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Makau liefert 2,64 Petaflops für Weltraum- und Cyber-Operationen

Makau liefert 2,64 Petaflops für Weltraum- und Cyber-Operationen

15. August 2026 von Michael Bauer

Am 7. August 2026 wurde im Maui High Performance Computing Center (MHPCC) auf Hawaii der neue Supercomputer Makau in Betrieb genommen. Mit einer Spitzenleistung von 2,64 Petaflops, 74 Enterprise-GPUs und 19,2 Terabyte nutzbarem Arbeitsspeicher verkürzt das System Analysezeiten von Wochen auf Sekunden – ein entscheidender Fortschritt für die Weltraum-überwachung, Cyber-Operationen und KI-gestützte Datenfusion der US Space Force.

Technische Daten von Makau

Leistung und Speicher

  • Spitzenrechenleistung: 2,64 Petaflops (2,64 Quadrillionen Berechnungen pro Sekunde)
  • Nutzbarer Arbeitsspeicher: 19,2 Terabyte
  • Grafikprozessoren: 74 Enterprise-Grade GPUs

GPU- und Rack-Architektur

  • Six-Cabinet-Design der HPE Cray XD2000-Serie
  • Gesamtzahl der Server-Schränke: 6
  • Komprimierte Bauweise ermöglicht dichte GPU-Bestückung ohne zusätzlichen Raumaufwand

Flüssigkeits-Kühlung für hohe Energieeffizienz

  • Rückseitige Flüssigkeits-Wärmetauscher (Rear-Door Heat Exchangers) an jedem Schrank
  • Bewältigung einer thermischen Last von 74 GPUs ohne herkömmliche Luft-Kühlungsinfrastruktur
  • Ermöglicht Dauerbetrieb unter Volllast bei gleichzeitig reduziertem Energie- und Platzverbrauch

Militärische und wissenschaftliche Einsatzbereiche

Makau dient vorrangig drei Kernmissionen der US Space Force:

  • Space Domain Awareness: Verarbeitung großer Sensordaten-Mengen, um Objekte im Erdorbit zu identifizieren und zu verfolgen.
  • Cyber-Operationen: Unterstützung von Abwehrmaßnahmen durch automatisierte KI-Datenfusion.
  • Digitale Modellierung und Simulation: Erstellung von digitalen Zwillingen für Raumfahrtsysteme und militärische Simulationsmodelle.

„Machine learning models can automate the fusing of multiple sources of data to build a timely and more cohesive operating picture“, betont MHPCC-Direktor Dr. Scott Pierce. Die enorme Rechenkapazität erlaubt es, KI- und Machine-Learning-Workloads über riesige Datensätze hinweg in Echtzeit auszuführen.

Regionale und organisatorische Einbindung

Das MHPCC in Kihei (Maui) ist eines der Defense Supercomputing Resource Centers (DSRC) der US-Streitkräfte. Es arbeitet eng mit dem Air Force Research Laboratory (AFRL) und dem 15th Space Surveillance Squadron zusammen. Bei der offiziellen Inbetriebnahme waren neben der MHPCC-Leitung auch Vertreter des AFRL anwesend, was die enge institutionelle Verknüpfung verdeutlicht.

Der Standort profitiert zusätzlich von einer lokalen Fachkräftebasis: Im Jahr 2026 waren mehr als 45 hochqualifizierte Mitarbeiter am MHPCC beschäftigt, unterstützt durch regionale MINT-Förderprogramme, die weitere Talente anziehen sollen.

„We are extremely proud of our local team’s collaboration and our partnership with local vendors and HPE to deliver this cutting-edge solution to our users“, fügt Dr. Pierce hinzu.

Herausforderungen und Gegenmaßnahmen

Obwohl Makau technologische Spitzenleistungen bietet, gibt es zwei wesentliche Risikofaktoren:

  • Portierungsaufwand bestehender Simulationssoftware: Viele ältere militärische Modelle müssen aufwendig refaktoriert werden, um die GPU-Beschleunigung effizient zu nutzen.
  • Fachkräftemangel auf abgelegenen Inselstandorten: Der dauerhafte Betrieb und die Weiterentwicklung hochspezialisierter HPC- und KI-Pipelines erfordern kontinuierliche Ausbildung und Bindung lokaler Experten.

Beide Punkte werden durch gezielte Ausbildungsinitiativen und enge Zusammenarbeit mit regionalen Bildungseinrichtungen adressiert, um langfristig die operative Verfügbarkeit sicherzustellen.

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Schnellüberblick:

Welche konkreten Aufgaben übernimmt Makau für die U.S. Space Force?

Makau verarbeitet vor allem Sensordaten zur Erfassung von Objekten im Erdorbit (Space Domain Awareness), simuliert digitale Zwillinge von Raumfahrtsystemen und unterstützt Cyber-Abwehroperationen durch automatisierte KI-Datenfusion.

Wer betreibt das Maui High Performance Computing Center (MHPCC)?

Das MHPCC fungiert als Defense Supercomputing Resource Center (DSRC) unter der Ägide des Air Force Research Laboratory (AFRL) und unterstützt direkt Einheiten der US Space Force wie das 15th Space Surveillance Squadron.

Quellen

  • https://www.dvidshub.net/news/572279/ussf-unveils-makau-supercomputer-ushering-stem-job-growth
  • https://www.electronicsforu.com/news/whats-new/makau-supercomputer-targets-space-research

Michael Bauer

Michael Bauer ist Technologie-Analyst mit Schwerpunkt auf unbemannten Systemen, autonomen Plattformen und der Verteidigungstechnologie der nächsten Generation. Er hat langjährige Erfahrung in der Evaluierung technologischer Trends und ist regelmäßiger Sprecher bei internationalen Fachkonferenzen zu Robotik- und Drohnentechnologien. Bei Defence-Tech.de deckt er technologische Entwicklungen ab, die Cybersicherheit, KI-Integration und autonome Einsatzsysteme verbinden. Bauers Beiträge kombinieren technisches Know-how mit klarer, journalistischer Aufbereitung.

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