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Technische Spezifikationen und Entwicklungsstand des KNIGHT-Satelliten von ImageSat International

Technische Spezifikationen und Entwicklungsstand des KNIGHT-Satelliten von ImageSat International

2. März 2026 von Anna Schröder

ImageSat International (ISI) hat das Entwicklungsprogramm des KNIGHT-Satelliten in die Endphase geführt. Der Satellit soll mit hochauflösender Echtfarben-Bildgebung, Full-Motion-Video und einem Short-Wave-Infrared- (SWIR-) Sensor operative Entscheidungen in Verteidigungs- und Sicherheits-Szenarien bei Tag, Nacht und schlechten Sichtverhältnissen unterstützen. Durch die Integration von On-Board-Künstlicher Intelligenz (KI) wird eine Echtzeit-Auswertung und autonome Datenverarbeitung ermöglicht, während Software-Updates im Orbit die Leistungsfähigkeit über die geplante Lebensdauer von sieben Jahren erhalten.

Entwicklungsprogramm und Zeitplan

Der KNIGHT-Satellit basiert auf der bewährten RUNNER-Architektur und erweitert diese um höhere Auflösung, SWIR-Video und dedizierte KI-Funktionen. Das Programm befindet sich seit Februar 2026 in der Endphase und ist für einen Start im Jahr 2027 aus einer sonnensynchronen Umlaufbahn (SSO) bei 500 km geplant. Die Entwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit ST Engineering Satellite Systems, was die industrielle Zuverlässigkeit und die Produktionskapazitäten stärkt.

Technische Spezifikationen im Detail

Optische Auflösung und Sensorik

  • VIS-Auflösung: 0,5 m Ground Sample Distance (GSD) – True-Color-Bildgebung (2024, Quelle S1)
  • SWIR-Auflösung: 1,5 m GSD – optimiert für Nacht- und Dunstbedingungen (2024, Quelle S1)
  • Swath-Breite im sichtbaren Bereich: mindestens 7 km (2024, Quelle S2)
  • Dedizierter SWIR-Kanal ermöglicht Durchdringung von Dunst, Rauch und Nebel (FAQ-Antwort)

Orbit, Masse und Speicher

  • Orbit: sonnensynchrone Umlaufbahn (SSO) bei 500 km Höhe
  • Satellitenmasse: 250 kg – Klasse New-Space (2024, Quelle S2)
  • Geplante Lebensdauer: 7 Jahre (2024, Quelle S2)
  • Onboard-Speicher: 8 TB für Full-Motion-Video und Bilddaten (2024, Quelle S2)

Video- und Echtzeit-Fähigkeiten

  • Full-Motion-Video-Rate: 28 fps (2024, Quelle S2)
  • Off-Nadir-Winkel bis zu 45° für agile Aufklärung (2024, Quelle S2)
  • On-Board-KI verarbeitet Bilder im Orbit, priorisiert missionskritische Daten und reduziert Downlink-Latenz (Artikelinhalt)
  • Software- und Algorithmus-Updates während der gesamten Missionsdauer (Artikelinhalt)

Industriepartner und Produktionskooperation

KNIGHT wird gemeinsam mit ST Engineering Satellite Systems entwickelt. Diese Partnerschaft verbindet ISI-Erfahrung im militärischen Fernerkundungsmarkt mit ST Engineerings Fertigungskompetenz im New-Space-Segment. Die Integration von FMV bei 28 fps und die Bereitstellung von 8 TB Onboard-Speicher wurden in den offiziellen Datenblättern von ST Engineering bestätigt (Quelle S2).

Anwendungsbereiche und operative Vorteile

  • Allwetter- und Nachtaufklärung dank SWIR-Sensorik
  • Echtzeit-Bildauswertung im Orbit reduziert Reaktionszeiten
  • Autonome Speicherverwaltung erhöht Downlink-Effizienz
  • Flexibles Off-Nadir-Pointing bis 45° ermöglicht schnelle Zielverfolgung
  • Kontinuierliche Software-Updates sichern langfristige Leistungsfähigkeit
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Risiken und kritische Punkte

  • Auflösungsangaben variieren: Marketing nennt 35 cm, offizielle Datenblätter geben 50 cm (0,5 m) für VIS-Band – potenzielle Vertrauensfrage (Quelle S1)
  • Der geplante Launch 2027 ist noch nicht fest, und New-Space-Programme weisen häufig Verzögerungen auf – ein Risiko für die Einsatzfähigkeit (Quelle S4)

Häufig gestellte Fragen

Was ist SWIR und warum ist es für KNIGHT entscheidend?

SWIR (Short-Wave Infrared, 1000-1700 nm) durchdringt Dunst, Rauch und Nebel besser als sichtbares Licht und ermöglicht Nachtaufnahmen. Bei KNIGHT liefert der 1,5 m-SWIR-Sensor klare Bilder unter schwierigen Bedingungen (ISI-Datasheet 2024/S2).

Unterscheidet sich KNIGHT von bestehenden ISI-Satelliten?

Ja. KNIGHT erweitert die RUNNER-Architektur um 50 cm VIS-Auflösung, einen dedizierten SWIR-Kanal und höhere Video-Framerates, wodurch Allwetter-Operationen ermöglicht werden, im Gegensatz zu rein elektro-optischen Systemen (ISI-Website/S1).

Wann startet KNIGHT?

Der geplante Start ist für das Jahr 2027 aus einer 500 km-Sonnensynchron-Umlaufbahn. Die Entwicklung befindet sich seit Februar 2026 in der Endphase (EDR Magazine, 25.02.2026/S3).

Zitat des CEOs

„Der Abschluss der jüngsten Entwicklungsmeilensteine zeigt die Reife des Knight-Programms und unsere kontinuierliche Umsetzung im Hinblick auf den für 2027 geplanten Start“, sagte Noam Segal, CEO von ImageSat International. „KNIGHT wird entwickelt, um Anwendern aus den Bereichen Verteidigung und Sicherheit klarere und kontinuierlichere Informationen zu liefern, sowohl statisch als auch dynamisch, unabhängig von der Tageszeit oder den Sichtbedingungen.“

Fazit

Der KNIGHT-Satellit kombiniert hochauflösende Echtfarben-Bildgebung, ein leistungsstarkes SWIR-System und Full-Motion-Video mit einer On-Board-KI, die Daten im Orbit verarbeitet. Die präzisen technischen Daten – 0,5 m VIS-Auflösung, 1,5 m SWIR-Auflösung, 7 km Swath, 28 fps Video, 8 TB Speicher und ein Off-Nadir-Winkel bis 45° – zeigen ein starkes Potenzial für Allwetter- und Nachtaufklärung. Gleichzeitig müssen Interessenten die Diskrepanz bei den Auflösungsangaben und das Risiko von Launch-Verzögerungen berücksichtigen. Insgesamt positioniert sich KNIGHT als ein zukunftsweisendes New-Space-System, das operative Flexibilität und Entscheidungs-sicherheit in komplexen Sicherheits-Umgebungen erhöhen kann.

Quellen

  • https://imagesatintl.com/home/satellite-solutions/knight/
  • https://www.imagesatintl.com/wp-content/uploads/2024/02/SatSys-X-ISI-KNIGHT-Satellite.pdf
  • https://www.edrmagazine.eu/isi-introduces-knight-a-very-high-resolution-satellite-with-advanced-swir-and-video-capabilities
  • https://defencealternatives.com/isis-knight-satellite-on-schedule-for-2027-launch/

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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