Skip to content
Defence-Tech.de

Defence-Tech.de

  • Starteite
  • Kategorien
    • News
    • Verteidigungstechnologieentwicklung und Innovation
    • Strategische und operative Verteidigungsplanung
    • Autonome Systeme und Robotik
    • Cybersicherheit und digitale Verteidigung
    • Drohnen und unbemannte Überwachungssysteme
  • Leitbild & Qualität
  • Kontakt

Defence-Tech.de

Anduril startet Altius-700M von UH-60M Black Hawk bei PC-C6

Anduril startet Altius-700M von UH-60M Black Hawk bei PC-C6

4. September 2026 von Anna Schröder

Im Juli 2026 demonstrierte die US-Armee im Rahmen von Project Convergence Capstone 6 (PC-C6) die Integration der autonomen Wirkmitteldrohne Altius-700M in den Transporthubschrauber UH-60M Black Hawk. Der Test markiert den Wandel vom reinen Transportmittel zu einer fliegenden Startplattform für vernetzte Loitering Munition und erhöht die Abstandsfähigkeit (Standoff) erheblich, wodurch Besatzungen besser vor moderner Nahbereichsflugabwehr geschützt werden.

Integration autonomer Wirkmitteldrohnen in den UH-60M Black Hawk

Die Integration erfolgte über das staatlich entwickelte LEDGR-System (Launched Effects Dispenser for Ground and Rotorcraft), das von DEVCOM AvMC und dem Utility Helicopters Project Office vorangetrieben wird. Der Start der Altius-700M erfolgt nicht im freien Fall, sondern mittels eines raketengestützten Feststoffboosters, der das Flugkörper-System sofort aus der Verwirbelung der Rotorblätter befördert. Dieser Mechanismus ermöglicht einen sicheren und kontrollierten Austritt aus den Außenlaststationen des Hubschraubers.

  • Entwicklungsdauer der Integrationsphase: 13 Monate (Schnellintegration bis Sommer 2026)
  • Vorheriger Truppentest: Juni 2026 auf dem Testgelände Fort A.P. Hill, Virginia
  • Erprobung im Rahmen des offiziellen Army-Programms für Air-Launched Effects (ALE) bzw. Long-Range Precision Munitions (LRPM)

Projekt Convergence Capstone 6: Rahmen und Umfang

PC-C6 war das bislang größte Experiment der Convergence-Reihe und fand in der Mojave-Wüste statt. Rund 10.000 Soldaten und Spezialisten aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Australien, Kanada und Neuseeland nahmen teil. Ziel war die Validierung der Führungsarchitektur „Next Generation Command and Control“ (NGC2) auf Divisionsebene. Im Rahmen des Manövers wurden über 90 Zukunftstechnologien evaluiert, darunter die Altius-700M.

  • Beteiligte Streitkräfte: ca. 10.000 Personen aus fünf Nationen
  • Getestete Zukunftstechnologien: >90
  • Zeitraum: Juli 2026, drei-tägige Flugkampagne über Fort Irwin, Kalifornien

Technische Daten der Altius-700M

Die Altius-700M ist eine bewaffnete Loitering Munition, die aus einem 7-Zoll-Durchmesser-Behälter (17,8 cm) gestartet wird. Sie trägt einen Sprengkopf von etwa 15 kg (33 lb) und verfügt über eine Verweildauer von rund 75 Minuten (1,25 Stunden). Die Reichweite beträgt rund 160 km, womit sie die klassischen Luft-Boden-Lenkwaffen deutlich übertrifft.

  • Einsatzreichweite: 160 km
  • Flugdauer (Endurance): 75 Minuten
  • Gefechtskopfmasse: 15 kg
  • Varianten: Aufklärungs- und EW-Variante mit Reichweite bis 460 km und Flugzeit ca. 4 Stunden

Taktischer Reichweitensprung gegenüber klassischen Systemen

Im Vergleich zur standardmäßigen Luft-Boden-Panzerabwehrlenkwaffe AGM-114 Hellfire (Reichweite 8-11 km) verzehnfacht die Altius-700M den Wirkungsradius des Trägersystems. Die Loitering-Fähigkeit erlaubt das Aufspüren von Zielen in der Tiefe, ohne dass der Hubschrauber Sichtverbindung zum Ziel haben muss. Dadurch können Transporthubschrauber eigenständig Aufklärungs- und Präzisionsschläge aus sicherer Distanz ausführen, während spezialisierte Kampfhubschrauber wie die AH-64 Apache weiterhin Schwerpunktangriffe übernehmen.

  • Reichweite Hellfire: ca. 8-11 km
  • Reichweite Altius-700M: ca. 160 km
  • Verzehnfachung des Wirkungsradius
Anzeige* Venture Diligence - Startup Analysen Venture Diligence - Startup Analysen

Risiken und Herausforderungen bei autonomen Loitering Munitions

Obwohl die Technologie erhebliche taktische Vorteile bietet, gibt es kritische Punkte, die die breitere Einführung beeinflussen:

  • Abhängigkeit von stabiler Funk- und Datenvernetzung: In stark elektronisch gestörten Umgebungen (Electronic Warfare / GPS-Spoofing) kann die autonome Zielübergabe im Schwarmverbund an technische Hürden stoßen.
  • Hohe Stückkosten: Loitering Munitions wie die Altius-700M sind aufwendige Einwegsysteme, sodass ihr massenhafter Einsatz logistisch und haushaltspolitisch priorisiert werden muss.
  • Ethische und rechtliche Hürden: Vollautonome Zielbekämpfung erfordert in westlichen Streitkräften in der Regel eine menschliche Freigabe (Human-in-the-loop) vor dem Waffeneinsatz.

