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Rheinmetall übernimmt Mehrheitsbeteiligung an DOK-ING – Aufbau eines Kompetenzzentrums für unbemannte Bodensysteme in Kroatien

Rheinmetall übernimmt Mehrheitsbeteiligung an DOK-ING – Aufbau eines Kompetenzzentrums für unbemannte Bodensysteme in Kroatien

4. März 2026 von Anna Schröder

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat am 4. März 2026 in Zagreb 51 % der Anteile am kroatischen Hersteller für unbemannte Bodensysteme DOK-ING übernommen. Der Gründer Vjekoslav Majetić bleibt mit 49 % Anteilseigner und führt das Unternehmen weiter. Die Transaktion, die unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen steht, soll ein gemeinsames Kompetenzzentrum für unbemannte und autonome Fahrzeuge in Kroatien etablieren und Rheinmetalls Position im wachsenden Markt für UGVs (Unbemannte Bodenfahrzeuge) stärken.

Rheinmetalls strategische Akquisition von DOK-ING

Mit dem Erwerb von 51 % an DOK-ING bündelt Rheinmetall seine Kompetenzen im Bereich taktischer Fahrzeuge mit der langjährigen Expertise des kroatischen Unternehmens im Bereich unbemannter Systeme. Die Übernahme erfolgt nach einem Memorandum of Understanding vom 28. Oktober 2024, das die Gründung eines Joint Ventures für die Entwicklung unbemannter Kampf- und Unterstützungssysteme vorsah. Durch die Mehrheitsbeteiligung kann Rheinmetall künftig seine Produktpalette um modulare, schwere Hybrid-Plattformen erweitern und gleichzeitig den Zugang zu einem strategisch wichtigen NATO– und EU-Partnerstaat sichern.

Wesentliche Transaktionsdetails

  • Rheinmetall erwirbt 51 % der Anteile an DOK-ING.
  • Vjekoslav Majetić behält 49 % und bleibt operativ verantwortlich.
  • Kaufpreis: nicht öffentlich.
  • Transaktion abhängig von Genehmigungen der EU-Kommission und nationaler Wettbewerbsbehörden.

Politischer Rahmen und staatliche Unterstützung

Der Vertrag wurde am 4. März 2026 in Zagreb im Beisein von Verteidigungsminister Ivan Anušić, Kroatiens stellvertretendem Ministerpräsidenten, unterzeichnet. Diese prominente Teilnahme unterstreicht die strategische Bedeutung der Partnerschaft für Kroatien als Mitglied von NATO und EU. Die kroatische Regierung signalisiert damit klare Unterstützung für die Entwicklung einer europäischen Verteidigungsautonomie.

Technologische Basis: Die Komodo-Plattform

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht DOK-INGs modulare, schwere Hybrid-Plattform „Komodo“. Sie verfügt über eine Nutzlast von über 8,5 Tonnen und bildet die Grundlage für die Entwicklung verschiedenster unbemannter Kampf- und Unterstützungssysteme. Rheinmetall ergänzt die Plattform mit eigenen Funktionsmodulen, darunter direkte und indirekte Feuerlösungen, Minenräumen, Aufklärungssensorik und Logistik-Pakete.

Technische Eckdaten

  • Plattformtyp: schwere Hybrid-Plattform.
  • Nutzlast: > 8,5 Tonnen (Stand 2026).
  • Modularität: ermöglicht Integration von Waffen-, Sensor- und Logistikmodulen.

Synergien und geplante Einsatzszenarien

Durch die Kombination von Rheinmetalls Know-how im Bereich taktischer Fahrzeuge und DOK-INGs Erfahrung bei unbemannten Systemen entstehen neue Marktchancen. Geplant sind u. a.:

  • Ein unbemanntes bewaffnetes Unterstützungssystem („Wingman“), das zusammen mit Kampf- und Schützenpanzern für Aufklärungs- und Feuerunterstützungsaufgaben eingesetzt werden soll.
  • Integration in bestehende Rheinmetall-Produktlinien wie den Kampfpanzer KF51 Panther, den Bergungspanzer Büffel/Buffalo und das gepanzerte Pionierfahrzeug Kodiak.
  • Entwicklung von Lösungen für direkte Feuerunterstützung, Minenräumen, Aufklärung und Logistik in einem einzigen, modularen System.

