Rheinmetall erhält 100 Mio. Euro für D-LBO – 7.000 Fahrzeuge digitalisiert
Im Juli 2026 hat die Bundeswehr im Rahmen des Programms „Digitalisierung Landbasierte Operationen“ (D-LBO) einen weiteren Auftrag im Wert von 100 Millionen Euro an die Arbeitsgemeinschaft IT-Systemintegration vergeben. Die ARGE, bestehend aus Rheinmetall Electronics GmbH und der blackned GmbH, soll damit die Serienintegration digitaler Führungs- und Kommunikationssysteme in bis zu 7.000 Fahrzeugen weiter vorantreiben.
Finanzierung und Umfang des D-LBO-Programms
Das D-LBO-Programm wird mit einem geplanten Gesamtinvestitionsvolumen von 4 Milliarden Euro beziffert. Dieses Budget soll bis 2030 die Modernisierung der deutschen Landstreitkräfte ermöglichen und die digitale Infrastruktur auf den neuesten Stand der Technik bringen.
- Gesamtvolumen: 4 000 000 000 Euro (Stand 2023)
- Geplante Digitalisierung: 7.000 Fahrzeuge
- Zeitrahmen: Modernisierung bis 2030
„Das D-LBO-Programm hat sich als eines der umfangreichsten Modernisierungsprojekte der Bundeswehr etabliert.“ – Bundesministerium der Verteidigung
Technologisches Rückgrat: Hardware und Dienstleistungen
Der aktuelle Abruf umfasst sowohl Hardwarekomponenten als auch industrielle Dienstleistungen, die für die Fortführung der Serienintegration nötig sind.
- 5.000 Adapterplattensätze („Basic“) zur Integration von IT- und Funkgeräten in verschiedene Fahrzeugplattformen
- 11.000 rugged Pin Pads als Bedieneinheiten für kryptographische Funktionen und digitale Führungs- und Kommunikationssysteme
- Zehn zusätzliche Serienintegrationsteams, die von Q4 2027 bis Q4 2028 eingesetzt werden
- Technische Unterstützungsleistungen: Softwareintegration, Optimierung technischer Schnittstellen, Sicherstellung stabilen Systembetriebs
Rheinmetall Electronics übernimmt die Integration der Systemtechnik in die Fahrzeugplattformen, während blackned seine Expertise in Softwarearchitekturen und taktischen Kommunikationslösungen einbringt.
Herausforderungen bei der Systemintegration
Die hohe Komplexität der zu integrierenden Systeme stellt ein erhebliches Risiko für Termine und Budget dar. Technologische Hürden können die termingerechte Bereitstellung und die Funktionsfähigkeit der Systeme gefährden.
- Komplexe Schnittstellen zwischen Hard- und Software
- Erforderliche Anpassungen für verschiedene Fahrzeugtypen
- Notwendigkeit stabiler, verschlüsselter Kommunikationskanäle
Die Bewältigung dieser Herausforderungen ist entscheidend, um die Interoperabilität mit NATO-Partnern sicherzustellen.
Bedeutung für NATO-Interoperabilität
Durch die flächendeckende Digitalisierung von tausenden Fahrzeugen und Gefechtsständen schafft das D-LBO-Programm die Voraussetzung für eine hochmoderne, vernetzte Führungskompetenz im Verbund. Dies stärkt die Landes- und Bündnisverteidigung und ermöglicht den nahtlosen Austausch von Informationen mit NATO-Partnern.
Anzeige*„Ziel des Programms ist die Ausstattung der Landstreitkräfte mit einer durchgängigen, geschützten und interoperablen digitalen Führungs- und Informationsinfrastruktur.“ – Bundesministerium der Verteidigung
Schnellüberblick:
Was bedeutet D-LBO?
D-LBO steht für „Digitalisierung Landbasierte Operationen“ und zielt darauf ab, die Landstreitkräfte der Bundeswehr mit einer modernen digitalen Infrastruktur auszustatten.
Wie hoch ist das geplante Investitionsvolumen?
Das Gesamtinvestitionsvolumen wird mit etwa 4 Milliarden Euro angegeben (Stand 2023).
Wie viele Fahrzeuge sollen digitalisiert werden?
Bis zu 7.000 Fahrzeuge sollen im Rahmen des Programms bis 2030 digitalisiert werden.
Welche Hardwarekomponenten sind Teil des aktuellen Abrufs?
Der Abruf umfasst 5.000 Adapterplattensätze und 11.000 rugged Pin Pads sowie zusätzliche Serienintegrationsteams für die Umsetzung.
Welche Risiken bestehen bei der Umsetzung?
Technologische Herausforderungen bei der Integration könnten Termine und Budget gefährden.
