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US Coast Guard vergibt Vertrag für fünf Arctic Security Cutters an Davie Defense – Ausbau der arktischen Eisbrecherflotte

US Coast Guard vergibt Vertrag für fünf Arctic Security Cutters an Davie Defense – Ausbau der arktischen Eisbrecherflotte

12. Februar 2026 von Michael Bauer

Die US Coast Guard hat Davie Defense den Auftrag für fünf Arctic Security Cutters (ASCs) erteilt. Damit wird das im Oktober zwischen dem Weißen Haus und Finnland vereinbarte Memorandum of Understanding vollständig umgesetzt. Die neuen mittelgroßen Polareisbrecher stärken die maritime Präsenz der USA in der Arktis, wo Russland und China ihre Aktivitäten ausbauen, und sichern wichtige Schifffahrtsrouten sowie Rohstoffvorkommen.

Hintergrund zum ASC-Programm und Flottenmodernisierung

Im Rahmen der Force Design 2028 modernisiert die Coast Guard ihre Eisbrecherflotte. Ziel ist es, die bisherige Lücke – derzeit nur zwei operative schwere Eisbrecher – zu schließen. Die geplanten elf Arctic Security Cutters ergänzen die schwereren Polar Security Cutter (PSC) und sollen küstennahe Missionen in der Arktis übernehmen.

  • Geplante ASCs gesamt: 11 Schiffe (Programmstart 2026)
  • Erste Lieferung: frühes 2028 – USCG-Zieltermin
  • Auftrag ist Teil der Präsident-Trump-Direktive zur Arktis-Sicherheit

Vertrag mit Davie Defense – Details und Verteilung

Davie Defense, die US-Tochter des kanadischen Davie, wird fünf ASCs bauen: drei in den USA und zwei im Helsinki Shipyard in Finnland. Die US-Bauorte liegen in Texas, wo Davie kürzlich in das Gulf Copper Shipyard investierte und dort eine „American Icebreaker Factory“ etablieren will.

„Our adversaries continue to look to grow their presence in the Arctic, equipping the Coast Guard with Arctic Security Cutters will help reassert American maritime dominance there,“ sagte Secretary of Homeland Security Kristi Noem.

„We can’t wait to get started on delivering mission-ready cutters to our valued U.S. Coast Guard partner,“ erklärte Davie Defense CEO Kai Skvarla.

Die Aufteilung der fünf Schiffe sieht folgendermaßen aus:

  • USA: 3 Schiffe – gebaut in Texas (Galveston, Port Arthur)
  • Finnland: 2 Schiffe – gebaut im Helsinki Shipyard

Bauorte und Zeitplan

Die ersten beiden ASCs aus Finnland sollen zusammen mit den drei US-Bauprojekten bis Anfang 2028 fertiggestellt sein. Davie Defense hat im September 2025 eine Milliarde US-Dollar in das Gulf Copper Shipyard investiert, um die Produktionskapazität zu erhöhen.

Beteiligte Werften und frühere Awards

Der Vertrag mit Davie Defense ergänzt zwei frühere Awards vom 29. Dezember 2025:

  • Rauma Marine Constructions Oy (Finnland) – bis zu 2 ASCs
  • Bollinger Shipyards (Louisiana, USA) – bis zu 4 ASCs

Damit wird das ursprünglich im Oktober beschlossene Memorandum umgesetzt, das vier Schiffe in Finnland und sieben in den USA vorsieht.

„The cooperation benefits both countries, Finland and the United States. The deal would not have been possible without President Donald Trump,“ kommentierte Finnischer Präsident Alexander Stubb auf X.

Strategische Bedeutung und Risiken

Die Erweiterung der US-Eisbrecherflotte ist ein zentrales Element der amerikanischen Arktis-Strategie. Während die USA derzeit nur zwei operative schwere Eisbrecher besitzen, verfügen Russland mit rund 40 und China mit einer wachsenden, aber noch kleineren Flotte über erhebliche Präsenz. Die neuen ASCs ermöglichen:

  • Grenzsicherung und Krisenreaktion in der Arktis
  • Sicherung von Schifffahrtswegen und Rohstofftransporten
  • Flexiblere, küstennahe Einsätze dank mittelgroßer Bauweise

Gleichzeitig bestehen Risiken:

  • Abhängigkeit von finnischer Expertise könnte Zeitpläne gefährden
  • Investitionen in US-Werften erhöhen die Kosten
  • Die aktuelle Flottenlücke bleibt bis 2028 bestehen, während die geopolitische Konkurrenz zunimmt
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Häufig gestellte Fragen

Was sind Arctic Security Cutters genau?

Mittelgroße Polareisbrecher für küstennahe Missionen wie Grenzsicherung, Schifffahrtswege und Krisenreaktion in der Arktis (USCG, 2026).

Warum Kooperation mit Finnland?

Finnische Werften wie das Helsinki Shipyard verfügen über bewährte Eisbrecher-Expertise und ermöglichen die Einhaltung des Liefertermins 2028 (USCG-Pressemitteilung, 11.02.2026).

Wie viele Eisbrecher hat die USCG derzeit?

Nur zwei operative schwere Eisbrecher; die ASCs modernisieren die Flotte im Rahmen von Force Design 2028 (USCG, 2026).

Fazit

Der Vertrag mit Davie Defense schließt das von Präsident Trump initiierte Programm zur Erweiterung der arktischen Eisbrecherflotte ab. Mit fünf neuen ASCs, verteilt zwischen den USA und Finnland, wird die US Coast Guard ihre Fähigkeit stärken, maritime Sicherheit, wirtschaftliche Interessen und geopolitische Präsenz in einer zunehmend umkämpften Arktis zu wahren. Die geplante erste Lieferung 2028 markiert einen Meilenstein, birgt jedoch Risiken, die eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen und eine konsequente Umsetzung der Baupläne erfordern.

Quellen

  • U.S. Coast Guard – „U.S. Coast Guard completes the President’s contract awards for 11 Arctic Security Cutters“ – https://www.news.uscg.mil/Press-Releases/Article/4403354/us-coast-guard-completes-the-presidents-contract-awards-for-11-arctic-security/
  • Marine Link – „U.S. Coast Guard Orders Five Arctic Security Cutters“ – https://www.marinelink.com/news/us-coast-guard-orders-five-arctic-535629

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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