Dr. Björn Bernhard, CEO der Rheinmetall-Division Vehicle Systems Europe, erklärt: „Aus der Kombination von Rheinmetalls Know-how im Bereich der taktischen Fahrzeuge und DOK-INGs Fähigkeiten bei unbemannten Fahrzeugen erwächst eine einzigartige Kompetenz, die uns erhebliche Zukunftspotentiale eröffnet. Gleichzeitig schaffen wir uns ein Standbein im EU- und NATO-Partnerstaat Kroatien und erschließen uns den Zugang zu diesem hochinteressanten Kundenland.“

Er ergänzt weiter: „In Kroatien entsteht nun unser Kompetenzzentrum im Bereich der unbemannten und autonomen Fahrzeuge für militärische Anwendungen. Unser Ziel ist es, in dieser neuen Aufstellung eine starke Marktposition im Segment der unbemannten Kampf- und Kampfunterstützungsfahrzeuge zu erreichen. Wir sehen hier einen wachsenden Zukunftsmarkt und starten zum idealen Zeitpunkt, um im weltweiten Markt mit unseren neuen Produkten erfolgreich zu sein.“

Vjekoslav Majetić, Gründer von DOK-ING, betont die Bedeutung der Partnerschaft: „Durch den Zusammenschluss mit Rheinmetall schaffen wir die Voraussetzungen, um Produktionskapazitäten zu erweitern und unbemannte Spezialsysteme der nächsten Generation zu beschleunigen.“

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Risiken und offene Fragen

Obwohl die strategische Ausrichtung klar definiert ist, gibt es mehrere Unsicherheitsfaktoren:

  • Die Transaktion ist abhängig von der Genehmigung durch die EU-Kommission und nationale Wettbewerbsbehörden. Verzögerungen könnten den Aufbau des Kompetenzzentrums behindern.
  • Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, was bei Investoren und Analysten für Transparenz- und Bewertungsfragen sorgt.

Häufige Fragen (FAQ)

Wann wurde der Vertrag unterzeichnet?

Am 4. März 2026 in Zagreb, im Beisein von Verteidigungsminister Ivan Anušić (Rheinmetall-Pressemitteilung, 2026-03-04).

Was ist die Komodo-Plattform?

Eine modulare, schwere Hybrid-Plattform von DOK-ING mit einer Nutzlast von über 8,5 Tonnen, die als Basis für die Entwicklung unbemannter Fahrzeuge dient (Rheinmetall, 2026).

Bleibt die DOK-ING-Führung erhalten?

Ja, das Management in Zagreb bleibt unverändert, um Kontinuität und operative Stabilität zu gewährleisten (Marketscreener, 2026-03-04).

Fazit

Rheinmetalls Erwerb von 51 % an DOK-ING markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer integrierten europäischen Lieferkette für unbemannte Bodensysteme. Die Kombination aus Rheinmetalls umfangreichem Fahrzeugportfolio und DOK-INGs langjähriger Expertise schafft ein starkes Fundament für die Entwicklung hochbelastbarer, modularer UGV-Lösungen. Der politische Rückhalt seitens Kroatiens sowie das geplante Kompetenzzentrum erhöhen die Erfolgsaussichten, während regulatorische Genehmigungen und die fehlende Preisoffenlegung offene Risikofaktoren darstellen. Insgesamt positioniert die Partnerschaft Rheinmetall und DOK-ING als zentrale Akteure in einem Markt, der in den kommenden Jahren voraussichtlich stark wachsen wird.

Quellen

  • https://www.pressebox.de/pressemitteilung/rheinmetall-ag/strategische-akquisition-im-bereich-unbemannte-und-autonome-systeme-rheinmetall-bernimmt-mehrheitsbeteiligung-an-dok-ing-aus-kroatien/boxid/1288729
  • https://www.rheinmetall.com/de/media/news-watch/news/2026/03/2026-03-04-rheinmetall-steigt-bei-kroatischer-dok-ing-ein

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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