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Drone Round Munition – Kinetische Anti-Drohnen-Abwehr für Standardsturmgewehre

Drone Round Munition – Kinetische Anti-Drohnen-Abwehr für Standardsturmgewehre

25. März 2026 von Anna Schröder

Die steigende Bedrohung durch unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) in modernen Konflikten verlangt nach schnellen, kostengünstigen und sofort einsatzfähigen Lösungen für die Infanterie. Die Drone Round Munition von Drone Round Defense erfüllt genau diese Anforderungen, indem sie herkömmliche Sturmgewehre im Kaliber 5,56 × 45 mm und 7,62 × 51 mm ohne zusätzliche Anbauteile oder spezielle Schulungen in ein kinetisches C-UAS -System verwandelt.

Was ist Drone Round Munition?

Drone Round ist eine speziell entwickelte Munition, die äußerlich wie herkömmliche Patronen aussieht, jedoch im Geschosskopf eine leichte Modifikation aufweist. Die Munition ist für den Einsatz mit Schalldämpfern, automatischen und halbautomatischen Waffen sowie Standardmagazinen konzipiert. Laut Hersteller „bietet Drone Round die nötige Durchschlagskraft und Streuung, um kleine Luftziele präzise und mit minimalen Kollateralschäden zu neutralisieren“.

Technische Spezifikationen aus Herstellerangaben

  • Mündungsgeschwindigkeit 5,56 × 45 mm: 2.200 FPS (ca. 670 m/s) – Herstellerangabe 2026
  • Kaliber 7,62 × 51 mm: derzeit noch in Testphase, keine finalen Daten
  • Kompatibilität mit Schalldämpfern und automatischen Waffen
  • Empfohlene Rohrlänge: mindestens 14 Zoll (35,6 cm); bei kürzeren Läufen kann die Streuung beeinträchtigt werden

Varianten und effektive Reichweiten

Drone Round wird in zwei Varianten angeboten, die sich durch die Anzahl der Projektile im Geschosskopf und die damit verbundene Reichweite unterscheiden:

K-Variante

  • 8 Projektile pro Geschoss
  • Effektive Reichweite: 50 m
  • Streuung von 10 Schuss auf ca. 38 m (35 Yards)

L-Variante

  • 5 Projektile pro Geschoss
  • Effektive Reichweite: 100 m

Beide Varianten können sowohl in vollautomatischen als auch in schallgedämpften Waffen eingesetzt werden, wodurch die Munition nahtlos in bestehende Waffenplattformen integriert werden kann.

Kompatibilität und Einsatzfähigkeit

Die Munition ist als „drop-in“ Lösung konzipiert und erfordert keinerlei Modifikationen an den Waffen. Sie funktioniert mit allen gängigen Standardsturmgewehren, die das jeweilige Kaliber unterstützen, und lässt sich zusammen mit regulärer Vollmantel- und Leuchtspurmunition im selben Magazin führen. Hersteller empfehlen eine gemischte Aufmunitionierung: K-Variante für kurze Distanzen unten im Magazin, L-Variante für größere Distanzen oben.

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US-Army-Tests bestätigen die Einsatztauglichkeit

Im November 2025 führte die U.S. Army offizielle Tests mit der 5,56 × 45 mm-Variante von Drone Round gegen FPV-Drohnen durch. Die Tests zeigten, dass die Splitterwolke der Munition auf kurze Distanz eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit erzielt. Ein offizielles Teststatement lautet: „Die Tests bestätigen den Einsatz von Drone Round als präzises, leicht zu integrierendes C-UAS-System für die Infanterie“.

Produktionskapazität und Verfügbarkeit

Die Fertigung erfolgt ausschließlich in den USA, unterstützt von den Unternehmen Unlimited Ammo, Freedom Munitions und Ammo Load. Aktuell liegt die Produktionskapazität bei 100 Millionen Patronen pro Jahr. Ab 2027 soll eine neue Produktionslinie eine maximale Kapazität von 350 Millionen Schuss jährlich erreichen. Derzeit ist die Munition ausschließlich für US-Militär, Strafverfolgungsbehörden und autorisierte Sicherheitsdienste verfügbar, wobei internationale Exportrestriktionen die globale Reichweite begrenzen.

