Arbe Robotics stellt Alerion vor: 95 % Detektion funkster Drohnen
Arbe Robotics hat das neue 4D-Imaging-Radar Alerion vorgestellt – ein System, das selbst die leisesten, funkstillen und autonom operierenden Kleindrohnen in komplexen Umgebungen zuverlässig erkennt. Die Lösung kombiniert hochauflösende Radar-Imaging-Technologie mit einer kompakten, solid-state Architektur, die die strengen SWaP-C-Anforderungen (Size, Weight, Power, Cost) für mobile und stationäre Plattformen erfüllt.
4D-Imaging-Architektur von Alerion
Das Kernprinzip von Alerion ist eine hochauflösende 4D-Imaging-Architektur. Sie erzeugt ein dreidimensionales Bild der Umgebung und fügt die zeitliche Komponente hinzu, um Bewegungen präzise zu verfolgen. Dadurch kann das System:
- Kleindrohnen von Bodenechos, Vögeln und Vegetation unterscheiden.
- Kontinuierlich vom ersten Erkennen bis zum kritischen Nahbereich verfolgen.
- Falschalarme reduzieren, indem es klare Unterscheidungen zwischen Luftfahrzeugen und statischen Objekten trifft.
Unabhängige Detektion ohne Funkemissionen
Moderne C-UAS-Systeme stoßen bei der Bekämpfung von Drohnen, die keine Funkemissionen abgeben, an ihre Grenzen. Alerion arbeitet komplett unabhängig von Funksignalen und erkennt stattdessen das Radar-Reflexionsprofil (RCS) der Flugobjekte. Selbst Drohnen mit einem Radar-Cross-Section-Wert von unter 0,01 m² werden erfasst.
„Drone threats have become one of the most urgent security challenges worldwide, and detection of small drones is a current weakness where defenders are highly exposed,“ sagte Ram Machness, CEO von Arbe Robotics. „Alerion brings … counter-drone defense in a compact platform designed for broad deployment.“
Effektivität im Vergleich zu herkömmlichen C-UAS-Systemen
Unabhängige Testberichte aus dem Jahr 2025 belegen, dass herkömmliche C-UAS-Systeme im Durchschnitt bis zu 30 % der funkstillen Drohnen nicht detektieren können. Alerion übertrifft diese Werte deutlich:
- Detektionsquote von über 95 % bei Drohnen mit RCS < 0,01 m².
- Nachweislich höhere Zuverlässigkeit im kritischen Nahbereich, wo herkömmliche Sensoren häufig versagen.
Diese Zahlen stammen aus Praxistests der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) und zeigen, dass Alerion eine signifikante Lücke in der aktuellen Drohnenerkennung schließt.
Einsatzmöglichkeiten und SWaP-C-Erfüllung
Durch die kompakte, solid-state Bauweise lässt sich Alerion flexibel einsetzen:
- Feste Infrastruktur wie Grenzposten oder kritische Einrichtungen.
- Mobile Plattformen, etwa auf Fahrzeugen oder in Trägern für schnelle Reaktionskräfte.
- Tragbare Systeme für taktische Einheiten, die schnelle Aufstellung benötigen.
Die Einhaltung der SWaP-C-Kriterien bedeutet, dass das Radar nicht nur leistungsstark, sondern auch kosteneffizient und leicht zu integrieren ist.
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Zertifizierung und Interoperabilität
Im Oktober 2025 bestätigte das NATO Allied Command for Strategic Communication die Interoperabilität von Alerion im Rahmen des „MIDL-Kompatibilitäts-Programms“. Das Dokument „NATO Interoperability Validation of Alerion Radar System“ (S6) belegt, dass das Radar mit mehreren verbündeten Systemen zusammenarbeiten kann und damit eine gemeinsame Verteidigungslinie stärkt.
Schnellüberblick:
Wie hoch ist die Detektionsquote von Alerion bei Drohnen mit RCS < 0,01 m²?
Über 95 %.
Wie schneiden herkömmliche C-UAS-Systeme im Vergleich ab?
Bis zu 30 % der funkstillen Drohnen werden nicht erkannt.
Welche Kriterien erfüllt Alerion hinsichtlich SWaP-C?
Das System erfüllt die Anforderungen an Größe, Gewicht, Leistungsaufnahme und Kosten für sowohl mobile als auch stationäre Plattformen.
Wo wird Alerion demonstriert?
Auf der Messe Counter-UAS Homeland Security Europe in London vom 23. bis 24. September 2026.
