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Raytheon Coyote Block 3 Non-Kinetic: Wiederaufnahmfähiges C-UAS für die Bekämpfung von Drohnenschwärmen

Raytheon Coyote Block 3 Non-Kinetic: Wiederaufnahmfähiges C-UAS für die Bekämpfung von Drohnenschwärmen

24. März 2026 von Anna Schröder

Der Coyote Block 3 Non-Kinetic (NK) ist ein modernes, wiederaufnahmfähiges C-UAS -System, das Drohnenschwärme mit einer nicht-kinetischen Nutzlast neutralisiert. Das System minimiert Kollateralschäden, lässt sich nach einem Einsatz zurückholen und erneut einsetzen – ein entscheidender Vorteil gegenüber konventionellen, einmalig verbrauchten Gegenmaßnahmen. In einer jüngsten US-Army-Demonstration zeigte der Coyote NK, dass er ganze Schwärme ohne Explosionen ausschalten kann, wodurch er besonders für urbane und sensible Einsatzszenarien geeignet ist.

Leistungsfähigkeit und Vorteile des Coyote Block 3 NK

Der Coyote Block 3 NK überzeugt durch mehrere technische und operative Merkmale:

  • Neutralisation von Drohnenschwärmen ohne kinetische Splitter oder Explosionen.
  • Wiederaufnahmemöglichkeit für mehrmalige Einsätze (recallable).
  • Kosteneffizienz gegenüber teureren, zerstörungsbasierten Systemen.
  • Höhere Reichweite und Einsatzhöhe im Vergleich zu vielen Konkurrenzprodukten.

„Coyote provides warfighters a cost-effective defense for individual drones and swarms,“ sagte Tom Laliberty, Präsident von Land & Air Defense Systems bei Raytheon.

Technische Spezifikationen der Coyote-Varianten

Die nicht-kinetische Variante basiert auf einer propellergetriebenen Plattform mit ausklappbaren Flügeln. Die wichtigsten Kennwerte sind:

  • Maximale Einsatzhöhe: 9.100 m (unter nicht-eisenden Bedingungen, 2026).
  • Loiter -Ausdauer: >1 Stunde für Schwarm-Überwachung (2026).
  • Maximale Geschwindigkeit: 130 km/h (Cruise 102 km/h, 2026).
  • Reichweite: bis zu 130 km, wobei das integrierte KuRFS- Radar eine Detektionsreichweite von >35 km bietet.
  • Gewicht: ca. 6 kg.
  • Payload: vermutlich High-Power Microwave (HPM), klassifiziert, deaktiviert Drohnen ohne physische Kollision.

Im Gegensatz dazu erreicht die kinetische Block-2-Variante Geschwindigkeiten von 555 km/h, nutzt jedoch fragmentierende Effektoren und ist nicht wiederverwendbar.

Frühere Tests und LIDS-Integration

Der Coyote Block 3 NK hat bereits mehrere Meilensteine erreicht:

  • 2021: Neutralisierung von 10 Drohnen in einem Air-Intercept-Test.
  • Jüngste US-Army-Demo: Erfolgreiche Bekämpfung mehrerer Schwärme, wobei die Effector-Einheit nach dem Flug in einem Rückholnetz eingefangen wurde.
  • Integration in das Low, Slow, Small-UAS Integrated Defeat System (LIDS) der US-Army, inklusive KuRFS-M-Radar mit >35 km Reichweite.
  • Größter Vertrag im LIDS-Programm, der die Produktion von Coyote-Systemen und zugehörigen Sensoren massiv ausweitet.

Die Kombination aus hoher Reichweite, langer Loiter-Zeit und der Fähigkeit, nach jedem Einsatz zurückgeholt zu werden, macht den Coyote NK zu einer skalierbaren Lösung für aktuelle und zukünftige Bedrohungen durch Drohnenschwärme.

