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Radiovoltaik-Technologie: Rads to Watts – Nuklearabfall in elektrische Energie umwandeln

Radiovoltaik-Technologie: Rads to Watts – Nuklearabfall in elektrische Energie umwandeln

9. Juli 2026 von Michael Bauer

Die Radiovoltaik-Technologie, die im Rahmen des Rads-to-Watts-Programms entwickelt wird, wandelt radioaktive Strahlung aus nuklearem Abfall in langfristige elektrische Energie um. Durch die Nutzung von recyceltem Kernbrennstoff soll die Betriebsdauer von Verteidigungssystemen deutlich verlängert und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert werden.

Was ist Radiovoltaik?

Radiovoltaik bezieht sich auf die Umwandlung von radioaktiver Strahlung in elektrische Energie. Sie stellt damit eine nachhaltige und langlebige Energiequelle dar, die insbesondere in extremen Umgebungen eingesetzt werden kann.

  • Umwandlung von Strahlung in elektrischen Strom mittels ultra-dünner Halbleiterschichten.
  • Verwendung von Radioisotopen wie Strontium-90.
  • Hohe Energiedichte, die langfristige Versorgung ohne Nachladung ermöglicht.

Das Rads to Watts-Programm – Ziele und Partner

Das Rads to Watts-Programm hat das Ziel, nukleare Abfälle in langlebige elektrische Energie umzuwandeln. Es wird von einer Reihe von Institutionen gemeinsam vorangetrieben:

  • Morgan State University – Projektleitung.
  • Northrop Grumman – Mikroelektronik, Strahlungs-Effekte und KI-gestützte Simulationen.
  • Pacific Northwest National Laboratory – Materialforschung und Testumgebungen.
  • Project Omega – Systemintegration und Prototypentwicklung.

„Persistent power is a foundational requirement for next-generation defense systems,“ betont Matt Hicks, Director of Foundries, Test, and Advanced Packaging bei Northrop Grumman.

Professor Michael Spencer, technischer Projektleiter, ergänzt: „Our team is pushing the boundaries of radiovoltaic technology, developing high-power, long-life systems that were not previously achievable.“

Technische Grundlagen und Leistungsdaten

Die Kernidee besteht darin, die Energie, die bei radioaktivem Zerfall freigesetzt wird, mittels spezieller Halbleiter in elektrische Energie zu konvertieren. Dabei kommen insbesondere Strontium-90-Isotope zum Einsatz.

  • Maximaler Energieertrag: 0,27 Watt pro Quadratmeter (2022, Institut für Nukleare Technologien).
  • Energiebedarf der Verteidigung: 6,9 Millionen US-Dollar (2022, Analyse zum Energiebedarf).
  • DARPA-Förderung: 3,4 Millionen US-Dollar (2022).

Die Batterien sollen aus reinem, recyceltem nuklearem Material bestehen und dadurch nicht nur eine nachhaltige Energiequelle bieten, sondern auch die Gefahren veralteter Nuklearmaterialien verringern.

Potenzielle Anwendungen in der Verteidigung

Durch die extrem lange Lebensdauer – Jahrzehnte ohne Nachladung – eröffnen sich zahlreiche Einsatzszenarien:

  • Drohnen mit 30-jähriger Ausdauer für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen.
  • Weltraumbasierte Systeme, die über Jahre hinweg Energie benötigen.
  • Unterseeische Infrastruktur, die in tiefen, strahlungsintensiven Umgebungen betrieben wird.
  • Andere Verteidigungssysteme, die in extremen Umgebungen dauerhaft funktionsfähig sein müssen.
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Wirtschaftliche Bedeutung und DARPA-Förderung

Die finanzielle Unterstützung durch die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) unterstreicht die strategische Relevanz des Projekts. Mit einer Zuwendung von 3,4 Millionen US-Dollar im Jahr 2022 wird die Weiterentwicklung von radiovoltaischen Batterien vorangetrieben.

Die steigenden Kosten für Energie in der Verteidigung – 6,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2022 – verdeutlichen den Bedarf an nachhaltigen und kosteneffizienten Lösungen.

Technologische Herausforderungen und Risiken

Die Entwicklung von Batterien, die intensiven Strahlungsumgebungen standhalten, birgt technische Hürden. Unvorhergesehene Probleme bei Materialstabilität und Strahlungs-resistenter Elektronik können die Umsetzung verzögern.

Schnellüberblick:

Was ist Radiovoltaik?

Radiovoltaik bezieht sich auf die Umwandlung von radioaktiver Strahlung in elektrische Energie, was eine nachhaltige und langlebige Energiequelle darstellen kann.

Wie lange könnte die Betriebsdauer der Systeme sein?

Die Systeme könnten Jahrzehnte ohne Nachladung arbeiten, was signifikante Vorteile für die Verteidigung und andere Bereiche bietet.

Wie hoch ist der maximale Energieertrag pro Quadratmeter?

Der maximale Energieertrag liegt bei etwa 0,27 Watt pro Quadratmeter bei Nutzung von Strontium-90 (2022).

Wie viel hat DARPA in das Projekt investiert?

DARPA hat im Jahr 2022 3,4 Millionen US-Dollar für das Rads-to-Watts-Programm bereitgestellt.

Welche Partner sind an der Entwicklung beteiligt?

Morgan State University leitet das Projekt in Zusammenarbeit mit Northrop Grumman, dem Pacific Northwest National Laboratory und Project Omega.

Quellen

  • https://www.darpa.mil/news-events/2022-02-15
  • https://nextgendefense.com

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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