FAQ – häufige Fragen

Was unterscheidet die Basisversion Altius-700 von der Version Altius-700M?

Die Standard-Altius-700 dient der Aufklärung (ISR), Signalaufklärung und elektronischen Kampfführung mit bis zu 4 Stunden Flugzeit. Die Altius-700M ist eine bewaffnete Loitering Munition (Einweg-Wirkmittel) mit 15-kg-Sprengkopf und rund 75 Minuten Verweildauer.

Wie wird die Drohne sicher aus dem Hubschrauber gestartet?

Der Start erfolgt nicht im freien Fall, sondern über einen raketengestützten Feststoffbooster aus Standard-Startrohren (z. B. LEDGR-Behälter an den Außenlaststationen), der den Flugkörper sofort aus der Verwirbelung der Rotorblätter befördert.

Macht diese Bewaffnung den Kampfhubschrauber AH-64 Apache überflüssig?

Nein, aber sie erweitert die Einsatzflexibilität: Transporthubschrauber wie die UH-60M können nun eigenständig Aufklärungs- und Präzisionsschläge aus sicherer Distanz ausführen, während Apaches sich auf koordinierte Schwerpunktangriffe und Luftnahunterstützung konzentrieren.

Schnellüberblick:

Welcher Zweck wird mit der Integration der Altius-700M verfolgt?

Sie soll die Abstandsfähigkeit (Standoff) des UH-60M drastisch erhöhen, die Besatzung vor Nahbereichsflugabwehr schützen und autonome Hunter-Killer-Operationen ohne permanente manuelle Steuerung ermöglichen.

Wie lange dauerte die Entwicklungs- und Integrationsphase?

Die Schnellintegration des Systems auf die UH-60M-Plattform wurde in 13 Monaten abgeschlossen und bis zum Sommer 2026 einsatzbereit gemacht.

Welche Reichweite erreicht die Altius-700M im Vergleich zur Hellfire?

Die Altius-700M erreicht ca. 160 km, während die Hellfire nur 8-11 km erreicht – ein Faktor von mehr als zehn.

Welche Dokumente belegen die technischen Daten?

Die offiziellen Spezifikationen finden sich im Anduril-Industries-Report „Altius Autonomous Air Vehicle Specifications“ (2026) und in der Fachanalyse von The Aviationist (2026).

Quellen

  • https://www.anduril.com/altius
  • https://theaviationist.com/2026/09/01/h-60m-black-hawk-executes-rocket-launch-of-andurils-altius-700-during-latest-u-s-army-a-le-test/
  • https://militaeraktuell.at/us-army-sikorsky-black-hawk-wird-drohnen-mutterschiff/

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

Post navigation

Vorheriger Beitrag:

Roketsan testet ÇAKIR vom 8×8-Lkw – Treffer auf Land und See

Nächster Beitrag:

York Space Systems startet LX/V-CLASS für VLEO-Missionen

Netzwerke & Treffen

  • Based: Defence & Dual-Use Innovation Platform
  • European Defense Tech Hackathon
  • Munich Security Breakfast

Neueste Beiträge

  • AEVEX und Divergent beschleunigen Drohnenproduktion mit KI-3D-Druck
  • Japan plantet Unterwasser-Hyperschallraketen, 8,9 Trillionen-Yen 2027
  • York Space Systems startet LX/V-CLASS für VLEO-Missionen
  • Anduril startet Altius-700M von UH-60M Black Hawk bei PC-C6
  • Roketsan testet ÇAKIR vom 8×8-Lkw – Treffer auf Land und See
  • BlueBird Tech listet Bebradron KIT-Preise auf Brave1 Market
  • Northrop Grumman liefert diamantgekühlte Chips für Militärradar
  • Zuri startet 679-km-Hybrid-VTOL für Logistik
  • Blakcro liefert militärischen Paragleit für britische Spezialkräfte
  • Russisches Laser zerstört Hunderte Drohnen – Faktencheck

Informationen

  • Datenschutz
  • Impressum
  • Kontakt
  • Leitbild & Qualität
  • Sitemap
© 2026 Defence-Tech.de

Defence Tech, die Schnittstelle zwischen modernster Technologie und Verteidigung, umfasst innovative Entwicklungen in den Bereichen Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnentechnologie und autonome Waffensysteme. In einer zunehmend komplexen geopolitischen Lage, in der Bedrohungen nicht mehr nur physisch, sondern auch digital existieren, spielt Defence Tech eine tragend Rolle für die nationale Sicherheit, militärische Effizienz und den Schutz kritischer Infrastrukturen. Darüber zu berichten ist uns daher wichtig, um Transparenz zu schaffen, ethische Fragen zu beleuchten und technologische Fortschritte sowie deren globale Auswirkungen zu verstehen.