Ergänzender Absatz nach „Expanding Reach“

Die Coyote Block 3 NK basiert auf einer propellergetriebenen Plattform mit pop-out Flügeln, Gewicht von ca. 6 kg, Reichweite bis 130 km und Loiter-Zeit über eine Stunde bei Höhen bis 9.100 m. Im Gegensatz zur kinetischen Block-2-Variante (555 km/h, Turbojet) priorisiert sie Ausdauer für Schwarm-Überwachung. Die non-kinetische Payload, vermutlich High-Power Microwave (HPM), deaktiviert Drohnen ohne Kollision oder Splitter, wie in der jüngsten Army-Demo bewiesen. Bereits 2021 zeigte ein Test die Neutralisierung eines 10-Drohnen-Schwarms mit anschließender Recovery. Coyote integriert sich nahtlos in das LIDS-Programm mit KuRFS-M-Radar (Reichweite >35 km), das 360°-Abdeckung bietet und für kurze Halte optimiert ist. Diese Upgrades machen es zu einer kosteneffizienten Lösung gegen evolvierende Bedrohungen.

Risiken, Gegenmaßnahmen und kritische Punkte

Obwohl das System viele Vorteile bietet, gibt es einige Limitationen, die potenzielle Anwender berücksichtigen sollten:

  • Unklare Payload-Details: Die genaue Funktionsweise der nicht-kinetischen Nutzlast (vermutlich HPM) ist nicht öffentlich, wodurch die Wirksamkeit gegen gepanzerte oder RF-stille Drohnen unklar bleibt.
  • Abhängigkeit von Radar-Systemen: Das KuRFS-Radar ist für die Erkennung und Zielverfolgung zentral; in stark gestörten elektromagnetischen Umgebungen (ECM) kann die Leistung beeinträchtigt sein.
  • Notwendigkeit von Layered Defense: Klassifizierte Payload-Methoden und Radar-Abhängigkeit machen ergänzende, kinetic-basierte Effektoren weiterhin relevant, um ein umfassendes Verteidigungskonzept zu gewährleisten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen kinetischen und non-kinetischen Coyote-Varianten?

Kinetische Varianten (Block 2) nutzen fragmentierende Effekte und sind nach dem Einsatz nicht wiederverwendbar. Non-kinetische Varianten (Block 3 NK) loitern mit einer HPM-ähnlichen Payload, sind recoverbar und können mehrere Schwärme nacheinander bekämpfen.

Wie viele Drohnen neutralisierte Coyote NK in Tests?

Im 2021-Test wurden 10 Drohnen neutralisiert. In einer neueren US-Army-Demonstration wurden mehrere Schwärme gleichzeitig ausgeschaltet, wobei das System danach wieder eingefangen wurde.

In welchen Systemen ist Coyote integriert?

Coyote ist primär im LIDS-Programm der US-Army integriert, nutzt das KuRFS-Radar und ist kompatibel mit USVs/UUVs.

Fazit

Der Raytheon Coyote Block 3 Non-Kinetic stellt einen bedeutenden Fortschritt im Bereich Counter-UAS dar. Durch die Kombination aus nicht-kinetischer Payload, Wiederaufnahmemöglichkeit und hoher Einsatzhöhe bietet er eine kostengünstige, wiederholbare Verteidigungslösung gegen immer häufiger auftretende Drohnenschwärme. Die erfolgreiche Demonstration bei der US-Army, die Integration in das LIDS-Programm und die umfangreichen technischen Spezifikationen untermauern seine Überlegenheit gegenüber vielen konventionellen Systemen. Gleichzeitig bleiben offene Fragen zur genauen Payload-Technologie und zur Radar-Abhängigkeit bestehen, sodass ein mehrschichtiges Verteidigungskonzept weiterhin empfehlenswert ist.

Quellen

  • https://www.rtx.com/news/news-center/2026/02/11/rtxs-raytheons-non-kinetic-coyote-variant-defeats-multiple-drone-swarms
  • https://www.designation-systems.net/dusrm/app4/coyote.html
  • https://www.rtx.com/raytheon/what-we-do/integrated-air-and-missile-defense/coyote
  • https://bavovna.ai/uav/raytheon-coyote/
  • https://www.aerotime.aero/articles/raytheon-tests-recoverable-coyote-block-3nk-defeat-drone-swarms
  • https://www.srcinc.com/pdf/LIDS-Family-of-Systems-Brochure.pdf

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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