Embention stellt Veronte KAI 2.0 für GPS-freie Drohnen vor
Embention präsentiert den Veronte KAI 2.0, einen ultraleichten Flugsteuerungscomputer, der autonome Einweg-Angriffsdrohnen und Flugabwehrplattformen in stark gestörten GNSS-Umgebungen zuverlässig steuern soll. Mit einem Gewicht von nur 190 g, einer dreistufigen PNT-Architektur und einer dual-Kamera-Vision-Lösung ermöglicht das System präzise Navigation und Zielerfassung ohne GPS-Signal.
Dreistufige Positioning-Navigation-Timing-Architektur
Der Veronte KAI 2.0 verwendet eine modulare, drei-schichtige PNT-Architektur. Jede Schicht kann konfiguriert werden, um den spezifischen Missionsanforderungen gerecht zu werden. Die Architektur kombiniert:
- Inertial Measurement Unit (IMU) mit 40 g-G-Kraft-Toleranz und einer maximalen Drehratenerfassung von 2.000 °/s.
- Optische KI-Sensorik, die über zwei getrennte Kameras die kontinuierliche Positionsbestimmung und die Zielidentifikation übernimmt.
- Zusätzliche Datenquellen aus Low-Earth-Orbit-Satelliten (LEO) und 4G-Mobilfunknetzen, die ein bis zu 1.000-fach stärkeres Signal als herkömmliche GNSS-Systeme liefern.
„Das System nutzt eine dreischichtige PNT-Architektur, die es ermöglicht, die Flugführung flexibel an verschiedene Einsatzszenarien anzupassen“, erklärt Embention.
Dual-Kamera-Architektur für Navigation und Zielerfassung
Die visuelle Navigation des KAI 2.0 beruht auf einer Dual-Kamera-Konfiguration, die 2026 eingeführt wurde:
- Eine Kamera übernimmt den optischen Fluss, SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) und Terrain-Map-Matching für die en-route Navigation.
- Die zweite Kamera nutzt Edge-KI, um Ziele zu identifizieren und die finale Lenkung in der Terminal-Phase zu steuern.
Durch diese Trennung lassen sich Rechenaufwand und Fehlertoleranz optimal verteilen, was die Präzision auch bei GPS-Ausfall erhöht.
Sicherheitsstandards nach DO-178C, DO-254 und ARP4761
Der Autopilot ist nach den strengen US-NDAA- und Blue-UAS-Vorgaben zertifiziert und erfüllt die internationalen Luftfahrtnormen:
- Software-Zertifizierung nach DO-178C.
- Hardware-Zertifizierung nach DO-254.
- Sicherheitsniveau Level A nach ARP4761 – die höchste Anforderung für Flugzeug-Software-Reliabilität.
„Der Veronte KAI 2.0 entspricht den höchsten westlichen Zertifizierungsstandards und ermöglicht den direkten Verkauf an NATO-Staaten ohne Lizenz- oder Zollhindernisse“, betont Embention.
Betriebsspannung, Temperaturbereich und Fertigung
Der Computer unterstützt eine flexible Spannungsversorgung von 12 V bis 54 V DC, wodurch er sich leicht in Systeme mit energieintensiven Komponenten wie KI-Rechnern oder zusätzlichen Sensoren integrieren lässt. Der zulässige Betriebstemperaturbereich reicht von -40 °C bis +60 °C.
Die Fertigung erfolgt in Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA, um souveräne Beschaffungsanforderungen verschiedener Länder zu erfüllen.
Anzeige*
Risiken und Gegenmaßnahmen
Obwohl das System hochgradig resilient ist, gibt es potenzielle Schwachstellen:
- Optische Navigation: Bei schlechtem Wetter, wenig Textur oder schwierigen Geländebedingungen kann die Kamerabasierte Positionsgewinnung an Präzision verlieren.
- Zivile Kommunikationsinfrastruktur: In intensiven Konfliktszenarien können 4G-Netze und LEO-Satelliten blockiert oder gestört werden.
- Komplexer Fertigungsablauf: Die Integration von KI-Sensoren und verschlüsselter Software erfordert hohe Fertigungsqualität und kann zu Engpässen führen.
Zur Risikominimierung setzt Embention auf automatisierte Testverfahren, verschlüsselte Firmware (AES-256) und einen Zero-ize-Mechanismus, der bei Systemreset oder Kollision sensible Missionsdaten automatisch löscht.
Schnellüberblick:
Wie viel wiegt der Veronte KAI 2.0?
190 g.
Welche G-Kraft kann die IMU tolerieren?
Bis zu 40 g.
Wie hoch ist die maximale Drehratenerfassung?
2.000 °/s.
Welche Spannungsversorgung wird unterstützt?
12 V bis 54 V DC.
Warum werden zwei Kameras eingesetzt?
Die geteilte Architektur trennt die Aufgaben der Positionsbestimmung und Zielerkennung, wodurch sich Rechenaufwand und Fehlertoleranz optimal verteilen lassen.
Was bedeutet die Konformität mit US-NDAA und Blue-UAS?
Sie verhindert den Einsatz von Komponenten aus verbotenen Ländern (z. B. China) und erlaubt den direkten Verkauf an westliche Streitkräfte ohne Zoll- oder Lizenzbarrieren.
Wie sicher sind die Missionsdaten bei einem Erfangriss?
Das System nutzt AES-256-Verschlüsselung und einen automatisierten Data-Wipe, der sensible Daten beim Systemreset oder bei Kollisionsdetektor zerstört.
