnologien dort hinter Luft- und Seeplattformen zurückblieben. Die modulare Architektur von Mimic ermöglicht eine Anpassung an neue Anforderungen und bildet damit die Basis für zukünftige Entwicklungen innerhalb der Magos-Familie.
Modulare Architektur und schnelle Einsatzbereitschaft
Das System ist kompakt, anpassbar und lässt sich in verschiedenen Einsatzszenarien flexibel einsetzen. Die Bedienung erfolgt über eine web-basierte Oberfläche, die laut JK Defence von den meisten Soldaten in weniger als zwei Stunden erlernt werden kann. Durch die modulare Bauweise kann Mimic schnell erweitert oder umkonfiguriert werden, ohne zusätzliche logistische Belastungen für die Frontlinie zu verursachen.
Nach dem Absatz zur modularen Architektur von Mimic schließt das System eine Lücke im Landdomäne, wo Täuschungstechnologien hinter denen für Luft- und Seestreitkräfte zurückstehen. Bisherige Bodensysteme waren oft zu komplex oder einschränkend, wie Rowden-VP Jake Reynolds betont: „Wir haben Mimic entwickelt, um einen unmittelbaren Bedarf an praktischen Boden-Decoys zu decken“ (Army Technology 2025). Das System ermöglicht Masseneinsatz am taktischen Rand, um Feind-ESR und Targeting-Zyklen zu stören. Ähnliche Konzepte beweisen sich in US-Army-Tests: Die 1st Armored Brigade nutzte EM-Deception, um Kommando-Stellen-Signaturen nachzuahmen und Feinde irrezuführen (DefenseScoop 2025). Kombiniert mit physischen Elementen wie aufblasbaren Modellen verstärkt dies die Glaubwürdigkeit. Solche Tools erzeugen auch mit moderater Qualität temporäre Verwirrung, wie Studien zur EM-Täuschung zeigen (War Room 2023).
Militärische Relevanz taktischer EM-Täuschung
EM-Deception-Systeme wie Mimic imitieren elektromagnetische Signaturen, um feindliche ESR-Sensoren (Electronic Support Reconnaissance) zu stören und reale Truppenpositionen zu schützen. US-Army-Tests haben bereits Erfolge mit ähnlichen Werkzeugen gezeigt, etwa bei der Nachahmung von Kommando-Stellen. Durch das Erzeugen von kurz-zeitiger Verwirrung können feindliche ISR-Ketten (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) abgelenkt und Zielerfassung erschwert werden – selbst wenn die Qualität der Decoys nur moderat ist.
Reichweite und Leistungsfähigkeit von Decoys
- Metric: Reichweite ADM-160 MALD Decoy
- Wert: >500 Meilen
- Jahr: 2000er
- Quelle: War Room, 2023 (S3)
Die über 500 Meilen lange Reichweite luftgestützter Decoys verdeutlicht, dass elektromagnetische Täuschung nicht nur auf kurze Distanzen beschränkt ist, sondern auch in großflächigen Konflikten wirksam sein kann.
Vorteile von Mimic gegenüber traditionellen Täuschmitteln
- Kompaktes Design – geeignet für taktische Bodeneinsätze
- Skalierbarkeit – kann in großen Stückzahlen eingesetzt werden
- Web-basierte Benutzeroberfläche – erlernbar in unter zwei Stunden
- Modulare Architektur – Anpassung an neue Bedrohungen möglich
- Geringe logistische Belastung im Vergleich zu luft- oder see-basierten Decoys
Wie im FAQ von JK Defence erklärt wird, unterscheidet sich Mimic von traditionellen Täuschmitteln dadurch, dass es keine aufwendige physische Infrastruktur benötigt, sondern primär elektronische Signaturen erzeugt.
Potenzielle Risiken und Grenzen
- Fortschrittliche Sensoren und KI können moderne Decoys entlarven – niedrige Qualität wirkt nur kurzfristig.
- Physikalische Komponenten (z. B. aufblasbare Modelle) sind oft nötig, um die Glaubwürdigkeit elektronischer Täuschung zu verstärken.
Leser sollten realistische Erwartungen an Einsatzzeiten und Limitationen haben, da reine elektronische Systeme in hochentwickelten Gefechtslagen allein nicht immer ausreichend sind.
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Häufige Fragen (FAQ)
Was unterscheidet Mimic von traditionellen Täuschmitteln?
Mimic ist kompakt, skalierbar und für taktische Bodeneinsätze optimiert, im Gegensatz zu komplexen Luft- oder See-Decoys. Es erzeugt EM-Unsicherheit ohne hohe Logistikbelastung (Army Technology, 2025).
Wie wirkt EM-Deception im Gefecht?
Sie täuscht Feind-Sensoren durch Nachahmung von Signaturen, lenkt ISR ab und schützt reale Positionen. US-Army-Tests mit CP-Nachbildungen zeigten Erfolge in Übungen (DefenseScoop, 2025).
Fazit
Mit Mimic erweitert JK Defence sein EloKa-Portfolio um ein System, das speziell für die Anforderungen von Bodentruppen konzipiert ist. Die modulare, kompakte Bauweise und die intuitive, web-basierte Bedienung ermöglichen schnelle, flexible Einsätze und schließen eine bisher bestehende Lücke im Bereich der taktischen elektromagnetischen Täuschung. Gleichzeitig verdeutlichen die genannten Gegenargumente, dass die Wirksamkeit von reinen EM-Decoys von der Qualität der Signaturen und der Ergänzung durch physische Elemente abhängt. Insgesamt stellt Mimic einen bedeutenden Schritt in Richtung skalierbarer, leicht einsetzbarer Täuschungslösungen für die Landstreitkräfte dar.
