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Russischer Waffenvertrag mit dem Iran: 500 Werba-MANPADS im Wert von 500 Millionen Euro

Russischer Waffenvertrag mit dem Iran: 500 Werba-MANPADS im Wert von 500 Millionen Euro

25. März 2026 von Michael Bauer

Im Dezember 2025 unterzeichneten Russland und der Iran einen Waffenvertrag, der als bislang größter Kauf iranischer Luftabwehrtechnik aus Russland gilt. Der Deal umfasst 500 tragbare Werba-Luftverteidigungssysteme (9K333) und 2 500 9M336-Raketen – ein Gesamtwert von rund 200 Millionen Euro. Die Lieferungen sollen zwischen 2027 und 2029 erfolgen und könnten das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten nachhaltig verändern.

Hintergrund des Waffenvertrags

Der Vertrag wurde laut geheimen russischen Dokumenten, die von der Financial Times geprüft wurden, vereinbart. Er folgt auf frühere, umfangreichere militärische Kooperationen, etwa einen 6-Milliarden-Euro-Deal für Su-35-Kampfflugzeuge. Der Iran befindet sich in einer Phase zunehmender regionaler Spannungen, weshalb die Möglichkeit, niedrig fliegende Drohnen und Marschflugkörper wirksam abzuwehren, von strategischer Bedeutung ist.

„Der Deal stärkt Irans Fähigkeit zur Bekämpfung niedrig fliegender Drohnen und Marschflugkörper inmitten regionaler Spannungen.“ – Analyse der Vertragsfolgen

Technische Spezifikationen des Werba-Systems (9K333)

Das Werba ist ein modernes MANPADS, das mit einem dreispektralen Suchkopf ausgestattet ist. Dieser nutzt Ultraviolett- (UV), Nah-Infrarot- (NIR) und Mittel-Infrarot- (MIR) Wellenlängen, um Ziele bei schlechten Wetterbedingungen oder nachts zu erfassen.

  • Reichweite (horizontal): 0,5-6,0 km (vertikal 10-3 500 m)
  • Raketen-Gewicht: 17,25 kg inkl. 2,5 kg Sprengkopf
  • Maximale Zielgeschwindigkeit (frontal): 400 m/s
  • Suchkopf: dreispektral (UV, NIR, MIR) mit Fire-and-Also-Funktion
  • Störungsresistenz: bis zu zehnmal besser als das Vorgängermodell Igla-S

Die 9M336-Rakete erreicht bei frontalen Zielen Geschwindigkeiten bis 400 m/s und kann sowohl anfliegende als auch wegfliegende Ziele bis zu 320 m/s verfolgen. Der Sprengkopf von 2,5 kg ist für die Bekämpfung von UAVs, Hubschraubern, Flugzeugen und Marschflugkörpern ausgelegt.

Einsatzmöglichkeiten gegen moderne Bedrohungen

Durch die Kombination aus hoher Reichweite, leichter Bauweise und einer robusten Zielerfassung ist das Werba-System besonders geeignet, um die wachsende Flut von unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) und Cruise Missiles im Nahen Osten zu neutralisieren. Experten betonen, dass die dreispektrale Sensorik die Unterscheidung von Täuschkörpern erheblich verbessert – ein entscheidender Vorteil gegenüber älteren Systemen.

  • Abwehr von niedrigen Drohnen (500 m bis 6 km)
  • Schutz gegen Marschflugkörper mit geringer Wärmesignatur
  • Flexibler Einsatz in urbanen und bergigen Terrains dank geringem Gewicht (17,25 kg)

Vergleich mit westlichen MANPADS

Im NATO-Umfeld wird derzeit ein Ausbau bodengebundener Luftverteidigung diskutiert. Die Bundeswehr plant, 500-600 Systeme in der untersten Schicht zu beschaffen – vergleichbar mit der Anzahl der bestellten Werba-Einheiten. Während westliche Systeme wie das Igla-S eine begrenzte Störungsresistenz aufweisen, bietet das Werba-System dank seines dreispektralen Suchkopfes bis zu zehnmal höhere Resistenz gegen elektronische Gegenmaßnahmen.

„Werbas dreispektraler Suchkopf bietet höhere Resistenz gegen Täuschkörper im Vergleich zu Systemen wie Igla-S.“ – Vergleichsanalyse

  • Störungsresistenz: Werba bis zu 10× besser als Igla-S
  • Bedarf NATO: 500-600 Einheiten für die unterste Verteidigungsschicht (Skyranger)
  • Gewicht: Werba 17,5 kg vs. Igla-S ca. 16 kg (leichtes Plus für zusätzliche Sensorik)
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Risiken und Gegenargumente

Der Vertrag beruht auf geheimen Dokumenten, die nicht öffentlich verifiziert sind. Weder Russland noch der Iran haben den Deal offiziell bestätigt. Darüber hinaus könnten aktuelle Sanktionen gegen Russland die termingerechte Lieferung von 2027 bis 2029 gefährden.

  • Fehlende offizielle Bestätigung durch beide Staaten
  • Abhängigkeit von Sanktionen und geopolitischen Entwicklungen
  • Mögliche Verzögerungen im Lieferzeitraum (2027-2029)

Leser sollten daher zwischen bestätigten Fakten und spekulativen Berichten unterscheiden, da militär

Die Gefahr besteht, dass die militärische Lage im Nahen Osten weiter destabilisiert wird, wenn die Lieferungen nicht wie geplant erfolgen.

Fazit

Der russisch-iranische Waffenvertrag für das Werba-System stellt einen bedeutenden Schritt in der regionalen Luftverteidigung dar, birgt jedoch erhebliche Risiken durch fehlende offizielle Bestätigungen und mögliche Sanktionen. Die technische Überlegenheit des Systems könnte die Abschreckung gegen Drohnen und Marschflugkörper stärken, während gleichzeitig geopolitische Unsicherheiten die Umsetzung gefährden.

FAQ

Wie viele Werba-Systeme wurden im Vertrag vereinbart?

Der Vertrag sieht die Lieferung von 500 tragbaren Werba-Luftverteidigungssystemen vor.

Welcher Zeitraum ist für die Lieferung vorgesehen?

Die Lieferungen sollen zwischen 2027 und 2029 erfolgen.

Welche Vorteile bietet das Werba-System gegenüber westlichen MANPADS?

Durch den dreispektralen Suchkopf ist das Werba-System bis zu zehnmal resistenter gegen elektronische Störmaßnahmen und kann Ziele bei schlechten Sichtbedingungen besser erfassen.

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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