Prize Contest Loitering Munitions: Sentinel Strike Challenge – EU-Wettbewerb für innovative unbemannte Wirkungssysteme
Am 25. Februar 2026 hat die European Defence Agency (EDA) einen neuen Innovationswettbewerb veröffentlicht, der sich speziell der Entwicklung und Erprobung von Loitering-Munitions- und Präzisionswirkungssystemen widmet. Unter dem Titel „Prize Contest Loitering Munitions: Sentinel Strike Challenge“ soll ein praxisnaher Testrahmen geschaffen werden, der europäischen Unternehmen – insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Start-ups – die Möglichkeit gibt, ihre Technologien im militärischen Kontext zu demonstrieren und messbare Leistungsdaten zu liefern. Der Wettbewerb ist Teil der Operational Experimentation Campaign 2026 (OPEX261 PT) und wird vom Hub for European Defence Innovation (HEDI) koordiniert.
Hintergrund und Zielsetzung des Wettbewerbs
Der „Sentinel Strike Challenge“ verfolgt mehrere zentrale Ziele, die die Innovationskraft des europäischen Verteidigungssektors stärken sollen:
- Förderung praxisnaher Tests von Loitering-Munitions-Systemen in multinationalen Übungen.
- Erstellung objektiver Leistungs- und Integrationsdaten für spätere Beschaffungsentscheidungen.
- Erhöhung der Sichtbarkeit und Vergleichbarkeit innovativer Lösungen aus KMU- und Start-up-Umfeld.
- Beschleunigung der Technologiezyklen durch frühe Demonstration unter realen Einsatzbedingungen.
Wie die EDA betont, soll der Wettbewerb „zur Stärkung des europäischen Verteidigungssektors beitragen“ und einen verlässlichen Marktüberblick ermöglichen.
Organisatorische Rahmenbedingungen
Koordination durch HEDI und Einbindung in OPEX261 PT
Der Wettbewerb ist in die Operational Experimentation Campaign 2026 (OPEX261 PT) eingebettet, ein Übungs- und Testrahmen, der mehrere EU-Mitgliedstaaten zusammenbringt. Die Koordination liegt beim Hub for European Defence Innovation (HEDI), der als zentrale Schnittstelle zwischen der EDA, den teilnehmenden Unternehmen und den militärischen Übungsorganisationen fungiert.
Prize-Contest-Format nach EU-Finanz- und Förderregeln
Der „Sentinel Strike Challenge“ ist kein klassisches Vergabeverfahren, sondern ein Prize Contest gemäß den EU-Finanz- und Fördervorschriften. Dieses Format ermöglicht es, Innovationsimpulse zu setzen, ohne dass die Teilnehmenden sofort an traditionelle Vertragsvergaben gebunden sind. Es richtet sich ausdrücklich an Akteure aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und bietet insbesondere KMU und Start-ups einen niedrigschwelligen Zugang zu militärischen Testbedingungen.
Finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen
- Budget: 2 000 000 EUR (Gesamtvolumen für den Prize Contest).
- Veröffentlichungsdatum: 25. Februar 2026 (EDA).
- OJEU-Nummer: 133672-2026 (Prior Information Procedure).
- CPV-Codes: 35613000 (unbemannte Luftfahrzeuge) und 73436000 (Testservices für militärische Systeme).
- Rechtsgrundlage: Prior Information Procedure (OJEU 133672-2026) – klassifiziert als Forschungs- und Entwicklungs-Dienstleistung im Verteidigungsbereich.
Ablauf und wichtige Termine
Der Wettbewerb folgt einem klar definierten Zeitplan, der potenziellen Teilnehmenden frühzeitige Orientierung bietet:
- Informationsveranstaltung: 17. März 2026 – Die Session liefert Details zu Teilnahmebedingungen, technischen Anforderungen und Ablauf.
- Ort der Informationssession: Portugal – verdeutlicht den multinationalen Charakter des Projekts.
- Status: Forecast – Der aktuelle Status signalisiert, dass finale Bedingungen nach Registrierung auf der EDA-Plattform noch variieren können.
Interessierte müssen sich auf der EDA-Plattform registrieren, um Zugang zu den vollständigen Unterlagen zu erhalten.
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Teilnahmebedingungen und Zielgruppe
Der Wettbewerb richtet sich an folgende Akteure:
- Organisationen aus EU-Mitgliedstaaten.
- KMU und Start-ups, die innovative Loitering-Munitions-Technologien entwickeln.
- Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen, die im Bereich unbemannte Luftfahrzeuge und Testservices tätig sind.
Die Teilnahme erfordert eine Registrierung auf der EDA-Plattform, wobei detaillierte technische und rechtliche Vorgaben erst nach erfolgreicher Registrierung einsehbar sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hoch ist das Budget des Wettbewerbs?
Das Budget beträgt 2 Millionen EUR.
Wo findet die Informationssession statt?
Am 17. März 2026 in Portugal. Weitere Details werden nach Registrierung auf der EDA-Plattform bereitgestellt.
Wer kann teilnehmen?
Organisationen aus EU-Mitgliedstaaten, insbesondere KMU und Start-ups, können sich bewerben.
Fazit
Der „Prize Contest Loitering Munitions: Sentinel Strike Challenge“ stellt einen wichtigen Meilenstein für die europäische Verteidigungsinnovation dar. Durch ein klar definiertes Budget von 2 Millionen Euro, die Einbindung in die OPEX261 PT-Übungen und das offene Prize-Contest-Format erhalten Unternehmen aus der gesamten EU-Gemeinschaft eine praxisnahe Plattform, um ihre Technologien zu testen, zu vergleichen und sichtbar zu machen. Der Forecast-Status und die Notwendigkeit zur Registrierung auf der EDA-Plattform verdeutlichen, dass die endgültigen Rahmenbedingungen noch flexibel bleiben – ein Hinweis darauf, dass Interessierte die offiziellen Kanäle kontinuierlich beobachten sollten. Insgesamt schafft der Wettbewerb die Voraussetzungen für schnellere Beschaffungsentscheidungen und stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Verteidigungssektors.