Vergleich mit RWS Urban Drone Defence (UDD)

Als europäische Alternative bietet RWS die Urban Drone Defence (UDD) in 7,62 × 51 mm an. Die UDD nutzt Polymergeschosse mit zwei Gewichtsklassen:

  • UDD Light: 1 g, Wirkbereich bis 120 m, Mündungsgeschwindigkeit 1.300 m/s
  • UDD Heavy: 3 g, Wirkbereich bis 400 m, gleiche Mündungsgeschwindigkeit

Die UDD ist für Maschinengewehre wie das MG6 optimiert und legt einen Fokus auf reduzierte Hintergrundgefährdung. Im Vergleich dazu fokussiert Drone Round auf die Infanterie-Gewehrplattform und bietet höhere Mündungsgeschwindigkeiten (2.200 FPS) sowie zwei Reichweitenvarianten, die speziell für den kurzen bis mittleren Abstand konzipiert sind.

Mögliche Einschränkungen und Gegenargumente

  • 7,62 × 51 mm-Variante noch in Testphase: Fehlende finale Daten könnten die Reichweite und Durchschlagskraft einschränken.
  • Rohrlängenanforderung: Waffen mit einer Lauflänge unter 14 Zoll können eine reduzierte Streuung erfahren, was die Effektivität beeinträchtigt.
  • Exportbeschränkungen: Die exklusive Verfügbarkeit für US-Entitäten limitiert die globale Marktpräsenz.

Häufige Fragen (FAQ)

Gibt es europäische Alternativen zu Drone Round?

Ja, die RWS Urban Drone Defence (UDD) in 7,62 × 51 mm bietet Polymergeschosse für reduzierte Kollateralschäden. Die Light-Variante ist bis 120 m wirksam, die Heavy-Variante bis 400 m.

Wurde Drone Round von der US-Army getestet?

Ja, offizielle Tests im November 2025 mit 5,56 × 45 mm gegen FPV-Drohnen bestätigten die Einsatzfähigkeit.

Welche Kaliber sind verfügbar?

Derzeit 5,56 × 45 mm (2.200 FPS) und 7,62 × 51 mm; weitere Kaliber wie 6,8 × 51 mm sind in Planung.

Fazit

Drone Round Munition stellt eine sofort einsetzbare, kostengünstige und technisch robuste Lösung für die kinetische Abwehr von Drohnen dar. Durch die nahtlose Integration in bestehende Sturmgewehre, die hohen Mündungsgeschwindigkeiten und die differenzierten Reichweitenvarianten können Infanterieeinheiten schnell auf drohende UAS reagieren, ohne zusätzliche Ausrüstung oder umfangreiche Schulungen. Während die 7,62 × 51 mm-Variante noch in der Testphase ist und Exportbeschränkungen die globale Verbreitung einschränken, zeigen die US-Army -Tests und die geplante Produktionskapazität von bis zu 350 Millionen Schuss jährlich, dass Drone Round ein zukunftsfähiges C-UAS-System für die US-Streitkräfte darstellt. Im internationalen Vergleich bietet die europäische RWS UDD eine alternative Herangehensweise, doch die Fokussierung von Drone Round auf die Infanterie-Gewehrplattform verschafft ihr einen klaren Vorteil im schnellen, dezentralen Einsatz.

Anna Schröder

Anna Schröder ist erfahrene Journalistin mit einem Hintergrund in Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie analysiert für Defence-Tech.de politische Entscheidungen, Haushaltsentwicklungen sowie strategische Planungsprozesse westlicher Streitkräfte. Schröder hat mehrere Studien zu Verteidigungsbudgets und multinationaler Kooperation veröffentlicht und verknüpft politische Dynamiken mit technologischen Implikationen. Ihre Texte sind geprägt von klarer Struktur, fundierten Quellen und tiefem Verständnis geopolitischer Zusammenhänge.

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