Teradar gewinnt US-Army SBIR-Phase-II-Vertrag: Terahertz-Sichtsystem für Robotic Combat Vehicles
Teradar hat einen US-Army Small Business Innovation Research (SBIR) Phase-II-Vertrag im Wert von 1,899,778 USD erhalten, um ein Terahertz-Sichtsystem zu entwickeln und in schwierigen Kampfbedingungen zu demonstrieren. Gemeinsam mit Lockheed Martin wird die Technologie in das CAPSA-System integriert und soll das Situationsbewusstsein von autonomen Militärfahrzeugen wie Robotic Combat Vehicles (RCVs) deutlich verbessern.
Technische Grundlage und Fokus auf Robotic Combat Vehicles (RCVs)
Das Kernprodukt ist ein THz-High-Resolution-Imaging-Radar-on-a-Chip, das die Durchdringung von Radio-Frequenz-Wellen (0,1-10 THz) mit optischer Auflösung kombiniert. Im Vergleich zu herkömmlichen Kameras, LiDAR und 77-GHz-Radar bietet das System Allwetter-Erkennung, weil Terahertz-Wellen Staub, Nebel und Rauch durchdringen können. Die Technologie ist speziell für RCVs, Next Generation Combat Vehicles (NGCV) und Autonomous Test Vehicles Small (ATV-S) der US-Army optimiert.
- RF-Penetration + optische Auflösung = 24/7-Erkennung in Obscurant-Bedingungen
- Hohe Auflösung für Fahrzeug-, Hindernis- und Gefahrenklassifizierung
- Entwickelt für Off-Road- und Staub-Umgebungen, wo Kameras und LiDAR versagen
„Dieses Award zeigt, dass es eine reale Nachfrage im Verteidigungssektor gibt, Terahertz-Vision zu nutzen, um US- und alliierte Kräfte zu schützen“, sagte Matt Carey, Mitgründer und CEO von Teradar.
Vertragsdetails und Zeitrahmen
Der SBIR-Phase-II-Vertrag (Nr. W51701-24-C-0180) wurde am 29. August 2024 von der US-Army vergeben und am 2. März 2026 erfolgreich abgeschlossen. Das Projektziel war die Demonstration der Integration des Terahertz-Systems in Lockheed Martins CAPSA-Plattform. Der Vertrag umfasst ein Volumen von 1,899,778 USD und markiert einen Meilenstein für Teradars Verteidigungs-Portfolio.
- Vertragsvolumen: $1.899.778 (USD)
- Startdatum: 29.08.2024
- Enddatum: 02.03.2026
- Partner: Lockheed Martin Missiles and Fire Control
- Zielplattform: CAPSA-System für RCVs, NGCV und ATV-S
Mehrwert für das Situationsbewusstsein
Durch die Kombination von RF-Durchdringung und optischer Auflösung ermöglicht das Terahertz-System eine kontinuierliche Tag-und-Nacht-Erkennung, selbst bei Staub, Rauch, Nebel und anderen Sichtbehinderungen. Dies stärkt die Autonomie militärischer Fahrzeuge und unterstützt kritische Einsatzszenarien:
- Route Clearance – sichere Wegfindung in kontaminierten Gebieten
- Konvoi-Schutz – frühzeitige Erkennung von Bedrohungen entlang der Strecke
- Perimetersicherheit – Überwachung von Grenzen und Posten
- autonome /semiautonome Fahrzeugoperationen – verbesserte Entscheidungsfindung in Echtzeit
Die Technologie übertrifft traditionelle Sensoren, weil sie nicht von optischen Bedingungen abhängig ist. In Tests zeigte das System eine zuverlässige 24/7-Erkennung von Fahrzeugen, Hindernissen und Gefahren, wo herkömmliche Systeme ausfallen.
Risiken und Gegenargumente
Trotz der vielversprechenden Demonstration gibt es kritische Punkte, die beachtet werden müssen:
- Prototypischer Charakter: Die Technologie befindet sich noch in der Demonstrationsphase; ein Übergang zur operativen Nutzung erfordert weitere Tests und Skalierung.
- Abhängigkeit von Partnern: Die Integration hängt stark von Lockheed Martin ab. Verzögerungen bei Systemkompatibilität könnten die Einführung in RCVs verzögern.
Diese Punkte werden im Projektbericht ausdrücklich erwähnt, um unrealistische Erwartungen zu vermeiden.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Terahertz-Sensing genau?
Terahertz-Wellen (0,1-10 THz) kombinieren Radio-Frequenz-Durchdringung mit optischer Auflösung und ermöglichen Allwetter-Erkennung, im Gegensatz zu LiDAR oder herkömmlichem Radar.
Für welche Fahrzeuge ist das System gedacht?
Primär für Robotic Combat Vehicles (RCVs), Next Generation Combat Vehicles (NGCV) und Autonomous Test Vehicles Small (ATV-S) der US-Army.
Gibt es Folgephasen?
Phase II legt die Grundlage für operative Demonstrationen und den Übergang zu US- und alliierten Streitkräften.
Fazit
Der SBIR-Phase-II-Vertrag von Teradar mit der US-Army und die Zusammenarbeit mit Lockheed Martin markieren einen bedeutenden Schritt hin zu robusten Allwetter-Sensortechnologien für autonome Militärfahrzeuge. Das THz-High-Resolution-Imaging-Radar-on-a-Chip liefert 24/7-Erkennung in Bedingungen, die herkömmliche Sensoren stark einschränken. Während die Technologie noch prototypisch ist und weitere Tests erfordert, bietet sie ein vielversprechendes Potenzial, das Situationsbewusstsein zu stärken, Truppen zu schützen und die Einsatzfähigkeit von RCVs, NGCVs und ATV-S zu erhöhen. Der erfolgreiche Abschluss des Vertrags im März 2026 legt den Grundstein für zukünftige operative Tests und mögliche Adoption durch US- und verbündete Streitkräfte.
